Der Deutschlandfunk hat den innenpolitischen Sprecher der Union, Hans-Peter Uhl, interviewt und einen Mitschnitt (MP3) davon online gestellt. Wenigstens stellt der Moderator mal kritische Fragen, auch wenn das Uhl nicht abhält, weiterhin Phrasen wie diese von sich zu geben:
Frage: Wie ethisch oder unethisch ist es, den Doppelanschlag von Oslo als politischer Trittbrettfahrer zu nutzen?
Uhl: Ich möchte auf diese Äußerung nicht näher eingehen, das kommt von linker Seite. [.…] In Wahrheit wurde diese Tat im Internet geboren.[.…] Wir sind uns einig, das Internet weiter überwachen zu müssen.[.…]
Man kann auch fragen: Warum baut die Bundesregierung viele Programme gegen Rechts ab? Warum wird von Herrn Uhl und seinen Kollegen aus der Union wieder so schnell das Internet als Sündenbock herangezogen, aber die Mitgliedschaft des Attentäters in einem Schützenverein und der legale Besitz mehrerer Waffen wird nicht thematisiert? Warum gehen die betroffenen Norweger so souverän an die Sache heran und betonen den Wert ihrer Offenheit und Freiheit, während in Deutschland sofort weitere Bürgerrechtseinschränkungen gefordert werden?