Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff ist schon mehrmals durch ihre klaren Standpunkte und ihr aktives Handeln in Sachen Netzneutralität, Überwachung und Co. aufgefallen. Sei es durch einen Internet-Grundrechte-Katalog, klare Worte gegen die Überwachung durch die USA und Pläne, sich mit eigener Infrastruktur unabhängiger von den USA zu machen.
Auch die Pläne, einen nationalen Mailservice anzubieten, sind keine Neuigkeit. Da ein solches Vorhaben aber einige Zeit benötigen wird, gibt es nun Ziele für einen konkreten Zwischenschritt. Dilma Rousseff twitterte am Sonntag:
Ich habe Serpo [Brasiliens größtes öffentliches IT-Unternehmen] beauftragt, ein sicheres E‑Mail-System in der gesamten Verwaltung einzuführen.
— Dilma Rousseff (@dilmabr) October 13, 2013
Das heißt konkret, dass bis Mitte des nächsten Jahres die Kommunikation innerhalb der Regierung mit einem sicher verschlüsselten, nationalen System passieren soll. Ein konkreter Zeitplan für ein Äquivalent für die allgemeine Bevölkerung liegt noch nicht vor.
Es ist interessant, was von brasilianischer Seite auch in Zukunft in Sachen Internet zu erwarten sein wird. Ein internationales Treffen von Regierungen, Industrie, Zivilgesellschaft und der akademischen Welt zum Thema Internet Governance im April 2014 ist bereits angekündigt.