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Im Vorfeld zum Nationalen IT-Gipfel in Saarbrücken äußert sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Digitalisierung im Bildungswesen. In einem Video-Podcast gesteht sie ein, dass Veränderungen notwendig seien. So sollen zum Beispiel Schülerinnen und Schüler besser auf den veränderten Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Einsichtig zeigt sich Merkel dabei in Bezug auf die späte Reaktion der Bundesregierung.
Die Bundeskanzlerin zeigt sich von neuen Methoden des Lernens beeindruckt. Wenn sie über Massive Open Online Courses oder die Cloud spricht, klingt das folgendermaßen:
Ich glaube, das sind wichtige und interessante Dinge. Einmal diese offenen Kurse, in denen man sozusagen lernen kann; (…) Und was diese Cloud anbelangt, so halte ich das für eine sehr, sehr wichtige Angelegenheit, weil dann ja praktisch Zugriff auf das möglich ist, was heute schon an didaktischen und inhaltlichen Möglichkeiten da ist.
Die Fakten im Kopf
Digitalisierung schön und gut, aber Merkel erinnert daran, dass man „auch einige Fakten im Kopf haben“ muss. Daten ordnen und verarbeiten kann einem das Internet nicht abnehmen, so ihre Aussage. Auch Schreiben und Lesen soll weiterhin gelehrt werden. Wobei letzteres durch die Digitalisierung sowieso nicht bedroht ist.
Ob in Zukunft alle Schüler nur noch über das Internet unterrichtet werden, ist ohnehin fraglich. Oft verhindert die Haltung und mangelnde Kompetenz der Lehrenden einen Einsatz neuartiger Lernmethoden. Auch die Ausrüstung der Schulen spielt dabei eine Rolle. Inwieweit die geplanten fünf Milliarden Euro für die Ausstattung aller Schulen in Deutschland mit Computern und WLAN daran etwas ändern werden, bleibt abzuwarten.