Datenschutz

Bundesregierung befragt Bevölkerung: Die wünscht sich mehr Netzpolitik und eine Stärkung des Datenschutzes

Die Bundesregierung hat Bürger zur Digitalisierung befragt und eine Mehrheit wünscht sich mehr Engagement in der Netzpolititik. Eine große Mehrheit fordert sogar eine größere Stärkung des Datenschutzes. Wir haben die Ergebnisse der Umfrage zusammengefasst.

Große Mehrheit wünscht eine Stärkung des Datenschutzes

Das Bundespresseamt hatte im April 2016 das Meinungsforschungsinstitut Dimap beauftragt, 1.003 Bürger zum Thema „Europäische Union und Digitalisierung“ zu befragen. Abgeordnetenwatch hat die Ergebnisse (PDF) per Informationsfreiheitsanfrage vom Bundespresseamt erhalten und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

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Die Fragen zur Europäischen Union drehten sich weitgehend um den Brexit und haben keinerlei netzpolitische Relevanz. Der zweite Teil der Umfrage konkret zur Digitalisierung ist für uns aufschlussreicher.

Keine Überraschung: Junge Menschen haben Hoffnungen, ältere Menschen Sorgen

Keine Überraschung bieten die Antworten zur Frage „Verbinden Sie mit der Digitalisierung alles in allem eher Hoffnungen oder eher Sorgen?“ 40 Prozent haben „eher Hoffnungen“, 41 Prozent machen sich eher Sorgen. 15 Prozent sind unentschlossen. Vor allem jüngere Menschen verbinden eher Hoffnungen (53 Prozent der 18-24-Jährigen und 63 Prozent der 25-34-Jährigen), nur knapp ein Viertel der jungen Menschen hat eher Sorgen. Genau anders herum ist das bei Menschen ab 65 Jahren: 50 Prozent haben eher Sorgen und nur knapp 25 Prozent eher Hoffnungen. Vor allem zeigt sich, dass Hoffnungen eher männlich und mit einem höheren Bildungsgrad verbunden sind: 49 Prozent der männlichen Befragten haben eher Hoffnung (gegenüber 35 Prozent eher Sorgen), 31 Prozent der weiblichen Befragten haben eher Hoffnung, aber 47 Prozent eher Sorgen. Befragte mit Bildungsniveau Hauptschule haben nur zu 29 Prozent eher Hoffnung, diese haben aber 60 Prozent mit Universitäts- / Fachhochschulabschluß.

Schaut man nach Parteipräferenz, dann haben interessanterweise Wähler von Die Linke mit 57 Prozent am deutlichsten „eher Hoffnungen“ und FDP-Wähler nur mit 33 Prozent. AFD-Wähler machen sich mit 51 Prozent am meisten „eher Sorgen“, gegenüber nur 28 Prozent von Die Linke.

Es wurde auch gefragt, ob sich das bisherige Leben durch die Digitalisierung verändert habe. Auch hier wieder keine Überraschung: Das Leben junger Menschen hat sich „sehr stark“ (36 Prozent bei 18-24 Jahren und 23 Prozent bei 25-34 Jahren) und „stark“ (47 Prozent bei 18-24 Jahren und 65 Prozent bei 25-34 Jahren) verändert. Bei den Personen „65 Jahre und älter“ hat sich nur zu 7 Prozent das Leben sehr stark und zu 20 Prozent stark verändert. Aber bei 37 Prozent der 65+ hat sich „so gut wie nichts verändert“. Gegenüber 7 Prozent der 18-24-Jährigen und nur 2 Prozent der 25-34-Jährigen. Später bei der Frage, ob man mit der Geschwindigkeit seines Internetanschlusses zufrieden ist, antworten 40 Prozent der über 65-Jährigen, dass sie gar keinen habe.

65 Prozent finden es „gut, dass sich die digitale Technik ständig weiterentwickelt“, weil man dabei immer etwas dazulernen kann. 31 Prozent finden es nicht gut, denn kaum hat man „das eine verstanden, kommt etwas Neues dazu“. Wähler von Bündnis 90/Die Grünen finden den Wandel zu 76 Prozent am Besten (nur 24 Prozent der grünen Wähler sind überfordert), AFD-Wähler liegen mit 39 Prozent Zustimmung am anderen Ende (57 Prozent fühlen sich überfordert). Junge Menschen finden digitalen Wandel mit 89 Prozent am Besten, bei den über 65-Jährigen hält sich damit 49 Prozent zu 41 Prozent fast wie Waage.

Mehr Netzpolitik ist gefragt

Es wurde auch explizit nach Netzpolitik gefragt, u. a. in der Frage: „Sind Sie der Meinung, die Politik sollte sich stärker um das Thema Digitalisierung kümmern, sollte sie sich eher raus halten oder so wie bisher?“ 38 Prozent finden, dass sich die Politik „stärker darum kümmern“ sollte, 17 Prozent finden, sie „sollte sich eher raus halten“, 41 Prozent finden einfach, das solle „so wie bisher“ sein. Vielleicht ist die Zahl auch so hoch, weil viele sich nicht soviel unter Netzpolitik konkret vorstellen können. Unter den Wählern liegen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen mit jeweils 44 Prozent vorne, dicht gefolgt von den Unions-Wählern. FDP- und AFD-Wähler wollen nur zu 32 Prozent und 34 Prozent, dass sich die Politik stärker darum kümmert. Mit 32 Prozent liegen die AFD-Wähler einsam an der Spitze, wenn sie sagen, die Politik solle sich eher raushalten.

Große Mehrheit dafür, dass sich Politik um Datenschutz kümmert

69 Prozent der Befragten wollen, dass sie die Politik „um die Stärkung des Datenschutzes“ „besonders kümmern“ soll, weitere 23 Prozent wollen, dass sich „eher“ gekümmert wird. Kaum jemand ist dagegen: Nur 4 Prozent wollen „eher nicht kümmern“ und 2 Prozent gar nicht kümmern“. Die jungen Menschen fordern am meisten Datenschutz: 80 Prozent der 18-24-Jährigen wollen, dass sich besonders gekümmert wird, die 65-Jährigen wollen das nur zu 65 Prozent. Besonders Wähler von Die Linke (76 Prozent) und CDU/CSU (71 Prozent) wollen, dass sich besonders gekümmert wird. FDP (63 Prozent) und AFD (61 Prozent) haben am wenigsten Datenschutz-Fans. 11 Prozent der FDP-Wähler wollen, dass sich „eher nicht gekümmert wird“.

Startups und Internetkriminalität

Keine Mehrheit gibt es bei der Frage, ob sich die Politik „um die Neugründung von Internetfirmen“ kümmern sollte. 13 Prozent finden, sie solle sich „besonders kümmern“, 25 Prozent finden „eher kümmern“ gegenüber 33 Prozent „eher nicht kümmern“ und 22 Prozent „gar nicht kümmern“. Wähler der Linken finden mit 87 Prozent am deutlichsten, dass sich Politik „Um den Schutz vor Internetkriminalität aller Art“ besonders kümmern sollte. Interessanterweise finden das nur 73 Prozent der Unionswähler. Sonst ist fast niemand dagegen, dass sich die Politik darum kümmert, wobei 10 Prozent der AFD-Wähler finden, die Politik solle sich „eher nicht kümmern“.

Geoblocking ist noch kein Massenthema

Eine Frage ist wahrscheinlich etwas abstrakt gestellt, dreht sich aber um die Geoblocking-Debatte: Sollte sich die Politik „um eine einheitliche Regelung für die Nutzung von Musik- und Videodateien in ganz Europa“ kümmern?“ 15 Prozent finden „besonders kümmern“, 29 Prozent „eher kümmern“ gegenüber 30 Prozent „eher nicht kümmern“ und 16 Prozent „gar nicht kümmern“.

Breitbandausbau wollen fast alle

„Um den Ausbau eines schnellen Internets in Stadt und Land“ soll sich die Politik auch laut einer großen Mehrheit kümmern. 54 Prozent wollen, dass sich „besonders“ gekümmert wird, weitere 30 Prozent wollen, dass sich „eher“ gekümmert wird. Kaum jemand will, dass sich die Politik nicht kümmert (4 Prozent).

Digitale Bildung ist wichtig, aber nicht so wichtig für Grundschüler

Auf die Frage, ob digitale Bildung bereits in der Grundschule beginnen sollte, antworten 26 Prozent „stimme voll zu“ und 26 Prozent „stimme eher zu“. 24 Prozent „stimmen eher nicht zu“ und 16 Prozent lehnen das komplett ab. Mehr Zustimmung gibt es zur Frage, ob der Umgang mit digitalen Medien heutzutage genauso wichtig wie Lesen und Schreiben sei. 41 Prozent stimmen voll zu und 37 Prozent stimmen eher zu. Nur 15 Prozent stimmen eher nicht zu und 6 Prozent lehnen das ab. Interessanterweise stimmen hier die über 65-Jährigen mit 42 Prozent voll zu, während die jungen Menschen von 18-24 nur zu 25 Prozent voll zustimmen.

Seit wann kann man Ausweisdokumente online beantragen?

Auf die Frage, ob man „Dokumente – z. B. Ausweisdokumente – online beantragt“ habe, sagen 20 Prozent, sie hätten das schon einmal genutzt. Bei einer Umfrage in unserer Redaktion wusste niemand, dass man in Deutschland auch Ausweise beantragen könnte. Nicht zu verwechseln ist diese Frage mit einer anderen Frage, ob man schon einmal „Termine bei einer Behörde online beantragt“ habe. Das haben 28 Prozent tatsächlich schon. Das geht auch (theoretisch), um einen neuen Ausweis offline zu beantragen. Ich habe das in Berlin zwar mehrfach probiert, aber nie einen freien Termin in den kommenden zwei Monaten finden können – und weiter geht das Onlinesystem hier nicht.

Wir haben die Ergebnisse der Umfrage online gestellt, damit Ihr unsere Interpretation der Ergebnisse auch hinterfragen könnt. Wenn Euch noch Sachen auffallen, die uns entgangen sind, könnt Ihr dies gerne in den Kommentaren ergänzen.

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25 Kommentare
  1. Es ist gewagt, die Frage nach dem „Thema Digitalisierung“ als Frage „explizit“ nach Netzpolitik umzudeuten und dann auch noch nachzuschieben, der Bürger könnte sich unter Netzpolitik nichts vorstellen. Noch gewagter ist nur der Schluss „Mehr Netzpolitik ist gefragt“.

    1. Nö, finde ich nicht. Wenn gefragt wird, ob sich die Politik um das Thema Digitalisierung kümmern soll, ist genau damit Netzpolitik gemeint. Und es hätten wahrscheinlich mehr Menschen zugestimmt, wenn das Thema bekannter wäre.

      1. Hallo Herr Beckedahl,

        was soll diese Umfrage genau mit sich bringen? Deutschland kann das Internet nicht beschützen, das Internet hat keine Grenze. Und nein man kann in einem globalen Medium kein Datenschutz gewährleisten. Jeder Knotenpunkt kann einen Backdoor besitzen, jede auch in der Wohnung befindliche Hardware Sicherheitslücken aufweisen neben dem eingesetzten Betriebssystem. Die NSA hat diese Möglichkeiten ausgeschöpft, ja. Aber die Grundursache liegt am Medium an sich. Man kann tausende Seiten füllen, um den Datenschutz verbessern zu wollen, der Hacker braucht 5 Minuten um all das zu relativieren.

        Es wird noch sehr schwerwiegende Folgen haben, dass auch sehr sensible Daten mittlerweile durch das Internet fließen, weils einfach günstiger, wirtschaftlicher ist als eine zweie gesicherte Leitung zu legen. Der Schaden ist immens und wird mit der Smarthomeentwicklung noch massiver werden, oder dem Bereich der neuen vernetzten KFZ-Fahrzeuge.

        Die Daten sind unsicher, solange sie nicht isoliert sind. Vollkommen egal wieviele Maßnahmen ergiffen werden, sie sind zwecklos.

    2. Eher Nonsens als gewagt. Offentsichtlich will sich ein Blog der sich Netzpolitik nennt mit lustigen Thesen selbst aufwerten. Nach 5 Jahren Snowden und tausenden Versuchen allerei Medien das Thema Datenschutz in die Öffentlichkeit zu tragen, kann jeder feststellen,dass es die Öffentlichkeit 0 interessiert. Und Netzpolitik beschränkt sich auf die Förderung möglichst billig viel saugen zu können. Die 1000 die an der Umfrage teilgenommen haben kennt man mutmaßlich alle persönlich beim Namen.

  2. Habt ihr die eingescannte Kopie des Dokumentes so bekommen? Einfach die Heftung entfernt und dann kopiert, sodass man das Dokument nur erschwert durcharbeiten kann, weil auf z.B. Seite 1 die Seite 102 folgt usw.?

    Anyway, fand es spannend, dass es einen feststellbaren Ausschlag nach unten in der jüngsten Alterkohorte gibt, wenn es darum geht, ob es digitale Bildungsangebite bereits in der Grundschule geben soll, wenn es mehr digitale Bildungsangebote für Senioren geben soll und bei der Frage, ob der Umgang mit digitalen Medien heutzutage genauso wichtig ist wie Lesen und Schreiben zu können.

  3. Die AfD-Anhänger sind vielleicht deswegen eher dagegen, dass die Politik sich mehr um Internetkriminalität kümmert, weil Forderungen nach der Bestrafung von Gesinnungs- und Meinungsverbrechen seit geraumer Zeit durch die Presse gehen und diese wohl hauptsächlich im Netz von frustrierten politisch Unterrepräsentierten begangen werden, die kein Forum bekommen.

    Ich würde auch nicht dafür jubeln, wenn noch mehr meiner Ansichten verboten werden.

  4. Ausgerechnet die, die heute munter bei Instagram & Co. posten, wollen, daß die Politik sich mehr um den Datenschutz kümmert? Und was bedeutet eigentlich „eher kümmern“? Ich lach mich schlapp. Eine der vielen Marktforschungsstudien, die ungelesen in den Papierkorb wandern kann.

  5. 1000 Menschen sollen die Meinung aller 80 Millionen hier in Deutchland wiederspiegeln? Erkenne den Fehler! Und ja, auf Insttagram (Facebook), Whatsapp (Facebook) und Twitter (nicht-nicht Facebook) posten und für mehr Datenschutz fordern.

    Ja, hier ist politischer Datenschutz gemeint, nicht der technische. Beim zweiten läßt sich vieles machen, z.B. diverse Plugins im Browser zum Blockieren von Tracker-Pixeln und Werbung (und zwar dort, wo sie anfängt, also nicht das HTML-Element ausblenden, dann ist sie schon geladen aber nicht angezeigt, sondern den Request selbst unterbinden) einsetzen. Oder auf alternative Netze ausweichen (GNUSocial, Diaspora, Friendica sind da die „üblichen“ Kandidaten).

    Prism-Break zeigt hier noch deutlich mehr auf, zwar nicht genug, aber immerhin besser als gar nichs machen. Bei Amazon ein paar Schuhe kaufen und sich anschließend wundern, dass man mehr Schuhwerbung auf anderen Seiten sieht? Hier wurden Daten gesammelt: „Ah, vielleicht möchte die/der (meistens die) auch unsere Schuhe kaufen?“

    Naja, genug dem. :-)

    1. „1000 Menschen sollen die Meinung aller 80 Millionen hier in Deutchland wiederspiegeln?“

      Ja, so funktioniert Statistik. Und falls es dich beruhigt, in der Medizin beim Testen von Medikamenten (oder Kosmetika) werden durchaus auch mal weniger Ratten eingesetzt – oder gar Hunde oder Affen.

      1. Stichprobenziehung, ick hör dir trapsen … Schätze, da haben 3 oder 4 Jugendliche teilgenommen, die dann mit modernsten statistischen Verfahren auf Repräsentativität hochskaliert wurden. Soll in der Mafo ja gelegentlich vorkommen. Shocking, einfach nur shocking, ich weiß. :)

  6. Datenschutz … Fratzebuch, Wetzup …

    „Hallo, wir sind gerade auf Malle angekommen und das ist der erste Tach unserer Vierzehntägigen Reise zum Ballenario 6!“
    Klingt doch wie eine Einladung zum Wohnung ausräumen, nicht?
    Datenschutz beginnt zumeist dort wo man es nicht vermutet … bei dem was man schreibt!
    Klar ist das jetzt für einige völlig unverständlich, aber das ist mir egal!
    Wer exzessiv in sozialen Netzwerken darüber schreibt, wie gut es ihm Urlaub geht, muss sich nicht darüber Wundern, dass das böse Erwachen nicht lange auf sich warten lässt!
    Erinnert Ihr euch noch, als Angela Merkel permanent Freundschaftsanfragen im Fratzebuch verteilte?
    … so ähnlich machen das auch „andere“ Leute das … die Anfrage können auch Freunde von euch mit „Ja“ beantworten … und dieses vergessen!
    … der unlautere Anfrager hat dann über euren Freund, auch Zugriff auf eure Mitteilungen, die ihr mit euren Freunden teilt … weil „Der Freund meines Freundes ist mein Freund und auch mit meines Freundes Freund teile ich gerne meine Timeline!“
    Ich habe einen Kumpel, dessen Schwester führt seine Timeline während seines Urlaubs fort … weil er feststellen musste, das seine Wohnung in seinem Urlaub ausgeraubt wurde!
    Die Polizei stellte fest, das die Wohnung sehr selektiv ausgeräumt wurde!
    Fratzebuch war eine ergiebige Informationsquelle … das stellte auch die Polizei fest!
    Sie forschte in der „Nachbarschaft“, bei den „Freunden“, die dann sehr bald keine mehr waren, das Vertrauen war zumindest stark belastet!
    Gefunden haben sie dann doch einen Datenhehler, der die Informationen sammelte und an den meistbietenden vertickte!
    Datenschutz beginnt nun wo?

    Die Politik kann und sollte nur die Rahmenbedingungen festlegen … Mindestverschlüsselung (z.B. 512 AES) … die Bedingungen für den Handel mit den Daten, das der Bürger zustimmen muss und die Bezeichnung „Dritte“ ist zu Allgemein!
    „Dritte“ könnte auch der 10. oder Tausendste Nachnutzer sein … oder der Staat, die Dienste anderer Länder …
    Eine Bedingung wäre z.B., das der Nutzer am Gewinn beteiligt werden muss!
    … mehr Werbung … mehr Gewinn!
    Klar ist das nur Oberflächlich …

    1. Gewinn? Je mehr Facebook unter Beschuss gerät, desto besser die Zahlen. Wie viel Luft in solchen Nullen hinter der 1 steckt, weiss nur der liebe Gott. Und der schweigt zu den Sünden seiner Lämmchen.

  7. Wer seine Daten sozialen Netzwerken anvertraut, hatte vorher in den AGB zugestimmt, dass diese beliebig zerstückelt und weiterverkauft werden. Wer Windows 10 installiert, gestattet Microsoft in den AGB den kompletten Zugriff auf alle Daten. Das ist kein Problem, weil zugestimmt. Unter Digitalisierung werden allerdings auch „smarte“ Anwendungen verstanden. Da hat man keineswegs zugestimmt, dass die Daten dem Verkäufer dieses Zeugs zur Verfügung gestellt werden, damit er sie „vermarkten“ kann. Das betrifft vom Auto bis zum Smartphone so ziemlich alles. Bis zum smarten Mord durch Drohnen. Die Regierung macht es vor und bis zum ersten Drohnenmord und smarten „Autounfällen“ durch Kriminelle dürfte es dann auch nicht allzulange dauern. Smarte Autoklaus sollen ja schon Ausmaße angenommen haben. Der wirkliche Nutzen im Verhältnis zum Preis der Digitalisierung wird nirgendwo hinterfragt. Regulierung durch Politik dürfte kaum möglich sein. Der Geist ist aus der Flasche. Man muss selbst zusehen, wie man sich davor schützt, wenn man das nicht will. Man kann die Zahlen eindeutig lesen. Die Werbeeinnahmen diverser Anbieter sollen regelrecht explodiert sein. Nur die Umsätze und Gewinne diverser Hersteller, die das bezahlen sollen, bestätigen es nicht. Bedeutet der Nutzen für die Hersteller durch immer mehr Werbung ist nicht erkennbar. Das unselige Treiben der Regierungen und Zentralbanken fordert ihre Abschaffung. Sie haben versagt, so einfach kann man das sehen.

  8. Gibt noch eine zweite, weniger beachtete Umfrage:

    Sind Sie für schärfere Sicherheitsgesetze? Ja.

    Sind Sie für Personalausweisentzug, wenn man einen entsprechenden Gesetzesverstoß plant? Ja.

    Sind Sie für Führerscheinentzug, wenn man sich krankschreiben lassen hat, ohne krank zu sein? Ja.

    Sind Sie für die Abschaffung der ärztlichen Schweigepflicht? Ja.

    Äh, Moment, kann ich die beiden letzten Fragen noch mal sehen … wie jetzt, ich dachte es geht um Terroristen, was wollt ihr denn jetzt plötzlich von mir???

    1. Wenn mich einer bei Umfragen aussuchen würde, ich weiß das ich hinterlistig bin, würde ich definitiv nicht meine echte Meinung äußern!
      … ich würde auch die von mir vermutete Mainstreammeinung „ankreuzen“, emotional betont, versteht sich … also die Ärztliche Schweigepflicht aufheben, damit ein Herr Dr. Mengele mich beim Foltern nicht gleich zu beginn tötet!
      Das ist so, als würde man Russisch Roulette spielen … mit dem Unterschied, das die Waffe nicht gegen den Kopf gehalten wird, sondern an einer weniger lebensgefährlicheren, aber dennoch schmerzhaften Stelle!
      Vorteil … wer etwas weiß, plaudert!
      Wer nichts weiß, verliert das Knie oder sein Geschlechtsteil … ist aber nicht Tod!
      Warum?
      Nun, Dr. Mengele hatte die medizinischen Unterlagen, in die er sehen durfte und feststellte, das der „Zeuge“ seelisch und körperlich, diese Form der Befragung überleben würde!
      Wäre ja nicht von Vorteil, wenn Dr. Mengele dem Zeugen die Kniescheibe raus schießt und der Zeuge „vor Schreck“ einen irreparablen Herzkasper bekommt und keine Aussage mehr machen kann, nicht?

      Phantasie und Realität … ein Beispiel, das sicher auch unseren Innenminister frohlocken lassen würde … Waterboarding … eine labile Person musste schon mal wiederbelebt werden, diesen Fehler machen gewisse Auskunftsermittler bestimmt nicht mehr …
      Wie dem auch sei … man hätte die Befragung für den Zeugen sicher angenehmer gestalten können, so die Auskunftsermittler von Dr. Mengele, eine Expertise über den Gesundheitszustand des Zeugen gehabt hätte … warum?
      Tote Zeugen sind nicht sehr kooperativ veranlagt … da kann man noch so sehr schreien, die hören einfach nicht zu … und von Antworten … möchte ich mal gar nicht anfangen!

      … auch schön zu lesen -> https://netzpolitik.org/2016/netzpolitischer-vergleich-der-wahlprogramme-zur-abgeordnetenhauswahl-berlin-2016/#comment-2062606 … der Kommentar enthält auch einen Link, in dem Klargestellt wird Zitat: „Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, sagte, es gebe keinen Grund, die heutige Gesetzeslage zur ärztlichen Schweigepflicht zu ändern. Diese sei in vier Paragrafen eindeutig geregelt. Schon heute müsse der Arzt, „wenn ihm konkrete Hinweise über eine Gefährdung für Leib und Leben anderer zur Kenntnis kommen, die Behörden informieren“. Auch der Vorsitzende des Virchowbundes, Dirk Heinrich, wies auf diese Rechtslage hin. „Die Vorschläge des Bundesinnenministers sind daher Populismus in Reinkultur“, sagte der Verbandschef der niedergelassenen Ärzte der „Rheinischen Post“.“

      Ein Schelm wer jetzt nicht an Folter denkt!

  9. Hm, ich bezweifle, dass „gefühlte Computer“ dazu beitragen können Datensicherheit zu erzeugen.
    Ich gehe davon aus, dass Fachleute fundierte Erfahrungen haben und qualifizierte Aussagen treffen können. Die emotionale Computerdebatte, kann ich über Handys führen, nach dem Motto welches Gerät kann ich besser bedienen. Inhaltlich habe ich keine Ahnung vom Betriebssystem und den technischen Funktionalitäten.
    Lieben Gruß SUSI

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