Sachverständigenrat des BMJV präsentiert Verbraucherpolitische Empfehlungen für digitale Welt

Das Bundesjustizministerium leistet sich einen Sachverständigenrat für Verbraucherfragen und dieser hat heute in Berlin zwölf Empfehlungen zum Thema „Verbraucher in der Digitalen Welt – Verbraucherpolitische Empfehlungen“ vorgestellt.

Dominik Rzepka berichtet auf heute.de über die Präsentation: Peinliche Plattitüden für Heiko Maas.

Ihr Auftrag war klar: Neun Wissenschaftler sollten Verbraucherschutzminister Heiko Maas das Internet erklären, zum Beispiel wie Verbraucher online künftig sicherer Schuhe bestellen können. Herausgekommen sind nichts als Plattitüden. Am Ende waren sie sogar Maas selber peinlich. […] Doch herausgekommen ist: Nichts. Es fallen Sätze wie „Es darf keine Manipulation von Verbrauchern geben“ oder „Nur wenn es echten Wettbewerb gibt, funktionieren Märkte.“ Und eine der zwölf Empfehlungen, die Reisch und Büchel dem Justizminister in ihrem Gutachten mitgeben, lautet: „Die Digitale Welt hat aus Sicht von Verbrauchern heute schon Stärken und Schwächen und birgt auch zukünftig Chancen und Risiken.“ Na, wer hätte das gedacht?

Das soll aber nur der Auftakt sein, wir sind auf zukünftige Gutachten gespannt.

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7 Ergänzungen

  1. Von der Uni Münster (Prof. Th. Hoeren) gibt es seit Jahren ein mittlerweile 550+ Seiten starkes Skript „Internetrecht“ (u.a. Vertragsabschluss im Internet) zum kostenlosen Download. Die sogenannte „Digitale Welt“ ist schon ein paar Jahrzehnte alt.

  2. Versuche gerade den heute.de Link aufzurufen. Kommt aber nur 404. Suche nach charakteristischen Wörtern aus dem Zitat auf heute.de liefert nix. Suche nach „Maas“ findet Treffer am 7.12. und am 23.11., aber nix am 1.12. als die Empfehlungen vorgestellt wurde. Das ham sie aber schnell depubliziert. Da war wohl jemandem die Peinlichkeit zu peinlich. Geht so Recht auf Vergessenwerden beim ZDF? Danke, Markus, dass Du wenigstens den Schnipsel bewahrt hast. Nicht mal die Wayback Machine hilft hier weiter.

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