Datenschutz

Video: Der etwas andere Verbraucheralltag

Die Plattform Surfer haben Rechte vom Verbraucherzentrale Bundesverband hat ein sehr nettes Video veröffentlicht, was das Bewusstsein für Datenschutzfragen anschaulich steigern soll: Der etwas andere Verbraucheralltag.

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Tolles Video. Und das ist der Begleittext zum Video:

Soll Ihr Onlinebuchhändler aus einem Sozialen Netzwerk erfahren, wofür Sie sich gerade interessieren könnten? Beispielsweise für „Unser Baby – Das erste Lebensjahr“, wenn Sie Ihren Beziehungsstatus auf „Verheiratet“ geändert haben? Im Internet werden Nutzer oft vom mündigen zum gläsernen Verbraucher gemacht. Sie verlassen sich dabei manchmal auch auf Anbieter, die dieses Vertrauen nicht rechtfertigen. Der Spot des Projekts „Verbraucherrechte in der digitalen Welt“ des Verbraucherzentrale Bundesverbandes soll Internetnutzer darauf aufmerksam machen, dass sie viel häufiger „nackt“ dastehen, als es ihnen bewusst ist. Dabei ist klar, dass hierdurch nicht die Anbieter aus der Pflicht entlassen werden können. Dazu bedarf es aber auch der Hilfe der Verbraucher: Wer seine Rechte kennt und sie gegenüber den Anbietern gegebenenfalls geltend macht, hilft allen Internetnutzern, künftig vielleicht doch häufiger zu Recht vertrauen zu können. Was Verbraucher für den bewussten und selbstbewussten Umgang mit dem Internet wissen sollten, fasst der Verbraucherzentrale Bundesverband auf der Webseite www.surfer-haben-rechte.de kompakt und leicht verständlich zusammen.

Mehr Informationen bietet die Webseite „Surfer haben Rechte“.

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33 Kommentare
  1. Leider finde ich die bildliche Analogie mit den herunter gelassenen Hosen etwas als Fehlgriff. Die Beziehung zwischen dem \Hosen runter lassen\ als synonym für alles offen legen und dem Datenschutz/Rechten der Surfer erschließt sich nur wenn man den Kontext schon kennt.

    Habe hier im Büro gerade mal den Test gemacht und allen (ca. 10 Personen) das Video gezeigt. Danach habe ich gefragt was sie glauben wo für/gegen das Video ist. Und was soll ich sagen. Hier herrschte munteres drauf los raten. Von freiheit für FKK, bis hin zu Online-Sex-Sucht war alles dabei. Erst als ich den Kontext auf gedeckt habe wurde die \Message\ verstanden.

    Ergo, das Video ist gut aber kaum als allein stehendes Mittel zur Aufklärung geeignet.

  2. @ Beitrag 2, Prometheus.

    Ich kann mich Ihnen fast vollständig anschließen, bis auf den letzten Absatz.

    Nachdem, was Sie beschrieben haben, ist das Video leider Sch#|$e.

    Es klärt in keiner Weise auf, warum man im Internet die Hose runterlässt, was man dagegen tun kann, oder worüber man wenigstens mal nachdenken und gesellschaftlich diskutieren sollte.

    Es bestätigt nur Vorurteile: www = alles Lug und Betrug

    Ich finde es schade, so eine Chance (Fördermittel) einfach verstreichen zu lassen.

    Über ’nen nackten Mann haben wir bei Klimbim schon gelacht. Das bringt uns hier aber nicht weiter.

  3. Ich fand der wirkte vor allem paranoid. Datenschutz wird nie durchgesetzt werden können, wenn Datenschützer als einfach nur paranoid wahrgenommen werden.

  4. Ist ja wirklich FURCHTBAR, wenn mein Online-Buchhändler mir ein zum aktuell vermutbaren Interesse passendes Buch anbietet! Schröcklich…

    Ein ziemlich blödes Video – und der Text macht es nicht besser!

  5. frage @ prometheus:

    „Danach habe ich gefragt was sie glauben wo für/gegen das Video ist. Und was soll ich sagen. Hier herrschte munteres drauf los raten.“

    sind die leute dann dem link gefolgt? der spot soll ja als teaser dienen, um die leute auf die site zu bringen damit sie sich dort informieren können worum es geht.

    ist die frage, tun die leute das? oder sind sie zu faul/ fehlt ihnen die zeit/ kriegen sie es gar nicht mit etc.

  6. Von der Idee und Machart her daneben.

    Im dargestellten Fall überschreitet doch der „Surfer“ die Regeln und wird dementsprechend zurecht schief angeschaut. Ist das jetzt seine Verantwortung oder die der bösen Beobachter?
    Was für eine schwammige Botschaft.

    Und selbst wenn: Solche emotionale Panikmache, die mit der Urangst vor Entblößung, Nackthei tund öffentlicher Demütigung spielt, hat in einem politischen Diskurs nichts zu suchen, schon gar nicht, wenn die Thematik so umstritten ist. Mies.

  7. @ anita 14:

    Natürlich sind die Leute dem Link nicht gefolgt. Schon allein die Idee, das Menschen wie wild Links folgen wenn die in einem Video auftauchen ist absurd. Da hinter steht ja die Annahme das Bürger sich aktive informieren (ein Wunschtraum), wenn sie etwas nicht verstehen. Das ist aber falsch. In der Regel läuft das anders, wenn eine Person eine Information erhält die sie nicht komplett deuten kann fängt sie an zu spekulieren (so gesehen bei meinen Kollegen). Ist das Ergebnis der Spekulation auch nur hinreichend plausible begnügt sich die Person mit dieser Erklärung und holt folglich keine neuen Informationen ein. Erst wenn es aus subjektiver Sicht keine glaubwürdige Erklärung gibt und ein gewisser Druck zur Klärung besteht, wird aktive nach neuen Informationen gesucht.

    Wie gesagt, meine Kollegen dachten an alles nur nicht an den eigentlichen Kontext. Und für sie war das somit geklärt. Das war zwar falsch aber aus deren Subjektivität bestand somit auch nicht der dringende bedarf eine Frage zu klären. Also denken die Leute bei so einem „Film“ auch nicht daran einem Link zu folgen oder sich extern zu informieren.

    Ergo ist die Idee einen „teaser“ zu generieren verfehlt worden und ich frage mich ob die Werbeagentur (gehe mal davon aus das hier eine genutzt wurde) überhaupt getestet hat wie ihr „teaser“ wirkt.

    1. Will mich weder hier noch anderweitig in die Diskussion einmischen, mache sich ein jeder sein eigenes Bild. Daher nur ein kleiner Fakt dazu, lieber Prometheus: die Statistik gibt Dir nicht recht (Korrelation Zugriffe/Video).

  8. Dieses Video ist genauso klischeebehaftet wie die Clips über „Raubkopierer“ und ihre „Verbrechen“. Insofern völlig berechtigt, andererseits sollten natürlich im weiteren Kontext Informationen stehen, wie diese, die auf der genannten Website unschwerlich abgerufen werden können.
    Zuweilen muss ma(n)/ frau auch ein bisschen Populismus (er)tragen können.

  9. @ ich, wer sonst 21:

    Verstehe ich das richtig, Nur weil da draußen viel schlecht und falsch dargestellt wird muss eine für meine Meinung nach (das Aufklären über Datenschutz und Rechte) richtige Idee sich solch schlechter Mittel bedienen? Auch wenn sie missverstanden werden und stellen weise schon kontraproduktiv sind?

  10. @Prometheus
    Gut und schlecht sind zwei sehr relative Begriffe, die meiner Vorstellung entsprechend, in diesem Prozess nicht passen. Mir geht es darum, dass man(!) auch mit Provokationen arbeiten darf/ soll, um eine Thematik/ einen Standpunkt deutlich zu machen; nicht mehr, nicht weniger.

  11. Tja, den Bundesverband Verbraucherschutz kann man langsam völlig abschreiben. Dieses Video hat Zero Informationsgehalt für die Förderung einer aufgeklärten grundlegenden Medienkompetenz.

    Es bedient in Aigner-Manier (die es ja auch bezahlt über die Förderung der Kampagne „Surfer haben Rechte“) die Vorurteile, die Unsicherheiten, stellt einen billigen Vergleich auf, der vorne und hinten nicht passt.

    Schade, dass die doch einigermaßen kompetenten digital-progressiven Menschen beim VZBV für so einen Schund hergeben.

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