23 Organisationen, unter ihnen die Free Software Foundation Europe, der CCC und Freifunk, stellen sich gegen die Richtlinie zur Funkabschottung, die ab dem 13. Juni 2016 in der EU gültig sein soll.
In einer gemeinsamen Erklärung heißt es:
Die Richtlinie zur Funkabschottung [..] bedroht Softwarefreiheit, Verbraucherrechte, einen fairen Wettbewerb, Innovation, Umwelt und ehrenamtliche Initiativen – ohne vergleichbare Sicherheitsvorteile. Sie führt unverhältnismäßige „grundlegende Anforderungen“ ein, indem sie Gerätehersteller dazu zwingt, die Einhaltung von Funkvorschriften für jede Software zu beweisen, die auf auf jedem Produkt theoretisch lauffähig ist, welches das Funkspektrum nutzt. Im Endeffekt kann zukünftig nur noch spezielle Software, die von den Herstellern autorisiert wurde, auf jeglichem Gerät installiert werden, das Verbindungen über kabellose und mobile Netzwerke oder GPS aufbaut. Darunter fallen beispielsweise Router, Mobiltelefone, W‑LAN-Karten und die Laptops, in denen sie eingebaut sind, und nahezu alle Geräte, die eine Netzwerkfunktionalität aufweisen.
Die unterzeichnenden Organisationen fordern, dass die EU noch Ausnahmen für freie Software in der Richtlinie festschreibt. Die umsetzenden EU-Länder sollen hingegen die Richtlinie in ihren Gesetzgebungen so interpretieren, dass freie Software weiterhin auf den Geräten installiert werden darf und die Nutzer nicht gezwungen werden, nicht-freie Software verwenden zu müssen.
Für Organisationen, NGOs, Initiativen und Einzelpersonen besteht die Möglichkeit sich der Stellungnahme anzuschließen.