Netzpolitik

Abschaffung der Flatrate: Vodafone folgt der Deutschen Telekom (Update)

Heute hat die Deutsche Telekom offiziell die Gerüchte bestätigt, dass ab Mai die Flatrates in den kommenden Verträgen abgeschafft werden. Wir hatten bereits die Information, dass die Deutsche Telekom in Verhandlungen mit anderen Marktteilnehmern steht, um nicht alleine diesen Schritt zu gehen. Wir haben aus einer verlässlichen Quelle die Information erhalten, dass Vodafone demnächst denselben Schritt gehen wird.

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Auch das hatten wir schon länger vermutet. Vodafone hat vor einiger Zeit den DSL-Anbieter Arcor aufgekauft und spielte bereits zwischen den Zeilen mit diesem Gedanken. Wir wetten: Vodafone wird einer der nächsten größeren Anbieter sein, der der Deutschen Telekom bei diesem Schritt folgen wird, Deutschland wieder mit Drossel-Verträgen zurück in die 90er Jahre zu bringen. Wer kommt als nächstes?!

Die Netzneutralität ist in Deutschland noch nie so stark in Gefahr gewesen. Die Bundesregierung muss jetzt handeln und ein Echtes Netz sichern.

Update: Der Fairness halber sei auf ein halbherziges Dementi von Vodafone verwiesen. Die Betonung liegt auf „Aktuell“ und sonst klingt das genauso glaubwürdig wie das Dementi der Deutschen Telekom vor wenigen Wochen. Und wir finden unsere Quelle glaubwürdiger.

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94 Kommentare
  1. Lese eigentlich recht gerne die Beiträge auf netzpolitik.org – aber jetzt gerade, wo der Hype auf Twitter und in der deutschen Bloggerszene wieder leicht abflacht so eine Headline in den Raum zu werfen, ohne konkrete Beweise zu haben – kein guter Stil.

  2. „Aus einer verlässlichen Quelle“ ist aber noch kein Faktum, oder? Vielleicht ist etwas mehr Konjunktiv im Titel angebracht, ehe es eine offizielle Verlautbarung dazu von Vodafone gibt.

    1. Vodafone war schon immer mit Sperren und Filtern aller Art, sowie mit schlechtem Service, ganz vorne mit dabei – in England auch mit DPI. Wieso sollten sie ausgerechnet hier und jetzt nicht mit dabei sein? Außerdem ist davon auszugehen, daß der Informant geschützt werden muß.

      1. Es kann gut und gerne sein das Vodafone ebenfalls drosselt und das man ebenfalls davon ausgehen kann. Auch das die Quelle verläslich ist.

        Trotzdem wird aus einer Vermutung noch immer keine Tatsache. Wenn Vodafone es noch nicht offiziel bestätigt hat sollte man sich solche reiserischen überschrifften sparen.

        Ansonsten kann ich auch gleich anfangen die Bild Zeitung zu lesen.

  3. Besim hat völlig Recht – die Headline scheint Fakten zu nennen, danach folgen nur (wenn auch naheliegende) Vermutungen. Quellen werden ja nicht genannt, nur erwähnt… Und dann dieser scheinbare Zusammenhang “ Die Bundesregierung muss jetzt handeln und ein Echtes Netz sichern.“ und dann direkt der Spendenaufruf – jaja…

  4. „ir hatten bereits die Information, dass die Deutsche Telekom in Verhandlungen mit anderen Marktteilnehmern steht, um nicht alleine diesen Schritt zu gehen.“

    Könnt Ihr das belegen? Das wäre ganz einfach eine Kartêllblidung.

  5. Was hat bitte eine Drosselung mit Netzneutralität zu tun? Richitg, genau gar nichts. Ich finde es nicht gut, dass Themen, die eigentlich nichts mit der Netzneutralität zu tun haben, für solche Schlachtzüge missbraucht werden.

    Wenn die Netzneutralität wirklich angegriffen wird ist es Zeit sich dagegen zu wehren. Aber nicht, wenn ein Thema eigentlich nichts damit zu tun hat.

    1. Es gibt schon einen Zusammenhang, wenn etwa die Telekom eigene Angebote wie Entertain ausnimmt, dafür andere wie YouTube & Co. drastisch drosselt… Da kann man dann wirklich nicht mehr von Netzneutralitär reden…

    2. Die Telekom reagiert gerade auf die Netzneutralität mit einem lauten Nein. NN ist recht kompliziert, aber die Richtung der dt. Telekom ist doch deutlich: Konsument bleibt Konsument und Anbieter bleibt Anbieter. Zahlen tut immer der Konsument und zwar beides und am besten doppelt für weniger.

  6. Schön wäre es gewesen, wenn der Titel grammatikalisch korrekt gewesen wäre. Es hätte heißen müssen „Vodafone folgt der deutschen Telekom“ oder „Vodafone folgt Deutsche[r] Telekom“

    1. Wie, es gibt ein im Grundgesetz verankertes Grundrecht für die Gleichbehandlung von Bits? Welches Recht von Verfassungsrang wird denn hier von der Telekom verletzt?
      Ich fürchte, weiter als bis zum Portier in Karlsruhe wird man mit dieser Klage nicht kommen.
      Die Krux ist ja gerade, daß es kein Gesetz gibt, daß die Netzneutralität rechtlich sichert. Deswegen ist eine Klage wegen was auch immer derzeit aussichtslos.

      1. Die Telekom behindert damit auch Konkurrenten – denn während das hauseigene Entertain nicht mit in das Datenvolumen eingerechnet wird, würden Angebote von Sky per view, Maxdome, Lovefilm, etc. mit in das Datenvolumen einfließen.
        D.h. wenn sich jemand HD Filme bei einem Wettbewerber anschaut, rauscht er erstklassig in die Datenbremse oder er zahlt der Telekom zusätzlichen Wegezoll…

      2. Sky war leider ein schlechtes Beispiel. Die Zusammenarbeit mit Sky nimmt grad konkrete Formen an, da die Telekom mit Liga Total gerade die Rechte an den Bundesligaübertragungen über IPTV an Sky verloren hat ab der BuLi-Saison 2013/2014. Die BuLi über Entertain wird in Zukunft von Sky kommen und alle weiteren Sky-Dienste werden wohl auch bald über Entertain buchbar sein.

  7. Diese Tricks habt ihr doch gar nicht nötig. Nur die BILD titelt so absichtlich unsauber und korrigiert sich dann im Text.
    Zur Sache: Ich finde es braucht ein Verbrauchersiegel „Echtes Internet“, welches den Kunden die Möglichkeit gibt, gedrosselte und gefilterte Angebote vom Echten Internet zu unterscheiden.

    1. Das Thema NN ist als Thema sehr unhandlich. Ich denke, die NP’ler versuchen klare Feindbilder zu schaffen. Etwas unfair, macht aber Sinn, damit die Leute erst einmal anfangen zu lesen. Klappt ja bei der BILD auch prima, nur nachher kommt meist nicht mehr viel. Hoffe, dass es hier besser klappt :)

      1. Letztendlich befürchte ich das eine Menge DSL Anbieter deckeln und drosseln werden, wenn die Telekom damit durchkommt. Bringt mehr Geld bei weniger Kosten und man kann mehr Angebote machen …

  8. die telekom steht in verbindung mit anderen marktteilnehmern, um den schritt nicht allein zu gehen?

    ist das nicht eine kartellbildung??

    tja und das ist dann auch quasi ein eingeständnis, dass der schritt müll ist! zum glück war ich nie bei der telekom und werde auch niemals kunde bei denen!

  9. Ich finde es gut, Front zu machen. Die Überschrift ist ein probates Mittel in dem Fall.

    Habt ihr Vodafon bescheid gesagt, dass die euch abmahnen können, wenn sie denn wollen sollten?

    1. Wenn die wirklich eine verlässliche Quelle haben sollten, dann wird VF wohl kaum abmahnen. Das wäre ja, als würde ein Einbrecher gegen einen Hausbesitzer klagen, weil der sich beim Einbrechen den Ellenbogen blutig gestoßen hat.

  10. Dass hier außer der Tatsache, dass die Telekom drosselt, nur Befürchtungen genannt werden, scheint den wenigsten aufzufallen… Und dass man sich über so unwichtige Dinge wie Grammatik im Titel, der obendrein noch Fehlerfrei ist, denn „Deutsche Telekom“ ist ein Eigenname, beschwert, ist unnötig. Immerhin muss man sich wirklich gößere Sorgen machen, wenn die sog. „zuverlässige Quelle“ stimmt.
    Den Providern gehts absolut nur um Cash. Und da heutzutage Viele einen hohen Datenverbrauch haben, wollen die damit natürlich Geld abgreifen und die Nutzer abzocken nach Strich und Faden…

  11. warum gibt es hier denn eigentlich keine regelung, dass man nur mit sowas wie mindestbandbreite werben darf. schon vor diesem ganzen bandbreitenbegrenzungsmist gab/gibt es immernoch das problem, dass die versprochenen bandbreiten niemals eingehalten werden (können). getränkehersteller gola/bebsi darf ja auch nicht einfach seine 0,5 liter flaschen als 1,0* liter flaschen verkaufen mit dem hinweis im kleingedruckten, dass es aus technischen gründen nicht garantiert werden kann, dass man auch wirklich einen liter bekommt. ich fordere eine aktion eIchstrich (großes i)

  12. Sorry, aber, die Netzneutralität ist nicht in Gefahr, sie ist im Arsch!
    Tut doch nicht so ob man da noch groß was machen könnte.

    Erinnert ihr euch noch? Damals kamen sie mit den großen Märkten auf der grünen Wiese mit sensationell günstigen Preisen, Massa und wie sie alle hießen. Später, als die kleinen Geschäfte aus den Orten und Städten verschwunden waren begannen sie Ihr „uptrading“ alles wurde schöner, bunter und teurer!

    Genau das passiert heute mit den Providern und was die Neutralität angeht wird da doch schon länger geschraubt und kaum einen regt’s auf, oder? Nene, wenn da nicht noch irgendeine gute Möglichkeit besteht über die Bundesnetzagentur das Rad zurückzudrehen dann ist der Damm jetzt gebrochen, und die Netzbewohner werden künftig zur Kasse gebenten, so einfach ist das.

    lg,

    Bernie

  13. Das 1. mal, seit Monaten, dass ich mich wieder auf diesen Drecksblog verirre. Und es ist wie damals. Hirngepinste, reisserische Überschriften, substanzloser „Inhalt“.

  14. Lustig,
    wie sich hier manche über die Überschrift aufregen. Vermutlich weil sie nicht verstehen, dass Vodafone selbstverständlich dem Modell der Telekom folgen wird, wenn es erfolgreich ist:
    http://unkreativ.net/wordpress/?p=15534

    Und witziger Weise kann niemand derjenigen die hier herum schreien schlüssig belegen, warum Vodafone es nicht machen sollte. Wie auch, ein Blick auf den Handymarkt genügt.

    1. Ich melde mich zwar hier nie zu Wort, aber da muss ich einfach mal widersprechen. Du verlinkst einen Blog, der auf den Netzpolitik.org Artikel hier Bezug nimmt und erläutert, warum es sehr wahrscheinlich ist, dass Vodafone (und andere Provider) der Telekom folgen werden.

      Aber: Es gibt doch noch keine öffentliche Quelle, dass es tatsächlich so ist. Ich stimme Dir zu und glaube auch, dass es so werden wird, aber wenn wir hier auf einem Blog sind, der journalistische Ansprüche für sich festlegt und gerade auch mit diesen Begründungen versucht Geld zu sammeln, hat eine solche Bildzeitungsüberschrift meiner Meinung nach hier einfach nichts zu suchen.
      Dafür gibt es doch den Konjunktiv. Und alles wäre ok gewesen!

  15. Ich kann im Augenblick eigentlich nicht sehen, wo die Ankündigung der DT eine Verletzung der Netzneutralität belegt.

    Entertain ist Fernsehen. VoIP ist Telefonie. Internet ist Internet. Wenn ein Kabelnetzbetreiber eine Volumenbegrenzung für sein Internetangebot einführen würde, müsste er dann das Fernsehprogramm blockieren, wenn der Anschlussinhaber sein Internet-Volumen aufgebraucht hat?

    Wenn die Telekom eigene Cloud-Dienste von der Drossel ausnehmen wird, dann ist das natürlich etwas anderes. Aber dafür gibt es zur Zeit ja keine Belege, oder?

    1. Entertain ist TV over IP, Telefonie ist Voice over IP, Internet ist (Protokoll hier einfügen) over IP. Es gibt zwar noch die alten Verteilnetze wie Rundfunk, tatsächlich spielt sich aber immer mehr „over IP“ ab.

      1. Ja, das ist doch das Problem. Es geht um die Internet-Drossel, nicht um die IP-Drossel. Jetzt könnte man argumentieren, dass es unfair ist, wenn ich unendlich HD-Fernsehen haben kann, aber nicht unendlich viel Multimedia übers Netz. Das hängt jedoch von der Formulierung der Verträge ab…

  16. Klar, das ist das wichtigste grad überhaupt – sich einen Tag nach der defacto-Abschaffung der NN über eine Schlagzeile bei Netzpolitk mokieren, das Grammatik-Fehlerchen vorhanden sind und die Quelle nicht genannt wird. Ich für meinen Teil bin dankbar, das es Leute wie Markus gibt, die im Gegensatz zu den meisten hier eines sind, nämlich aktiv. Leute, kommt mal von eurer bornierten Haltung runter und kümmert euch um die wichtigen Dinge!

    1. Also alleine die Formulierung „Unitymedia KabelBW drosselt die Internetanschlüsse seiner Kunden aktuell nicht.“ lässt mich nicht von Unitymedia überzeugen. Da steht zwischen den Zeilen: Kommen Sie zu uns, wir drosseln erst demnächst.

      1. Und jetzt?

        Ich würde mir von euch wünschen, dass ihr mehr Lösungsansätze anbietet:
        Beschwerdestellen aufzeigen, andere Anbieter nennen, die aktuell nicht drosseln etc.

        Zu sagen, dass auch Kabel BW drosselt und dass ggf. alle anderen nachziehen hilft den Ohnmachtsgefühlen kein bisschen…

  17. Bettel-Blog, Drecksblog, BILD…
    Wunderbar, dass ihr euch trotzdem noch erbarmt dies mitzuteilen. Nun mag die Überschrift nicht 100%ig sein, dennoch scheint sie nicht vollauf erlogen zu sein.
    Aber hauptsache man basht auf die Leute ein. Lasst den Blog ruhig sterben. Gibt ja genug andere, die sich mit dem gleichen Thema so beschäftigen…nicht.
    Lebt weiter von Luft und Liebe…und beendet die Schule.

    1. @Keldo: Ja, das Vodafone-Dementi ist genauso glaubwürdig wie das Dementi der Telekom vor wenigen Wochen. Und zu sagen, es gäbe keine Pläne dürfte schlichtweg falsch sein, alleine von der Vodafone-Spitze gab es in den letzten Jahren genug öffentliche Aussagen, die zumindest belegen, dass darüber nachgedacht wird aka Pläne gemacht werden.

      1. Die journalistische Arbeitsweise, die hier an den Tag gelegt wird, ist auch dann noch unseriös, wenn sich eine der wilden Verschwörungstheorien im Nachhinein mal zufällig als richtig herausstellen sollte. Die Prophezeiungen des Nostradamus waren schließlich auch nicht alle falsch.

      2. Wieso Verschwörungstheorien? Laut Netzpolitik haben sie ja eine verlässliche Quelle. Wäre ich diese, ich würde natürlich nicht öffentlich genannt werden wollen. Schaun wer mal…

  18. Nur noch mal der Vollständigkeit halber: Vodafone drosselt heute bereits und zwar die LTE-Zuhause Tarife. Bei 22MBit-„Anschluss“ ist nach 15GB die Drossel aktiv, bei 50MBit entsprechend weiter oben.

    Und weil Vodafone LTE für den Heimbereich intensiver als DSL vermarktet, ist der Pfad hier vorgegeben. Und, Überraschung, es gibt auch IP-Content vom roten V. Fernsehen, Telefonie, etc.
    Und nun verwette ich meinen alten LTE-Router, daß dieser Content von der Drossel ausgenommen wird.

    Bonjour Voilàfone.

  19. Vodafone hat irgendwann mal geäußert, dass man zukünftig mehr auf LTE und weniger auf DSL setzen wolle. Damals klang es so, als wolle man die DSL-Sparte regelrecht sterben lassen und nur noch in LTE investieren. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass die Telekom es hier Vodafone leicht macht, diesem Pfad zu folgen.

  20. Die anderen Provider werden ohnehin mitziehen. Und dann wird die Mehrheit der User ihren Provider zukünftig anhand der Partnerschaften aussuchen. Die Telekom bietet dann z.B. ihr Entertain- und iTunes-Traffic kostenlos inklusive an. Vodafone dagegen Skype und Youtube. Außerdem hat man die Möglichkeit zusätzliches Volumen in Form von „Spotify-Flatrate +10.- Euro“ zu buchen.

    Es geht gar nicht wirklich um Netzwerktraffic, sondern um Kundenbindung und Schaffung zusätzlicher Einnahmequellen. Aus dem Grund traut die Telekom sich das vermutlich auch, denn wenn alle anderen nicht mitmachen würden, dann würde die Telekom massig Kunden verlieren. Die Telekom scheint aber bereits gute Partner zu haben (ich vermute Apple, wie auch schon mit dem iPhone), weshalb sie sich ihrer Sache ziemlich sicher scheinen.

  21. Diese Pedanterie ist so widerwärtig typisch-kleingeistig, man ist beinahe versucht es als typisch-deutsch zu charakterisieren!

    Anstatt dass man die offenkundig rechtswidrige Situation einer Kartellbildung und deren weitreichende Implikationen beklagt und thematisiert, wird sich hier in grammatikalischen / orthographischen Korrekturen ergangen…

    1. Wenn ich ein (sehr gieriger) Unternehmer wäre, der tatsächlich möchte so wenig Leistung wie möglich zu erbringen zum hösten möglichen Preis (was mir nur möglich wäre, wenn ich entweder ein Monopol durchführen oder mit den so genannten „Konkurrierenden“ Geschäftspläne koordinieren würde[Kartellbilding] oder beide), würde ich es lieben, solche konstenlose Agenten zu haben, die jedes mal, wenn jemand meine (dreckige) Trickse öffentlich kritisiert, wie tollwütige Hunde auf den Autor springen und seine Themen durch aller Arten außer inhaltbezogene Angriffe beschmutzen.

      Ahhh… ist dieser Selbsverteidigungmechanismus der Konservativen nicht faszinierend? Schon wenn ich mir dies vorstelle, denke ich daran, wie unnötig wäre es, ins Land zu fahren, um im Stall gesperrte, weiße, unschuldige Schafe zu sehen.

  22. Ich sehe es schon kommen. Irgendwann werden wir alle nur noch 350-kb-Internet haben, es sei denn, wir blechen ordentlich. Und an all die Leute, die das Um-Geld-Betteln beklagen: Seid ihr blind? Denkt ihr, eine Internetseite wie netzpolitik.org kann ohne Geld überleben? Also, echt…

  23. Wieso werft ihr Markus hier schlechten Journalismus vor! Es sind vielleicht Vermutungen, aber schaut euch doch mal das kleingedruckte der Provider an, dort nehmen die sich schon seit Jahren das Recht raus die Leitung zu drosseln wenn man ein bestimmtes Downloadkontingent erreicht hat. Die Deutsche Telekom ist nur der erste, der es offen in die Verträge schreibt!

    1. Dann sollen sie aber auch gefälligst die Bezeichnung „Flatrate“ weglassen, alles andere ist Betrug. Wäre ein Fall für den Verbraucherschutz, aber dieser ist – wie der Datenschutz-Futzi – auch nur ein zahnloser Tiger. Manchmal kommt’s mir so vor, als wäre DE nach dem WW2 von der „Elite“ zur Mastsau getrimmt worden.Diese großkopferten Trottel bei der T-doof verschwenden unmengen an Kohle in anderen Ländern und die Verluste gleicht man dann Daheim wieder aus. Dieser Drecksverein gehört wieder verstaatlicht, genau wie die Energieversorgung! Nur meine Meinung…

      Nun ja, auf dass die T-doof massiv Kunden dadurch verliert, cheers!

      1. Also, soweit ich weiss, sind alle mobilen Flatrate-Tarife volumenbegrenzt. Ich seh das auch als Betrug an, aber keiner schert sich darum.
        /Ironie on/ Wahrscheinlich haben wir in einigen Jahren flächendeckend 100 MB Internetanschlüsse, die dann leider nach einer Stunde gedrosselt werden, weil das Volumen überschritten wurde. /Ironie off/
        Irgendwie versteh ich nicht, wofür Glasfaser verlegt wird, um schnelles Internet anzubieten, alle Welt über den Content redet, der mittels flächendeckendem Breitband per Festnetz oder mobil benutz werden kann, aber dann wohl nicht mehr bezahlbar ist…
        Mittlerweile gibt es in einigen EU Ländern Gesetze für den erhalt von Netzneutralität, nur in Deutschland ist es kaum ein Thema und ganz sicher nicht für die Parteien. Sind nicht bald wieder Wahlen in unserem Land? Es wird Zeit, dass der Gesetzgeber in dieser Richtung Druck von Unten bekommt!

  24. Netzpolitik sollte schon was Handfestes vorliegen haben haben.

    Eine Beschränkung des Datenvolumens bei anderen ist aber absehbar. Wer mehr will, muß zahlen. Das ist unsere Marktwirtschaft. Der Stein rollt.

    Da fällt mir wieder ein: Den weltweiten Kurzwellenrundfunk könne man ruhig einstellen ist die Meinung der Politik. Alles gibts im Netz. Aber nicht überall und nicht so günstig und auch dann schön gefiltert. Eben nicht für jeden. Das szeht aber auf einem anderen Blatt.

    Klaus

  25. „Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung, auch um weiterhin einen Full- RSS-Feed anbieten zu können.“ … Ihr fordert finanzielle Unterstützung, um weiterhin volle Leistung bieten zu können? Und wenn nicht?

    1. Genau, Netzpolitik ist genauso Hitler wie die Telekom. Ich werde zur Konkurrenz wechseln, wo ich für meinen monatlichen Beitrag einen Full-RSS bekomme!

  26. Was ich nicht verstehe: Wenn die größten Markteilnehmer nach Verhandlung gleichzeitig die Preise erhöhen, gibt es Gerichtsverfahren wegen Kartellbildung und Preisabsprachen. Warum ist das nicht der Fall, wenn die größten Marktteilnehmer gleichzeitig die Leistung reduzieren wollen?

  27. Die Drosselung ist notwendig und auch nicht das Thema Volumen kann hinzugekauft werden außerdem: Schaut bitte mal nach 1&1 die machen es genauso bieten aber zu höheren Preisen Flats ohne Begrenzung an. Viel schlimmer ist die Verletzung der Netzneutralität. An die Geizhälse der Nation sei gesagt: Das Volument steigt und steigt und die Technik muss auch bezahlt werden eben so der Ausbau! Geiz ist geil ist vorbei!

    1. Wo ist die Drosslung notwendig das behauptet die Deutsche Telekom nur weil die, die Subventionen die sie seit jahren durch die EU und in form von Steuerermäßigungen für den Netzausbau bekommen nicht für den Netzausbau benutzt haben!

    2. Die Flats kamen von den Anbietern selber, das jetzt den Verbrauchern vorzuwerfen ist billig. Die Deutsche Telekom wird, nach dem was man weiß, nicht mal gegen Aufpreis eine echte Flat mehr anbieten, das ist Steinzeit und muss andere Gründe als BWliche haben. Im übrigen braucht man sich über hohes Volumen nicht aufregen, wenn man im Marktkampf 100MBit anbiete und sich nicht darüber beschweren, wenn man die dann auch nutzt.

    3. So: die Telekom ist, deiner Meinung nach, nicht in der Lage wie jedes normales Unternehmen auf DER WELT durch erzielten Gewinn, in bessere, modernere Infrastruktur zu investieren und daher ist es nötig ein solches Unternehmen auf Kosten der Kunden zusätzlich zu unterstützen, indem man technisch und technologisch Rückschritte anstatt Fortschritte fordert.

      Ich würde dieses Modell nicht verstehen, falls es hier sich nicht um ein extrem priviligiertes Unternehmen drehen würde.

      1. [Mein Kommentar bezieht sich auf den von Dieter Kronchen geschriebenen Satz: „Die Drosselung ist notwendig und auch nicht das Thema Volumen kann hinzugekauft werden…“ ]

  28. Ich kann die Entscheidung vom Unternehmen nachvollziehen, wenn man versuchen würde, die oberen 5% mehr an den Kosten zu beteiligen – es gibt ja User, die sind weit über 500GB Traffic im Monat.

  29. Die Verletzung der Netzneutralität sehe ich durchaus. Es ist technisch vollkommen irrelevant, ob ein IP-Videostream von einer IPTV-Settop-Box oder einem Rechner empfangen wird, ebenso, ob ein herkömmliches Telefon an ein VoIP-fähiges DSL-Modem angeschlossen oder SIP/Skype/o.ä. benutzt wird. Die anfallende Datenmenge ist in allen Fällen ebenso identisch wie die Übertragungstechnologie.

    Der Vergleich mit herkömmlichem Fernsehen im Kabelnetz ist denkbar unpassend. Dabei handelt es sich um Broadcasts, die unabhängig davon, ob ein bestimmter Benutzer sie empfängt, im Kabelnetz verbreitet werden. Ein Benutzer, der einen DVB-C-Tuner anmacht, verursacht keine zusätzliche Last im Netz, ganz im Gegensatz zu einem Nutzer (er empfängt nur den Stream, der sowieso bereits ankommt), der seine IPTV-Settop-Box einschaltet.

    Bei Telefon und VoIP gilt dasselbe: Klassische Telefongespräche nutzen im Telefonnetz andere Übertragungsfrequenzen als DSL, ganz anders VoIP.

    Netzneutralität bedeutet: Alle IP-Pakete, oder generell alle Pakete, die über die DSL-/DOCSIS-Leitung gehen, müssen gleich behandelt (abgerechnet und priorisiert) werden, eine eventuelle Priorisierung darf ausschliesslich vom Kunden selbst ausgehen (ich benutze selbst auch QoS, aber ich will selbst festlegen können, welchen Traffic ich wie priorisiere). Ansonsten meldet sich die Telekom in einigen Monaten bei Google und bietet an, auch YouTube von der Abrechnung auszunehmen, wenn sie den Betrag $x pro TB an Traffic zahlen…

  30. Ich möchte hier mal einen ganz anderen Aspekt erwähnen, der bislang überhaupt keine Rolle spielte in den Kommentaren: Die Werbung für die Datenspeicherung in der Cloud nimmt immer mehr zu – aktuell (25.4.2013) .wirbt die Telekom für einen Cloud-Zugang mit Speicherplatz für 1 GB für Mails und 25 GB für Daten, Videos etc (http://www.telekom.de/telekomcloud/produktvergleich). Wie passt so was dann mit den Drosselungen zusammen? Wie kann man einerseits für einen Online-Speicher werben, andererseits den Speed beschränken? Wie heißt es auf der Telekom-Seite wörtlich: „Für noch mehr Platz und Komfort können sich Internet- und Entertain-Kunden der Telekom einfach für Mail & Cloud M oder L entscheiden.“ Ah ja, die Netztneutralität bleibt so ja auch gewährleistet….

  31. Naja, wenn Vodafone sagt, dass man aktuell keine Pläne habe DSL-Anschlüsse zu drosseln ist das zwar formal korrekt, aber trotzdem nur die halbe Wahrheit.
    Wie schon länger bekannt (http://www.teltarif.de/vodafone-technik-festnetz-lte-mobilfunk/news/43024.html), möchte Vodafone neue (Festnetz-) Kunden über LTE versorgen, auch Bestandskunden sollen nach Möglichkeit auf LTE migriert werden.

    Vor dem Hintergrund würde mich ein Statement von Vodafone zum Projekt „PPM_67247 – Throttling and Speedbuckets for LTE Zuhause & TV“ interessieren. Projektziele:
    „[…]
    1. Preserve LTE network
    resources by throttling of heavy users.
    2. Limit data usage of LTE Zuhause customers by implementing throttling to 384 kbits for heavy users.
    3. Earn money from heavy users by selling LTE Zuhause FN package upselling/ speed buckets. […]“

    „Go-Live“ ist übrigens kommende Woche…

  32. Sehr witzig. Vodfone drosselt doch schon seit Mitte letzten Jahres abhängig vom Datenverkehr des Monats.

    Immerhin finde ich hier noch die Nachricht, dass das demnächst kommt, überall sonst lese ich nur plumpe Lügen darüber.

  33. Hallo habe bei vodafone dsl 16000 habe heute einen anruf bekommen von der Hotline das ab dem 1.10.2013 eine volumenbekrenzung eingefürt wird für alle .? stimmt das ?

  34. wenn es wirklich bei jeden anbieter drossel kommt werde ich kein festnetz und internet anschluss zuhause mehr haben.
    ich finanziere / miete das netz nicht für eine drosselung…

    emails oder andere kleinigkeiten z.b surfen ( artikel lesen, shopping ) mache ich dann über mein mobilfunk vertag.

    ( bedeutet für mich keine ausgaben mehr für gaming pc mehr zb für online spiele, lovefilm- online mediathek filme anzuschauen…. kein playstation 4 usw…)

    für mich keine online unterhaltung mehr aber spielt keine rolle kann mich mit anderen sachen auch beschäftigen…

    für die drosselung und diversen anbieter online nur noch ein minus geschäfft…
    seit schlau verzichtet auf die drosselung festnetz und internet wenn es kommen sollte. wenn fast jeder darauf verzichtet werden sie auf die drosselung zurück ziehen und noch mit günstigen angeboten ankommen wie zuvor um neukunden wieder gewinnen zukönnen…

  35. voafone drosselt dsl 16000 schon seit mindestens anfang 2013. hab seit jahren einen dsl 16.000-anschluss und kriege seit jahresanfang nur knapp 3.000. da nuetzen reconnects nichts und auch fruehmorgens zw 4 und 7 bleibt es bei der drosselung. aber schon klar dass zur zeit seitens vodafone alles getan wird, um mindestens bestandskunden nicht zuuuu ploetzlich zu verschrecken bzw. zum tarif-wechsel oder zum wechseln des providers zu draengen!

    @klaus: habe selbst keinerlei benachrichtigung von vodafone erhalten, wie soll denn laut deinem anruf von vodafone die volumenbegrenzung aussehen?

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