Liebe Leser:innen,
sein soziales Netzwerk X hat Elon Musk in eine rechtsradikale Propaganda-Plattform verwandelt, dem KI-Chatbot Grok seine reaktionäre Weltsicht übergestülpt. In Kombination haben die beiden Online-Dienste den Skandal rund um sexualisierte Deepfakes verursacht. Musk stört’s kaum. Anstatt das Feature direkt abzuklemmen, freute er sich anfangs noch öffentlich über gestiegene Zugriffszahlen.
Viele Nutzer:innen haben sich inzwischen angewidert von der Plattform verabschiedet. Und doch gibt es seriöse deutsche Medienangebote wie Spiegel, Zeit oder tagesschau.de, die weiterhin in dem sozialen Netzwerk aktiv sind und dazu beitragen, es am Leben zu erhalten. Ihre Begründung: Sie wollen Filterblasen durchdringen und demokratischen Diskurs ermöglichen.
Wir haben die X‑Auftritte einiger Medien unter die Lupe genommen und überprüft, ob sie dieses Versprechen einhalten können. Und wir haben uns beim Waten durch den braunen Sumpf gefragt, wie weit Musk eigentlich noch gehen muss, bis auch den letzten auf X Verbliebenen der Geduldsfaden reißt.
Mit blutenden Augen grüßt
Tomas

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