Überwachung

1. Großer BND-Spaziergang findet trotz Regenrisiko statt

bnd_demo6Wir haben heute mit dem Titel „No Risk, No Fun – Geheimdienste hautnah erleben“ und dem Motto “Gesundheit, Bewegung, Grundrechte schützen” um 19 Uhr zum 1. Großer BND-Spaziergang in Berlin eingeladen. Trotz Regenrisiko werden wir es wagen, die BND-Baustelle zu besuchen und auf dem langen Marsch am Zaun vorbei eine Auftaktveranstaltung, eine Zwischen- und eine Abschlußkundgebung zu veranstalten. Dafür fällt dann wohl das anschließende Picknick aus, was aber eh nicht vom Demonstrationsrecht gedeckt war (wobei die Polizei auch nichts dagegen hat, wenn man sich nach Abschluß des anstrengenden Spazierganges auf die Erde setzt).

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Startpunkt ist um 19 Uhr Chausseestraße / Ecke Wöhlertstraße. Kommt pünktlich, die Strecke ist nicht lang und vielleicht haben wir Glück und es regnet nicht. Sonst einfach einen Regenschirm mitbringen.

Update: War toll, trotz Regen am Anfang und Ende. Ich habe es leider nicht geschafft, viele Fotos zu machen und freue mich über Links in den Kommentaren.

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8 Kommentare
  1. so, ich hab mir das mal angeschaut, also den Familie-Day – wir demonstrieren mal 250 Meter durch Berlin mit max. 70 Menschen.

    Schon beim ankommen überkam mich irgend wie das Bedürfniss doch weg zu rennen. Ich als Individuem wollte garnicht unter der „Masse“ verschwinden – das wäre auch nicht wirklich möglich gewesen. Es gab bei dieser „Demo“ mehr Kameras als Protagonisten. Und das vor dem neu zu bauenden BND Gebäude ?

    Das wäre ja alles auch nicht sooo schlimm.

    Wirklich böse wurde es als auf der „Abschlusskundgebung“ — .oO() da wurde dann gleich mal Werbung gemacht (für irgend eine Gehlen-Doku.). Alle Achtung! Ich habe mich geschämt da zu sein!

    Wenn man einen demokratischen Prozess anstreben möchte – dann ist das ZU WENIG – deutlich zu WENIG.

    Diese „Demo“ war keine „Demo“, es war eine Farce sondersgleichen. Und ein Fürsprech für die Überwachung.

    Mit dieser Art „Demo“ werden wir uns niemals wehren können, ggf. hat es der eine oder andere nicht wirklich begriffen, es geht um das Recht eines jeden auf Privatssphere.

    Wenn ich auf Facebook angebe das alle meine Daten zu veröffentlichen sind, dann ist dem so. Wenn ich mich aber durch das komplexe Einstellungs-Menue hangel und „bestimme“ das ich meine Daten nur meinen „engsten Freunden“ mitteilen möchte dann ist das etwas anderes und die NSA gehört sicherlich nicht zu meinen „engsten Freunden“.

    Genauso wie es seit geraumer Zeit gang und gebe ist – sämtliche Traffic(Daten-Verbindungen) über gewisse Knoten(peerings) zu leiten. Das könnte man Unterbinden oder abändern. Dazu müssten nur unsere InternetServiceProvidern(ISPs) ihre Verbindungen ändern. (Stichwort: AS Routing /Ripe) – Wenn man es den wirklich will.

    1. so, ich hab mir das mal angeschaut, also den Familie-Day – wir demonstrieren mal 250 Meter durch Berlin mit max. 70 Menschen.

      Schon beim ankommen überkam mich irgend wie das Bedürfniss doch weg zu rennen. Ich als Individuem wollte garnicht unter der „Masse“ verschwinden – das wäre auch nicht wirklich möglich gewesen. Es gab bei dieser „Demo“ mehr Kameras als Protagonisten. Und das vor dem neu zu bauenden BND Gebäude ?

      Das wäre ja alles auch nicht sooo schlimm.

      Wirklich böse wurde es als auf der „Abschlusskundgebung“ — .oO() da wurde dann gleich mal Werbung gemacht (für irgend eine Gehlen-Doku.). Alle Achtung! Ich habe mich geschämt da zu sein!

      Wenn man einen demokratischen Prozess anstreben möchte – dann ist das ZU WENIG – deutlich zu WENIG.

      Diese „Demo“ war keine „Demo“, es war eine Farce sondersgleichen. Und ein Fürsprech für die Überwachung.

      Mit dieser Art „Demo“ werden wir uns niemals wehren können, ggf. hat es der eine oder andere nicht wirklich begriffen, es geht um das Recht eines jeden auf Privatssphere.

      Wenn ich auf Facebook angebe das alle meine Daten zu veröffentlichen sind, dann ist dem so. Wenn ich mich aber durch das komplexe Einstellungs-Menue hangel und „bestimme“ das ich meine Daten nur meinen „engsten Freunden“ mitteilen möchte dann ist das etwas anderes und die NSA gehört sicherlich nicht zu meinen „engsten Freunden“.

      Genauso wie es seit geraumer Zeit gang und gebe ist – sämtliche Traffic(Daten-Verbindungen) über gewisse Knoten(peerings) zu leiten. Das könnte man Unterbinden oder abändern. Dazu müssten nur unsere InternetServiceProvidern(ISPs) ihre Verbindungen ändern. (Stichwort: AS Routing /Ripe) – Wenn man es den wirklich will.

  2. @Martin:
    Das ganze war meines Wissens ja auch nicht als Demo konzipiert, sondern als loses Zusammentreffen mit Spaziergang und abschließendem Picknick. – Den Status Demo bekam die Veranstaltung letztlich von den Behörden „aufgedrückt“.

    Wenn da tatsächlich mehr (Polzei?)Kameras als Teilnehmer waren, dann hätte das schon einen sehr faden Beigeschmack: „Meldet gefälligst Eure Veranstaltungen als Demo an, damit wir rechtzeitig die Verteilung unser Einsatzfahrzeuge (und Überwachungsmaßnahmen) planen können.“

    Stellt sich am Ende die Frage: Warum waren so wenige da? (Ich übrigens auch nicht)
    1. Angst vor Demo’s wegen Polizei?
    2. Angst vor Überwachung?
    3. Gleichgültigkeit?
    4. Veranstaltung unterschätzt?
    5. Anderes, Privates?
    Für mich selbst würde ich 1.&2. aber am Ende vor allem leider 4. anführen.

    1. Bäääää …. Warum kann man hier nicht editieren?

      EDIT:#
      Für mich selbst würde ich 1.&2. aber am Ende vor allem leider 5. anführen.

  3. andere schätzten die Menge auf 120 bis 150 Menschen, im Laufe des Spaziergangs dünnte es aber tatsächlich aus. Halb so wild, mit so vielen Leuten geht man eh selten spazieren.

  4. Wollt ihr den Spaziergang nicht jede Woche machen? Mit der Zeit werden es dann ja vielleicht noch mehr Leute, wenn es sich rumspricht.
    Die nächste Demo ist erstaunlicherweise erst im September. Bis dahin tut sich nur virtuell was, und davon kriegt meine Mutter sicher nichts mit.

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