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Auf den PunktInternet auf dem Abstellgleis.

  • Tomas Rudl

Liebe Leser:innen,

schreiben wir das Jahr 2014? Damals lobbyierte die Telekom-Industrie massiv gegen die geplanten EU-Regeln zur Netzneutralität. Statt einem offenen Netz wollte sie ihre Produkte lieber scheibchenweise vermarkten: überteuerte Telefonie statt freiem VoIP, exklusive Datenoasen statt offenem Zugang zu allen Diensten und obendrauf am besten noch Klingeltöne aus dem firmeneigenen Online-Shop. Lange Zeit war das die Realität und keine dystopische Zukunftsvision.

Aufgegangen ist dieser Plan nicht. Ein 2015 verabschiedetes EU-Gesetz und ein späteres Machtwort des Europäischen Gerichtshofs zu Zero-Rating-Angeboten fielen erfreulich stark aus, um solche Produkte für illegal zu erklären. Eine der positiven Folgen: Mehr Datenvolumen für alle.

Jetzt aber versucht es die Industrie erneut. Mit 5G+ Gaming hat die Telekom Deutschland jüngst ein neues Produkt auf den Markt gebracht, das – versteckt hinter den lockenden Ankündigungen und Schlagzeilen – schon wieder ein Zwei-Klassen-Netz einführen will. Diesmal soll die neue Network-Slicing-Technik des 5G-Mobilfunkstandards mit Überholspuren dafür sorgen, dass manche Gamer:innen besser abschneiden als solche, die über das normale Internet einsteigen.

Kommt die Telekom damit durch, könnte dies zum Dammbruch führen: Ein lahmes Internet für alle, die sich keinen superschnellen Zugriff auf ausgewählte Online-Dienste leisten wollen oder können. Weder Regulierungsbehörden noch Verbraucherschutzorganisationen wussten im Vorfeld von dem fragwürdigen Produkt. Immerhin untersuchen sie nun, ob die Telekom die Netzneutralität verletzt.

Wir bleiben dran.

Tomas

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Drei Staatsführer, darunter Emmanuel Macron, sind durch die Nutzung der Sport-App Strava gefährdet. Die Sicherheitskräfte des französischen Präsidenten teilten ihre Laufdaten öffentlich und gaben damit ihre Standorte preis.

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Ticker-News von Turkish Minute vom 28. 10. 2024

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Über die Autor:innen

  • Tomas Rudl
    Darja Preuss

    Tomas ist in Wien aufgewachsen, hat dort für diverse Provider gearbeitet und daneben Politikwissenschaft studiert. Seine journalistische Ausbildung erhielt er im Heise-Verlag, wo er für die Mac & i, c't und Heise Online schrieb.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Bluesky


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