Demokratie

Wir haben keine Angst

Wir haben keine Angst“ ist eine von Mario Sixtus losgetretene Aktion, die sich gegen die derzeitige Terrorhysterie wendet.


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Gefährlicher als es ein Terroranschlag für unseren Staat jemals sein könnte, sind überaktive Politiker. Sie wollen im Windschatten einer vermeintlichen oder realen Terrorbedrohung unsere Freiheitsrechte beschneiden, Überwachungsstrukturen schaffen und ganze Bevölkerungsgruppen unter Pauschalverdacht stellen. Geben wir der Angst nach, haben die Terroristen gesiegt. Das gönnen wir ihnen nicht! Daher rufen wir allen politischen Entscheidungsträgern zu: Wir haben keine Angst!

Bei der Aktion kann man mitmachen, indem man Fotos und Statements schickt. Man kann sich dafür auch verkleiden, aber die Fotos werden sicher irgendwann gegen einen verwendet werden. Zumindest, wenn man dann so aussieht:

Passend zum Thema ist auch noch dieser Text von Ranga Yogeshwar in der Taz: Mit de Maizière am Frühstückstisch – Der Terror ist da, das Müsli ist alle.

Die Behörden gehen von verschiedenen Bedrohungsszenarien für Deutschland aus. Das ist Panikmache. Und aus statistischen Gründen ziemlich unangebracht.

Etwas älter, aber immer noch aktuell ist der Text „Der Terrorist als Gesetzgeber“ von Heribert Prantl in der NZZ Folio:

Unter dem Vorwand, sich schützen zu wollen, wirft sich der Rechtsstaat dem ­Monstrum Terrorismus zum Frass vor.

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11 Kommentare
  1. Ich habe auch keine Angst.

    Schily, Schäuble und Nachfolger.

    Ja, ich weiß, Innenminister ist ein undankbarer Job, aber dennoch, ich hasse diese Typen.

    Keine Angst, sondern eher sauer, wenn sich die Überwachungsfaschisten jetzt wieder aus den Löchern trauen.

    Aber wenn ich erstmal sauer werde, dann legt sich sowieso niemand gerne mit mir an.

    Terror ist immer besonders gefährlich, wenn er vom Staat ausgeht oder von den Medien losgetreten wird.

    Ich verlasse mich da auf die Deutschen, die schon immer recht stur waren. Mal im Guten, früher im Schlechten.

    Heute bleiben Deutsche cool.
    Ich bin es auch.

    Ps. Wir werden sowieso alle sterben.
    Planet inclusive. Schon gehört?

    :-)

  2. „Aus statistischen Gründen unangebracht.“ Wow. Nach dieser Logik müssten ja die 3.000 Toten des 11. September 2001 oder die 200 Toten und 1.400 Verletzten in Madrid 2004 noch immer unversehrt ihrer Tätigkeit nachgehen.

    Panikmache ist sicher unangebracht, Realitätsverweigerung aber auch.

  3. Ja, Silvie! Das ist ein Spitzenkommentar. Einfach mal alle Innenminister hassen. Ich fühl mich gerade auch vom Staat übel terrorisiert, ich krieg diese ganzen Polizisten gar nicht mehr aus der Wohnung. Aber ob Terroranschläge tatsächlich vereitelt wurden, wird sowieso nie rauskommen. Deswegen hasse mal schön weiter und fühl Dich vom Staat terrorisiert.

    Das Perverse ist ja, dass Politiker ja fast hoffen müssen, dass was passiert, damit sie nicht durch Seiten wie diese hier der Lächerlichkeit preisgegeben werden, sondern eher bestätigt werden. Aber das will ja keiner. Deswegen stimme ich obigem Kommentar zu: Panikmache ist unangebracht, Realitätsverweigerung aber auch.

  4. Die kriegen uns noch dazu, dass wir sie nicht mehr ernstnehmen. Die Keystone Cops 2.0 sind am Ende aber eine gefährliche Sache. Wenn man ständig im Kino Feuer schreit, dann gibt’s ein Unglück, wenn es wirklich mal brennt.

  5. Angst haben? Bedingt.. Angst macht vorsichtig, aber irgendwie kommt mir persönlich das alles manchmal etwas zu paranoid vor.

    Da schließe ich mich dann doch lieber der Angst von Konstantin (Kommentar 6) an…Die Angst vor der Vorratsdatenspeicherung.

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