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Auf den PunktDas Netz braucht mehr Barrierefreiheit.

  • Martin Schwarzbeck

Liebe Leser*innen,

was das Internet braucht, um für alle da zu sein, hat unsere Kollegin Lilly aufgeschrieben. Es ist ein richtig starker Text geworden. Weil er ganz nah rangeht an die Menschen, für die Barrierefreiheit wichtig ist. Und weil er in einer schön klaren Sprache verfasst ist, so dass auch Menschen mit Lernschwierigkeiten ihn hoffentlich gut verstehen.

Der andere Text, der mich in den letzten Tagen beschäftigt hat, ist Vincent Försts Kolumne über „Main Character Moments“ und andere Symptome der Individualisierung. Gerade auch, weil die dort beschriebene Fokussierung auf das Besondere im eigenen Leben im Gegensatz zu dem steht, was wir bräuchten, um das Netz – und die Welt – für alle zu öffnen. Die Zauberwaffe dafür nennt sich Solidarität. Und die ist leider nicht erhältlich, wenn jeder nur Held:in des eigenen Filmes sein will.

Solidarische Grüße
Martin

Unsere Artikel des Tages

"Toxischer Ort"Zahlreiche prominente Accounts verlassen X

Elon Musks Plattform ist wieder um ein paar prominente Accounts ärmer. Mit einer gemeinsamen Aktion und einem offenen Brief haben sich nicht nur Prominente und Abgeordnete, sondern auch Institutionen wie das Jüdische Museum München von der Plattform verabschiedet.

TrugbildDie unendliche Inszenierung

Junge Menschen nehmen ihr Leben als Film wahr. Und Unternehmen stellen die nötigen Requisiten für das besondere „Life as a Movie“-Gefühl. Doch das permanente Schauspiel hat seinen Preis.

Digitale BarrierefreiheitWas das Internet bräuchte, um für alle da zu sein

Fast ein Drittel der Bevölkerung kann an Angeboten im digitalen Raum nicht oder nur eingeschränkt teilhaben. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz soll es deshalb ab Juni 2025 allen Menschen ermöglichen, das Netz gleichberechtigt zu nutzen. Doch das Gesetz greift zu kurz.

Tickermeldungen

Lesenswert, wichtig und spannend – hier fasst die Redaktion netzpolitische Meldungen von anderswo als Linktipps zusammen.

Ticker-News von DistroSea vom 02. 12. 2024

Wer eine gute Breitbandverbindung hat und gern Linux-Distributionen testen möchte: DistroSea stellt die grafische Umgebung von über 50 Linux-Distributionen im Browser dar, mit (fast) vollständiger Interaktion mit dem Betriebssystem, als ob es lokal installiert wäre.

Ticker-News von The New York Times vom 02. 12. 2024

Die kanadische Wettbewerbsbehörde beschuldigt Google, ein Monopol im Bereich der Online-Werbung zu schaffen. Sie fordert, dass Google zwei seiner wichtigsten Werbetechnologiedienste verkauft. In den USA läuft bereits ein ähnliches Antitrust-Verfahren.

Ticker-News von The Register vom 02. 12. 2024

Google wollte den europäischen Cloud-Anbieterverband CISPE offenbar mit Millionenbeträgen davon überzeugen, eine Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft aufrechtzuerhalten. CISPE zog die Beschwerde jedoch zurück und akzeptierte stattdessen Microsofts Offerte.

Ticker-News von DerStandard vom 02. 12. 2024

Der australische Premierminister Anthony Albanese bietet Elon Musk Gespräche über ein jüngst verabschiedetes Gesetz an, das unter 16-Jährige aus sozialen Netzwerken fernhalten soll. Albanese betont, dass er bereit ist, mit jedem zu sprechen.

Über die Autor:innen

  • Martin Schwarzbeck
    Darja Preuss

    Martin ist seit 2024 Redakteur bei netzpolitik.org. Er hat Soziologie studiert, als Journalist für zahlreiche Medien gearbeitet, von ARD bis taz, und war lange Redakteur bei Berliner Stadtmagazinen, wo er oft Digitalthemen aufgegriffen hat. Martin interessiert sich für Machtstrukturen und die Beziehungen zwischen Menschen und Staaten und Menschen und Konzernen. Ein Fokus dabei sind Techniken und Systeme der Überwachung.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Signal: yoshi.42042


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