Liebe Leser:innen,
am Wochenende schlug neben dem Rücktritt von Jens Spahn auch die Ausladung von Danger Dan und Igor Levit hohe Wellen. In einem offenen Brief kritisieren nun mehrere Fernsehräte, dass das ZDF damit die Chance vergeben habe, eine Debatte über den Umgang mit Rechtsradikalismus anzustoßen. Unter ihnen ist auch unser Kolumnist Erik Tuchtfeld.
Man kann zu dem Lied, das der Sender als Grund für die Ausladung anführt, stehen, wie man möchte. Zumindest hier haben die Unterzeichner:innen aber einen Punkt: „Die dafür relevante kritische Einordnung des Liedtexts, auch mit den Künstlern, wäre Aufgabe der Redaktion der ‚Anstalt’ gewesen.“
Dem wollte das ZDF aber offenbar keine Bühne geben. Die drei Moderator:innen von der „Anstalt“ haben die Sache zwar dennoch sehr gut eingeordnet, wie ich finde. Allerdings ohne Sänger und ohne Lied. Und ohne Betroffene, die sich täglich Nazis erwehren müssen.
Mehr Mut wäre gut gewesen.
Habt eine gute Woche!
Daniel

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