Datenschutz

Peter Schaar: Es war einmal der Datenschutz

Richard Gutjahr hat in seinem Blog unseren Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar ausführlich interviewt: Es war einmal der Datenschutz


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Welchen Wunsch haben Sie in diesem Zusammenhang an uns Journalisten?

Der Wunsch wäre natürlich, dass sich Journalisten weiterhin den Themen Privatsphären- und Datenschutz widmen und Missstände ans Tageslicht bringen. Den Medien, davon bin ich überzeugt, kommt hier eine wichtige Rolle zu. Schließlich hoffe ich, dass demokratische Gesellschaften im Unterschied zu autoritären Überwachungsstaaten die Chance nutzen, Fehlentwicklungen zu korrigieren. Diese Korrekturen unterbleiben aber, wenn die entscheidenden Informationen der Öffentlichkeit vorenthalten und nur im stillen Kämmerlein diskutiert werden. Das notwendige Umsteuern kann nur gelingen, wenn öffentlich und gegebenenfalls auch kontrovers diskutiert wird – Diskussionen, die auch von Journalisten initiiert werden können.

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7 Kommentare
  1. Journalisten, kannst vergessen und ein Ei drauf backen.

    Wer will schon wissen das #Mutti auf Anfrage nach ihrem Schlüssel, 22 Tage nach Fristablauf die 3. Erinnerung bekommen hat.

    Interessiert kein Arsch!

    1. Es ist wohl weniger ein Problem der Journalisten, sondern mehr eins der Verleger. Wenn man sich die AxelSpringer AG anguckt, dann würde ein besserer Datenschutz ihr Geschäftsmodel mit idealo.de beeinträchtigen. Die Verlage sind der Meinung, dass im digitalen Geschäft nunmal auch die Daten der Kunden eine Einnahmequelle sind.

      1. Dazu kommen noch die Förderer der befreundeten Dienste! Wenn ich die Begrifflichkeit von der höchsten Staatsrepräsentanz höre, bekomme ich das Kratzen im Rachenhintergrund und such schon mal vorsorglich nach dem Postversandbeutel.

        Spricht der Mensch in seiner Rede in einem Satz von: „So sollte der Datenschutz für den Erhalt der Privatsphäre so wichtig werden wie Umweltschutz für den Erhalt der Lebensgrundlagen.“ meint man Toll, guter Gedanke, zwei Sätze weiter heißt es: …. was muss ein freiheitlicher(?wtf) Staat im Geheimen tun, um seine Bürger durch Nachrichtendienste zu schützen? und das von einem „Freiheitskämpfer“!

        Die ober über Volksverarschung oder BBB (Big Bullshit Bingo) vom Besten.

        Der gehört auch zu der gleichen Sorte Mäuse. Wie #Mutti hat er auf die Anfrage nach dem öffentlichen PGP-Schlüssel erst nach 1 Mon. und 11 Tagen reagiert. Im Ergebnis: Datenschutz ist nicht! Verschlüsseln nicht erforderlich! Vielleicht später, Mitte 2014, vielleicht, wenn die Bundesregierung einführen sollte!

        Bis dahin kann er noch viel Reden. Über die Qualität – Schweigen.

      2. Sorry, um Mistverständnissen vorzubeugen eine Klarstellung.

        Der zweite zitierte Satz ist eine Frage in einem ganzen Fragenbündel, die letztlich nicht beantwortet werden. Das wurde in meiner Meinungsäußerung durchaus berücksichtigt. Nur mit Fragen stellen ist es nicht getan. Es werden Antworten gebraucht. Zum anderen bilden die Fragen, wie oben angegeben, tendenziell nicht die Wirklichkeit ab sondern enthalten entsprechend manipulative Anteile. Das steht einem Freiheits-kämpfer nicht gut zu Gesicht. Hier erwarte ich von einem Bundespräsidenten eine klare Menschenrechts konforme Ansage. Keine Aufzählung von Fragen.

        Dieses wurde, um zum Ausgangspunkt zurück zu kommen, von kaum einem Journalisten in der notwendigen Weise kritisch bearbeitet oder nennenswert erwähnt. Kein Interesse, die Masse macht es.

        Das gilt in der gleichen Weise für der Datenschutz. Welchen Journalist interessiert Datenschutz wirklich. Kaum einen. Alles Lariefarie. Das ist im übrigen recht leicht zu belegen. Man braucht sich nur die Kontaktdaten der Journalisten anzusehen. Wer einen PGP-Schlüssel zur Verschlüsselten Kommunikation sucht hat, wenn er einen findet, die Ringeltaube geschossen oder ist beim Cicero, bei P. Sorge gelandet.

        Was ist mit Datenschutz bei der Bundesregierung? Große Fehlanzeige!

        Der BIM ist zwar in der Lage vom Bürger Verschlüsselung als Ersatz für staatlichen Schutz zu fordern, aber er stellt dazu nicht die notwendigen Voraussetzungen bereit!

        Scheiße ist mit: Der Bürger muss verschlüsseln! Wie denn Herr Dr. jur. Friedrich? Wie denn Verschlüsseln ohne Schlüssel?

        .... und die Anfragen nach "Öffentlicher Schlüssel" werden durch Behördenwillkür verzögert. Es ist traurig was da abgeht. Da soll ein, man lasse sich das ganz langsam auf der Zunge zergehen, öffentlicher Schlüssel, ein elektronisches Dokument, mit der Post versendet werden, um den amtlichen Zustellungserfordernissen gerecht zu werden. WTF!

        Wer war es und wo? Na wer wohl? Klar, im Bundesinnenministerium.

        Da ist weit und breit kein Journalist am Ball oder zu sehen. So ist die Bemerkung von oben zu verstehen.

  2. wozu eigentlich noch datenschutz etc. die herrschenden herrschaften machen doch eh was sie wollen, und das nach belieben. BVerfG-urteile?na und…..pfeifen wir mal drauf.

    wird eh abgeschafft wenn die grosse kollision kommt, dafür wird der überwachungsapparat weiter ausgebaut. die kohle für schaar kann man besser verwenden.

  3. Zumindest die privaten Medien sind in Deutschland nahezu ausschließlich werbefinanziert (ausnahmen bestätigen die Regel). Von dieser Seite besteht keinerlei Interesse an einem besseren Datenschutz.

  4. Naja also viel Einsatz scheint der Typ ja nicht zu zeigen. Die Antworten eher objektiv und auf keinen Fall strikt gegen die Justiz oder Nachrichtendienste etc. Mann wir brauchen einen richtigen Nerd für den Posten der richtig gut mit IT bewandert ist und auch was von Recht und Gesetz kapiert UND da auch richtig für fightet und Titten aufm Tisch legt dass sich da was tut. Alle Behörden nerven und alles einfordern dies das jenes alles ! DANN würde sich VIELLEICHT auch mal was tun aber lamentieren und debattieren das ist Rentner Style damit kommt man nicht weidah …

    http://gutjahr.biz/2013/10/peter-schaar/

    Im Übrigen fordere ich mehr Anarchismus und Zorn gegenüber solche Behörden und Leuten wie BND & Co. damit da gleich von Anfang an klare Grenzen gesetzt werden

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