Datenschutz

Marit Hansen soll neue Landesdatenschutzbeauftragte in Schleswig-Holstein werden

201506-marit-hansen-04Im vergangenen Sommer wollte der Landtag Schleswig-Holstein den Thilo Weichert vom Unabhängigen Landesdatenschutzzentrum Schleswig-Holstein zum dritten Mal wieder wählen. Das gelang aber nicht, weil aufgrund einer offensichtlichen Intrige eine Stimme aus der Koalition von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und SSW fehlte und die Piratenfraktion aus Verfahrenstechnischen Gründen nicht für ihn stimmen wollte. Weichert trat nicht wieder an, aber es dauerte jetzt ein Jahr, um eine Mehrheit für eine Nachfolgerin zu präsentieren: Marit Hansen.

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Aus ihrem Lebenslauf:

Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern von IPEN – Internet Privacy Engineering Network, das vom Europäischen Datenschutzbeauftragten koordiniert wird. Weiterhin ist sie für Deutschland an der Pan-European Personal Data Breach Exercise beteiligt, bei der zusammen mit dem Joint Research Centre Ispra und insgesamt sieben Datenschutzbehörden aus den europäischen Mitgliedstaaten grenzüberschreitende Meldungen von Datenschutzvorfällen erprobt werden. Zudem wird sie regelmäßig als Expertin von der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) engagiert, beispielsweise in der Ad-hoc Working Group Privacy & Technology oder bei der Erstellung der Studie Privacy and Data Protection by Design. Ihre Kompetenz wird von der Wirtschaft, von nationalen und internationalen Forschungsteams sowie europäischen Projektkonsortien nachgefragt.

SPD, Bündnis 90/Die Grünen, SSW und Piraten haben angekündigt, die derzeitige stellvertretende Leiterin des ULD als Nachfolgerin von Thilo Weichert zu wählen. Marit Hansen wäre zwar nicht die erste Frau als Landesdatenschutzbeauftragte, dafür wird sie aber die erste Informatikerin auf diesem Amt, was in der Regel an Juristen vergeben wird. Wir schätzen Marit Hansen für ihre Fachkompetenz und wünschen ihr viel Erfolg und alles Gute bei der Wahl und dann für ihre Amtszeit.

Was fehlt: Natürlich eine Wikipedia-Seite. Ihre letzte wurde selbstverständlich mangels vermeintlich fehlender Relevanz gelöscht, um Platz für anderes zu schaffen.

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5 Kommentare
  1. Sehr gut. Liebe Regierung, nehmt bitte Menschen in solche Positionen die auch das nötige Fachwissen mitbringen, also jene, die schon im Neuland leben. Danke und gutes Gelingen an Frau Hansen!
    … um das Altland mache ich mir keine Gedanken sondern um das Neuland – denn darin gedenke ich zu leben … (frei nach Albert Einstein)

  2. Also bitte! Der TOnfall hier. Gebt der Frau doch mal einen Hauch einer CHance. Wir wissen alle das die Datenschützer nix zu melden haben aber als Symbolfiguren sind sie dennoch unersetzlich. Sie können sich wundschreiben und trotzdem wird nie was draus werden. Aber wir haben dann wenigstens deren Meinung Schwarz auf Weiss. Das gibt Hoffnung das man mit seiner Denke eigentlich ja im Recht ist. Interessiert die Politik leider kein Stück… trotzdem viel Glück.

  3. Mein Eindruck ist das alle Kommentare inklusive des Ursprungskommentars der auf Sexismus basieren nichts anderes als Propaganda sind und von einer Person stammen. Gibt es dumme Itler? Die so dumm sind das eine sachbezogene Kritik zu einer Frau in ihrer Funktion als Datenschutzbeauftragte mit Sexismus beginnt. Julian Assange soll auch eine Frau vergewaltigt haben und wird schon seit zwei jahren in der englischen Botschaft gefangen gehalten, Aron Swartz hat sich das Leben genommen, Snowden bekommt nur in dem angeblich undemokratischen Russland Asyl in dem es aber komischerweise im Gegensatz zur USA keine Todesstrafe gibt. Ich habe noch keinen Sexismus von denen gehört sondern nur Enthüllungen!!! Zum Thema Sexismus weis man das es in der öffentlichen Diskussion aktuell Geheimdienstbasiert ist und aus US-Thinktanks kommt die dann irgendwelche Freakymultiplikatoren auf die deutschland sucht den Superstar, CSI, FBI, NavyCIS, Ramho, Arnold für Todsesstrafe gut informierte deutsche Springergesellschaft zusätzlich begeleitet durch transatlantische Talkdemagogie, losgelassen werden. Wie unglaubwürdig ale in dem bereich aktueller Sexismusdiskussion sind erkennt man daran das zwar von Frauen in Aufsichtsräten gesprochen wird was vieleicht 200 Frauen betrifft aber real Frauen im Niedriglohn beschäftigt sind oder junge schwangere Frauen auf die Straße Sanktioniert werden mittels Hartz4. Am rande diskutiert dann noch obendrein die Ethikommision darüber das Sex unter Geschwistern nicht mehr strafbar sein soll. Hnweis die meisten sexuellen Mishandlungen finden in der Familie statt auch unter Geschwistern und diese leute sollen nun straffrei ausgehen. Daran erkennt amn schon was die Sexismus Diskussion in Deutschland wirklich wert ist. Eben eine false Flag Aktionm.

    1. Hallo, Ich hoffe du meinst nicht meinen Post (der erste hier im Thread). Der ist nicht sexistisch gemeint. Ich bin froh, das eine Informatikerin – die den nötigen technischen Einblick in Datenschutzangelegenheiten mitbringt – gewählt wurde! Vielleicht hab ichs etwas komisch dort niedergeschrieben.
      Zum zweiten Post: Der ist unter aller Würde. Er schiebt eine Thematik in den Vordergrund, die beim Thema Datenschutzbeauftragte(r) nichts zu suchen hat. Hier kann ich dem Troller „ich weiß nicht so recht“ vielleicht einmal zwei Links anbieten:
      Wie hate speech das Netz Verändert – hier auf Netzpolitik.org
      https://netzpolitik.org/2015/wie-hate-speech-das-netz-veraendert-und-das-netz-hate-speech/
      und weiter die wirklich einfach zu lesende und zu verstehende Hacker-Ethik des CCC:
      http://www.ccc.de/de/hackerethik
      Dort vielleicht mal den Punkt 4 verinnerlichen.
      I Nukaits

      PS: Konzentrieren wir uns bitte auf das Wesentliche, und das wäre hier in dem Fall Datenschutzbeauftragte in unserem eigenen Interesse zu unterstützen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Parteibuch, Nationalität usw.

      1. Der ursprüngliche sexistische Kommentar wurde offensichtlich inzwischen samt anhängenden Antworten gelöscht. Vermutlich die beste Lösung, auch wenn hier nun etwas Verwirrung entstanden ist.

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