Datenschutz

ZDF Morgenmagazin: Streetview schafft gläsernen Bürger

Das ZDF-Morgenmagazin hat heute über Google Streetview berichtet und hat mich egstern dazu kurz interviewt.


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Google-Streetview soll den Blick auf die Straßen der drei größten deutschen Städte öffnen. Werden wir in naher Zukunft ungefragt weltweit beim Überqueren der Straßen im Internet gezeigt?

Das gibt es bei Youtube und in der Mediathek:

35 Kommentare
  1. Das ZDF wetter also gegen Google Street View, ein nicht echtzeit, nur sporadisch (ergo nie) updatendes System, sieht aber nicht, dass das VDS Gesetz das ganze echt und wirklich wiedergeben kann?

    Soviel zum Thema „unabhängige“ Medien…

  2. OMG.

    Der Wagen parkt da wirklich im Halteverbot! Wir werden sterben und zwar alle!

    Ich habe auch die Befürchtung, dass Wildfremde aus irgendwelchen drittklassigen anderen Ländern mein Haus angucken könnten. Das ist nämlich was ganz Anderes und viel Schlimmeres als wenn das die netten Leute aus meiner Stadt täten, weil…öhm… ist halt so.

    Und außerdem habe ich ganz dolle Angst, dass mich so ein Wagen fotografiert, während ich durch die Stadt laufe. Unter den wenigen Millionen die per Streetview festgehalten werden kann ich ja dann einfach an Hose und Pulli identifiziert werden. Und auf der Satellitenaufnahme von anno dazumal ist mein Auto drauf. Herr Google hat bestimmt ein vollständiges und aktuelles Bewegugsprofil von mir erstellt und ist gerade dabei das an die Rothschilds und al-Qaida zu verscherbeln.

    Ich muss jetzt schnell los. Koffer packen und ab in den Wald. Nicht auf eine Lichtung versteht sich, wegen der Satelliten. Die sind überall!

  3. Google Street View kann und sollte man kritisieren, aber ehrlich: man sollte die Kirche mal im Dorf lassen. Google Street View schafft keinen gläsernen Bürger, andere Services von Google vielleicht, aber die sind alle freiwillig (bis auf analytics vielleicht).
    Das Argument, dass die Gesichtsanonymisierung bei einigen nicht funktioniert hat und das deswegen der Super-GAU ist, hält auch keiner Betrachtung stand. Wenn Google die Gesichter nicht als Gesicht identifizieren kann, findet auch ein automatischer Gesichtsabgleich das nicht, geschweige denn, kann den Menschen identifizieren.

    Und wenn man das, was Google macht, mit dem vergleicht, was wir an staatlichen Überwachungsmaßnahmen in den letzten Jahren so hatten, dann sag ich immer noch, ich seh die staatliche Maßnahmen mit mehr Sorge.

  4. Friedensbewegung: Atomwaffen sind okay, aber Küchenmesser sollten im Sinne des Weltfriedens verboten werden.

    Mal ernsthaft: Von allen Diensten die Google anbietet, ist StreetView aus Datenschutzsicht doch am unbedenklichsten…

  5. Den Kommentaren hier kann man entnehmen, dass die Bürger eben nicht so blöd sind, wie der Staat und manch andere es gerne hätten. Datenübermittlungen wie ELENA sehe ich deutlich kritischer als das Fotografieren öffentlicher Plätze.
    Ich versteh die Aufregung in keinster Weise.

  6. Streetview ist ein nützliches Tool und vollkommen harmlos, ausserdem datenschutztechnisch vollkommen unbedenklich, da gibt es andere „Produkte“ die weitaus kritischer zu betrachten wären wie biometrische Pässe, ELENA, Gesundheitskarte… ach Moment, die „Produkte“ werden und ja von den Kritikern von Streetview kredenzt.

  7. „Streetview schafft gläsernen Bürger“
    /FACEPALM ABER SOWAS VON
    Elena, lauschangriff you name it.. aber bevor google streetview mit irgendwelchen straßenbildern(HAHAHAHAHAHAHAHHAHAHAHAHAHAHAH) gefährlich wird steht das BKA wegen Terrorgefahr schon 10 mal in meiner Bude. Danke zum weiteren Abschieben der Überwachungsgefahr an den bösen Googlefeind.

  8. „ZDF Morgenmagazin“, noch Fragen?

    Datenschutz als boulevaristisches Horrorthema, sehr schade. Damit wird den bisher skeptischen, weil uninformierten Leuten noch mehr Angst gemacht, die pauschal alles im Internet als Gefahr sehen. Panoramafreiheit, selbstbewusstes Freigeben von Daten und Ausblenden echter Probleme hatte in diesem Beitrag keinen Platz. Hauptsache die Musik stimmt.

  9. Ich finde tokmitstock bringt es auf den Punkt. Ich gehe aber mal davon aus, das Markus nicht wusste, dass seine -an sich wahren Worte- neben relativ mittelmäßigen Berichterstattung über Streetview stehen würden.
    Fragt sich nur, wie man so etwas verhindern kann.

    P.S.: Mein Betrag ist angeblich Spamähnlich, das gibt mir dann doch etwas zu denken.

  10. Wow, ein Paradestück des von Fakten völlig unbefleckten Journalismus. Wenn Google einmal alle 10 Jahre mit dem Fotoauto durch die Gegend fährt, werden wir trotzdem ständig live beobachten können was passiert(warum? warum ist doch egal!). Google Autos sind auch bekannt dafür in Eisdielen zu fahren und da den Kuchen der Nachbarin zu knipsen(normale Menschen würden einfach einen Blick auf den Teller der Frau werfen und wissen was sie da hat, Journalisten ist das leider völlig unvorstellbar – grenzt das doch schon an Recherche und diese verstößt bekanntlich gegen die Standesregeln).

    Am schlimmsten aber und daran wird die Welt untergehen(innerhalb kürzester Zeit!), viele Nutzen das ZDF ohne wirklich zu verstehen wie es funktioniert!

    Und auf die Frage „Werden wir in naher Zukunft ungefragt weltweit beim Überqueren der Straßen im Internet gezeigt?“ kann ich nur antworten, ich überquere relativ selten weltweit die Straßen.

    P.S. psst, liebes ZDF, ist euch nicht auch schon mal so ein kleiner Kasten im Supermarkt an der Decke aufgefallen? Das sind Kameras, die filmen einen ungefragt beim Einkaufen, gibt es auch auf öffentlichen Plätzen, Parkhäusern, Firmen, Straßen, Bankautomaten, alle paar Kilometer auf der Autobahn(Mautbrücke) …

  11. Wieso hat das ZDF eigentlich den Herrn, bei dem die Google Street View Gesichtserkennung versagt hat, in voller Pracht ihrem Publikum präsentiert? Skurill.

  12. Schade, dass du dich für solche einseitige und geradezu beschämende Berichte hergibst.
    Das ist leider das einzige, was mir zu diesem unterirdischen Beitrag gerade einfällt.

  13. „Google-Streetview soll den Blick auf die Straßen der drei größten deutschen Städte öffnen.“

    Das heißt dann also Berlin, Hamburg, München. Ich leben im schönen Kölle (auf der Großstadthitparade auf Platz 4) und ärgere mir hier gerade den Ar### ab. :-/

  14. Obwohl auch ich die Einschätzung meiner Vorposter teile, dass der datenhungrige Staat eine emminent größere Gefahr darstellt als es ein kommerzielles Unternehmen ohne Gesetzgebungsrecht jemals sein könnte, verblüfft mich doch die Naivität mit der man hier Street View begegnet.
    Erst am Sonntag hat Markus auf einen sehr lesenswerten Artikel von David Lyons verlinkt, der sehr pointiert daran erinnert, dass Google seinem Geschäftssinne nach kein Antwort-Service auf unsere Suchfragen ist, sondern umgekehrt den Konzernprofit optimiert indem es immer genauere Profile der Interessen, der Sozialkontakte, der Lebensverhältnisse der Nutzer aggregiert und als Ware den Werbetreibenden verkauft.

    http://www.newsweek.com/id/233773

    Die gegenwärtige Front verläuft doch so, dass Datenschützer und andere Menschen, die warnend auf den Raubbau an unserer Privatsphäre hinweisen, vollkommen zurecht Beifall finden, wenn ihre Kampagnen gegen die Überwachungswut der Regierung gerichtet sind. Viele Leute, die zwar auch ein ungutes Bauchgefühl haben, wenn sie sich vergegenwärtigen welches Arsenal an Kontrolltechnologien den Regierenden zur Verfügung stehen, verweigern sich aber standhaft der Einsicht, dass viele Probleme auch erst entstehen, weil moderne Hightech-Konzerne Ideologien absoluter Sichtbarkeit sehr machtvoll propagieren können.
    Lyons beschreibt ja überaus treffend, dass es globalen Akteuren ein egoistisches Anliegen sein muss, den Kunden – und damit den Bürgern – eine Weltanschauung zu vermitteln, wonach Privatsphäre ein überholtes Prinzip sei. Klar, eine gewisse Zone der Unantastbarkeit, der Unberechenbarkeit persönlichen Verhaltens, kurz: eine Idealvorstellung von Individuen, die sich standhaft der Totalerfassung ihres Persönlichkeitsprofils durch Industrie und Staatsapparat widersetzen, sind keine pflegeleichten Kunden – und schon gar nicht Leute, denen Google eine Antwort geben könnte, was sie morgen tun sollten, was ja einer der Konzernverantwortlichen als angestrebte Zielvorstellung öffentlich so bekundet hat. Diese Privatfirmen handeln mit Nutzerdaten, die algorithmisch genauso präzise ausgewertet werden wie der Inhalt und die per Verlinkung ermittelte Attraktivität von Websites, die dann in der Trefferliste landen. Internet-Unternehmen – und nicht nur die allein – haben deshalb ein logisch begründbares Interesse, die Nutzerdaten, die für sie die Währung sind, mit welchen der Kunde das Angebot *bezahlt*, in ihrem *Wert* ideologisch abzuwerten. Wer kein gesundes Gefühl mehr für die Freiheitsräume hat, die sich nur dem eröffnen, der genau und bewusst zwischen den Ansprüchen der Öffentlichkeit und andererseits der relativen Autarkie gelebter Privatsphäre zu unterscheiden weiß, – wer diese Gegensätze durchmischt, weil er treudoof auf die subtil verabreichten Konzern-Ideologien hereingefallen ist, übersieht das Wesentliche:

    Eine als Entertainment und als Berauschung an den technologischen Möglichkeiten daherkommende – vor allem auch umfassend, aber schleichend sich ausbreitende – Sichtweise auf eine Welt, deren Bürger sich mit all ihren Lebensumständen nackt machen sollen, fördert die Bereitschaft, auch irgendwann den politisch gewollten Nacktscannern keinen Widerstand mehr zu leisten.

    Wenn Leute oftmals nicht mehr erkennen, dass die Bewegungsprofile funkender Handys, dass auf MTV und Viva penetrant beworbene *Fun-Applikationen* wie Handy-Ortung der Freunde, Satellitenbilder vom Aufenthaltsort der Freundin, dass für Pubertierende vielleicht attraktive Pseudo-Nacktscanner auf dem Cellphone, – dass all diese Spielereien nicht allein harmlose Unterhaltung ist, sondern gefährliche Politik, dann wird erwartbar einmal eine Generation entstehen, die den totalen Vereinnahmungsversuch durch den Staat nicht mehr als empörend und als Belästigung bekämpfen wird, sondern die Brisanz dieser Totalisierung nicht einmal als solche wird erkennen können.

    Zu beobachten ist diese schleichende Gewöhnung an das Prinzip, wonach Alles und Jeder stets sichtbar, ortbar und nach Interessen, Vorlieben und Gewohnheiten genauestens per kommerzieller Datenbank ausfragbar sein soll, leider heute schon.

  15. Was fuer ein dummer Bericht mit jugendverstehender Wackelkamera.

    Da muss man kein Hellseher sein wenn das Roland-Koch-TV anfragt, dass das Feature grottig wird.

    Man kann sich durch Enthaltung auch Persoenlichkeit bewahren.

  16. Ehrlich, ich kann dieses Google-Bashing nicht mehr hören. Ja, klar, selbst der größte Depp hat kapiert, dass die Deppen gerade gegen Google sind, aber komischerweise sind das die gleichen Deppen, die zur Zeit an der ärgsten Überwachungs-Infrastruktur basteln, die die Welt je gesehen hat.

    Und dieses Video? Unglaublich, wie polemisch und faktenbefreit das ist. Allein der Gedanke Google Street View mit Überwachung in verbindung zu bringen, das wär schon dreist, wenn es nicht überall von staatlich sanktionierten Überwachungskameras nur so wimmeln würde. Letztlich ist die momentane Kampagne gegen Google nichts als ein Ablenkungsmanöver. Man muss sich nur mal ansehen, von wem das alles inszeniert wird :)

  17. Oh Mann.. hat mal einer ne Adresse parat über die man sich beim ZDF über diesen volksverhetzenden Beitrag beschweren könnte??

    Na ja, wenigstens wieder ein Grund mehr keine GEZ-Gebühren zu zahlen. Gibt einem sofort ein besseres Gewissen.

      1. „volksverhetzend“ dahingehend dass so langsam der größte Teil der nicht-Internet-affinen Bevölkerung manipuliert wird und einen unbegründeten Hass auf Google aufbaut.
        Irgendwann wird Google aus Deutschlands Technologie-Paranoia seine Konsequenzen ziehen und nicht mehr alle Services anbieten können wie in anderen Ländern.
        Dieses wird dann letztendlich dem ganzen Land schaden. Mag es durch die Tatsache sein dass ein lebenserleichternder Service erst Jahre später, oder auch erst gar nicht eingeführt wird.

  18. Also da ich ein Haus mein eigenen nenne, finde ich es absolut scheiße, wenn es ohne mein Einverständnis abgelichtet wird. Ich will das nicht und es nervt wenn ICH auf einmal in die Pflicht komme, nachsehen zu müssen ob bei irgendeinem Dienst mein Foto von meinem Haus drin steht und dann nachhalten muss, wo ich das löschen, verwischen oder sonstwas beantragen muss!

    1. @Hauseigentümer:
      Sorry, aber willst du auch jedem Touristen seine Kamera wegnehmen wenn er durch Zufall ein Bild von deiner Wohngegend macht und es dann bei Flickr reinstellt?

      Wenn es dir um Datenschutz geht solltest du vielleicht eher damit aufhören mit Bankkarten zu zahlen, PayBackpunkte zu sammeln oder mit dem Handy zu telefonieren statt wegen eines Fotos deines Hauses (dessen Aussehen wirklich keine Sau interessiert) die blanke Panik zu kriegen.

  19. Was ihr Google-Fans nicht versteht, ist dass ich mich der Überwachungskamera im Laden (zumindest theoretisch) entziehen kann, indem ich nicht in den Laden gehe. Deswegen muss der Laden auch von aussen entsprechend gekennzeichnet sein. Der Google-Kamera kann ich mich aber halt nicht entziehen. Deswegen verstösst StreetView im besonderen Masse gegen die informationelle Selbstbestimmung. Als fauler Kompromiss wurde von unseren DSB zwar ausgehandelt, dass die Daten zumindest vor der Veröffentlichung auf Wunsch der Betroffenen gelöscht werden können. Wer aber nicht davon erfährt (also quasi alle „Offliner“), der kann dies nicht tun.

    Man kann nicht gegen ELENA sein, weil da ja mein Einkommen in einer zentralen Datenbank steht, und dann aber das Einkommen indirekt über die Lebensverhältnisse (Mietskaserne, eigenes Haus, Villa) doch verraten.

    1. @Ein Mensch:
      Heutzutage wird jeder Bahnhof und jede U-Bahn-Station videoüberwacht. Tagtäglich, jede Sekunde ein neuer Videofilm. Kein Foto wohlgemerkt, ein Film. Kannst du dich dem auch entziehen?

      Und da beschwert ihr euch wegen StreetView das gerade mal alle paar Jahre eine Momentaufnahme knipst?!

      Oh Mann… da fehlen einem echt die Worte.

  20. @ rob d/24: Keine Sorge, Dir wird schon keiner Dein geliebtes Google weg nehmen! Da die bereits daran arbeiten, auch wieder gut Freund mit dem bösen China zu sein, um dort weiterhin Profit generieren zu können, ist Deine Angst gänzlich unbegründet, Google könnte sich genötigt sehen seine ach so tollen *Services* den Deutschen nicht anzudrehen.

    Zu Deinen späteren Ausführungen: Jede (bei Dir vielleicht nur gespielte) Empörung über Kameras an jeder Ecke, die dort im staatlichen Auftrag angebracht wurden, entlarvt sich eben als unglaubwürdig, wenn man den manischen Sicherheitsfanatikern unserer Regierung so in die Hände gespielt!

    Die argumentieren dann nämlich ganz zurecht, was denn der ganze Aufstand von wegen zu viel Raubbau an bürgerlicher Privatsphäre soll, wenn dieselben Leute bereitwillig einer Datenkrake wie Google Applaus dafür spenden, noch aggressiver das komplette Lebensumfeld der Menschen in ihren Datenbanken abzuspeichern.

    In Kommentar 16 habe ich das schon genug erläutert.

    Und *ein Mensch* hat ja in seinem Eintrag 25 treffend notiert, dass auch ein fundamentaler Unterschied darin zu sehen ist, ob ein Einzelner (noch) die Möglichkeit hat, bspw. Geschäfte zu boykottieren, in denen er im Visier unzähliger Kameras eben nicht gewünscht zu sein scheint, oder ob ein global Milliardengewinne abwerfendes Unternehmen in absoluter Arroganz immer neue Attacken (eben auch gegen unwillige Leute) fährt.

    Bei der Eröffnung eines Saturn-Marktes vor einigen jahren in meiner Stadt wurden auf der Rolltreppe alle Kunden gleich mit riesigen Aushängeschildern über ihren Köpfen *begrüßt*, wonach *sie zu lächeln* hätten, denn sie würden gefilmt.

    Nun, seit diesem Tag vor einigen Jahren kaufe ich weder etwas bei Saturn, noch fühle ich mich motiviert, dort zu stöbern – wenn man als Kunde ohnehin gleich unter Generalverdacht gestellt wird!
    Zu meiner Erheiterung machen einige Leute, die ich kenne, das genauso und boykottieren den Laden mitsamt dem ganzen Krempel.

    1. @Jens Fabian Neldner:
      Ich verstehe Menschen die sich um ihre Privatsphäre Sorgen machen. Das möchte ich ihnen auch nicht ausreden. Es gibt nunmal Menschen, die neuen Technologien grundsätzlich offen gegenüber eingestellt sind und mehr Vorteile sehen (wie ich z.B.), und es gibt auch Menschen die den neuen Technologien kritisch gegenüber eingestellt sind. Das ist ja auch völlig ok so und ich möchte auch keinen dazu bekehren die gleiche Sicht der Dinge zu haben wie ich.
      Von mir aus sollen sie doch auf ein Navi verzichten und wieder in alten Landkarten rumkramen damit sie keiner „orten“ kann. Wenn sie sich dadurch besser fühlen und lieber das komplizierte und zeitaufwändigere Prozedere in Kauf nehmen, bitteschön. Soll nicht mein Problem sein.

      Wofür ich allerdings eintrete ist der Wunsch, dass beide Seiten die gleiche Tiefe an Informationen haben sollten um dann objektiv eine Position zu beziehen.

      Doch die überwiegend negative Berichterstattung in den Medien führt dazu, dass die Menschen sich überhaupt kein objektives Bild von Google bilden können und von vornherein den Dienst negativ betrachten. Sie sind quasi dazu verdammt Google zu hassen wenn sie dauernd nur die negative Seite vorgegaukelt kriegen.

      Das ist der reinste BILD-Journalismus. Und das im ZDF. Wirklich traurig..

      Bin sehr enttäuscht von dieser Art der Berichterstattung.
      Übrigens auch ein Grund warum ich mein Zeitungs-Abo gekündigt habe und mich nur noch per Blogs & Twitter infomiere.

  21. „Werden wir in naher Zukunft ungefragt weltweit beim Überqueren der Straßen im Internet gezeigt?“ – Was heißt hier „naher Zukunft“? Webcams auf öffentlichen Plätzen gibts seit zig Jahren. Von allen anderen nicht öffentlich zugänglichen Überwachungskameras ganz zu schweigen. Aber wehe da wird mal ein (!) Foto gemacht…

  22. Der wesentliche Punkt ist doch: die ganze Diskussion kann ohnhin nur die Veröffentlichung und nicht die Sammlung der Daten, in diesem Fall Fotos, thematisieren und greift deshalb das eigentliche Problem bzgl. Datenschutz nicht.

    Jede Firma oder jeder Privatmensch kann ohne Probleme durch die Straßen fahren und sein eigenes Streetview aufbauen, das nur für einen begrenzten Personenkreis zugänglich ist. Niemand kann etwas dagegen tun oder es auch nur kontrollieren. Dass Google diesen Vorgang demokratisiert, finde ich nicht sonderlich problematisch.

  23. Werden wir in naher Zukunft ungefragt weltweit beim Überqueren der Straßen im Internet gezeigt?

    Und wer weiß was noch alles kommt? Morgen kommt vielleicht sogar noch der Staat auf die Idee, Videokameras in Innenstädten aufzustellen. Oh, halt, das wird schon seit Jahren gemacht… scheint sich bloß niemand allzusehr aufregen, und Verbraucher-Ilse hat auch noch nichts von einer Opt-In-Bedingung für staatliche Videokamera-Aufnahmen hören lassen.

    Schade, dass mittlerweile auch die Öffentlich-Rechtlichen in den Anti-Google-Hype einstimmen, der von den privaten (Print-)Medien losgetreten wurde. Und noch trauriger, dass sich mittlerweile auch die Netzpolitik-Aktivisten vor diesen Karren spannen lassen.

  24. hihi.
    die musik im beitrag hat mich überzeugt!
    dieses schtrietfiuh muss echt böse sein.
    noch viel böser als der gez-drücker, der sich in meine wohnung reinspreizt, um die zwangsgebühren für solche hochqualitativen beiträge einzutreiben.

  25. Was für ein schlechter Beitrag! Da werden Dinge miteinander vermischt die nichts miteinander zu tun haben und die Angst der Unwissenden wird geschürt. Sehr dämlich!

  26. Es wird Zeit für eine deutliche Veränderung für Verwendung der Internet-Daten einzutreten, wenn einige wenige Konzerne wie Google damit Milliarden verdienen:
    Eine “Gema-Lösung” für Datennutzung durch Google & Co

    Die Nachricht von Google ab jetzt auch eingestellte Bilder von Internet-Teilnehmern in Google Map zu integrieren, veranlasst mich zu folgendem Vorschlag:

    Es wird Zeit darüber nachzudenken eine “Gema-Lösung” für die Nutzung von Informationen finden, die Teilnehmer des Internets kostenlos eingestellt haben, wenn Firmen wie Google mit Aggregation und Indizierung Milliarden damit verdienen.

    Damit könnte man nicht nur die Monopolstellung von Google entschärfen sondern auch das Problem der Verlage lösen, wenn diese für ihre ins Netz gestellten Informationen einen Geldrückfluss von Google &Co erhalten.

    Immerhin gehören die ins Netz gestellten Bilder, Texte usw. dem Urheber der Information. Das Internet ist eine so starke Lebens- und Business beeinflussende Kraft geworden, es jetzt an der Zeit wäre eine Erlaubnis zur Indizierung oder irgend einer anderen Verwertung im Internet zur geschäftlichen Nutzung einzuführen.”
    Wer auch so denkt, sollte diesen Gedanken weiter verbreiten, um politische Kreise zum Denken und Handeln anzuregen.

    Siehe auch meine Website:
    “Gema-Lösung” für Datennutzung durch Google
    http://keshoo.com/?p=360

    Otmar Cürten (früher als Otmar Weber bekannt),
    lebt jetzt in Kalifornien, USA mit langjähriger Erfahrung im Presse- und Internet-Sektor in Deutschland (Mitbegründer, ehem. Vorstand/AR des Markt&Technik Verlages)

    http://keshoo.com

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