Öffentlichkeit

Wie China das Netz kontrolliert

Die Financial Times hat eine Story darüber, wie China das Netz kontrolliert: How China polices the internet.


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

But day-to-day surveillance and control of the population are carried out by a far greater number of departments: the double structure of censorship institutions is duplicated at the provincial, county and city level; in addition, every government department operates its own internet surveillance. “Every ministry has special departments for collecting and surveying information from the internet,” said Wu, “including the police, the telecom departments, the departments for foreign affairs and the development and research commission [the top economic policy planning body].” Together, the authorities keep a 24-hour watch on what is said online.

16 Kommentare
  1. 9. Klasse Förderschule. Wir haben kein Englisch als Schulfach. Als interessierter Mensch finde ich es schade, dass solche Artikel nicht übersetzt werden. Google übersetzt grausig, daher uahc keine wirkliche Alternative. Bitte berücksichtigen.

  2. Schnelle Übersetzung der zitierten Stelle:

    Aber die tägliche Überwachung und Kontrolle der Bevölkerung wird ausgeführt von einer wesentlich größeren Anzahl von Institutionen: Die doppelte Struktuer der Zensur-Institutionen ist verdoppelt auf Provinz-, Landes- und Stadt-Ebene; Zusätzlich hat jede Regierungsabteilung ihre eigene Internet- Überwachung. „Jedes Ministerium hat spezielle Abteilungen für das Sammeln und Überwachen von Informationen im Internet“, sagte Wu, „einschließlich der Polizei, der Telefon-Abteilungen, der Abteilungen für ausländische Angelegenheiten und die Kommission für Entwicklung und Forschung (die oberste Wirtschaftspolitik-planende Einrichtung).“ Zusammen halten die Einrichtungen eine 24-Stunden-Wache über das, was online gesagt wird.

  3. Die ersten 6 Absätze, hab jetzt aber keine Lust mehr…

    Wie China das Internet kontrolliert

    In der Nacht zum 29. Januar dieses Jahres wurden 5 Bauern in das Jinning Gefängnis eingeliefert, eine kleine dunkle Anlage in der Provinz Yunnan in Südwest-China. Sie wurde des illegalen Abholzens, einer lukrativen Nebenbeschäftigung für viele Bauern in dieser verarmten Gegend, beschuldigt.

    Es war eine Routine-Festnahme. Aber zehn Tage später war einer der Männer, ein 24 Jahre alter namens Li Qiaoming, tot. Als die Polizei seinen Eltern seinen blutunterlaufenen und angeschwollenen Körper am 24. Februar zeigte, sagte sie, Li sei bei einem Blinde-Kuh-Spiel, oder, wie es in China genannt wird, „Entgehe der Katze“, verunglückt. Die Polizisten erklärten dem älteren Ehepar, dass ihr Sohn als Katze ausgwählt worden sei, seine Zellenkameraden ihm die Augen verbunden hätten und er, während er die „Maus“ jagte, mit seinem Kopf so stark gegen die Wand geknallt sei, dass er vier Tage später seinen Verletzungen erlag. Der Fall wurde zu den Akten gelegt und Lis Eltern in ihr Dorf zurückgeschickt.

    Aber in der nächsten Nacht, einem Freitag, entdeckten Beamte im Dienst in einer anderen Abteilung der Yunnan-Polizei – die Internet-Sicherheitsverwaltungsabteilung – einige ungewöhnliche Internet-Aktivitäten. Die Geschichte des Todes Lis wurde heiß diskutiert. Zwei prominente lokale Blogger fragten, wie gegen eine Wand stolpern jemanden überhaupt töten könne. Forenbenutzer verhöhnten die offizielle Erklärung und vermuteten stattdessen, dass Li von Gefängniswärtern zu Tode geschlagen wurde. Ein Comic tauchte auf, auf dem drei Männer in gestreiften Gefängnisanzügen ihre Köpfe in der Wand und im Boden stecken hatten.

    Die Kommentare wurden über das Wochenende nicht weniger. Lis Familie begann, ihre Zweifel und ihren Schmerz öffentlich zu machen. Ihr Sohn hätte am 16. Februar geheiratet; er und seine Freunde hatten Holz gefällt und verkauft, um genug Geld für eine großzügigere Hochzeit aufzutreiben. Bald schon begannen „Entgehe der Katze“-Seiten aufzutauchen, die Bilder von Li und seiner Freundin zeigten und Foren zur Diskussion über die gerichtsmedizinischen Beweise zur Verfügung stellten. In Bulletin-Portalen waren ganze Ergüsse von Menschen über die Polizei-Brutalität und die offensichtlichen Lügen der Regierung zu lesen.

    Das war nicht das erste Mal, dass sich chinesische Obrigkeiten einer wilden Internet-Gemeinschaft gegenübersahen, aber in diesem Fall entschieden sie sich, die Dinge anders anzugehen. Wu Hao, Chef-Presse-Vertreter des Gebiets, sendete eine Aufforderung an die „Netzbürger“, dass sie bei den Ermittlungen in diesem Falle helfen sollten. Innerhalb von Stunden meldeten sich Tausende. Wu stellte eine Gruppe von 15 Leuten zusammen, unter ihnen einige der Blogger, die die Polizei-Brutalität am lautesten angegriffen und die Debatte geschürt hatten. Er lud sie ein, das Jinning-Gefängnis zu besuchen und sich von den Wärtern informieren zu lassen. Die staatlichen Medien brachten Beiträge, wie die Blogger das Gefängnis durch die schwere Metalltür betraten, die drei Wochen früher hinter Li zugeknallt worden war.

    Und während das „Blogger Ermittlungs-Team“ nicht besonders viel ermitteln konnte – seinen Mitgliedern wurde der Zugriff zu Überwachungskamera-Bändern und den Hauptzeugen verwehrt – zeigte sich die Aktion als Gewinn für Wu. Die Blogger veröffentlichten einen Bericht, der zu dem Schluss kam, dass sie zu wenig wussten, um genau sagen zu könne, was geschehen war, und die provinziale Staatsanwalt verkündete, dass Li nicht beim Blinde-Kuh-Spielen gestorben, sondern von einem anderen Gefangenen zu Tode geprügelt worden sei. Bald war nichts mehr über die Sache zu hören.

  4. ich mach ma weiter:

    Stolz erzählte Wu mir diese Geschichte 3 Monate nach dem Tod von Li. Als 39 Jahre alter ehemaliger Journalist der offiziellen Xinhua-Nachrichten Agentur ist Wu kein Revolutionär. Aber er ist in sofern ungewöhnlich, als dass er einverstanden war mich zu einer in die Tiefe gehenden Diskussion über seine Arbeit einzuladen. Während locale Reporter und Redakteure den Atem des Propaganda-Ministeriums im Nacken spüren, hält das Ministerium ausländische Journalisten meist auf Distanz – und im dunklen was es wirklich macht.

    Seit China 1994 Interzugang bekam, haben die Regierende immer versucht herauszufinden und zu kontrollieren, was die Bürger online lesen und schreiben. In den Anfangsjahren wurde das Zensursystem, welches sie bauten, bekannt als die „Große Firewall von China“. Denn es setzte auf Router-Technologie um ungewollte Informationen von außerhalb zu blockieren.

    Aber die Internetnutzung wuchs. China überholte letzte Jahr die USA als Nation mit den meisten Internetnutzern. Ungefähr 350 Million sind es nach den aktuellsten Zahlen – So wuchs auch die Zahl der Zensoren. Während Chinas Internet-Präsenz wuchs, mit mehr von Nutzern genriertem Inhalt, so entwickelte sich auch die Strategie der Zensoren. Über die Jahre haben leute wie Wu eine vielschichtige Organisation geschaffen, welche das Internet 24 Stunden am Tag überwacht, Ergebnisse an die Führung schickt und immer raffiniertere Antworten auf Meinungsverschiedenheiten entwickelt. Wie zum Beispiel die „Tatsachen-Findungsmission“, welche die Netzbewohner bezüglich des Todes von Li beruhigte. „Die öffentliche Meinung im Netz muss mit den Methoden des Netz gelöst werden“, erzählte Wu mir. Und dann begann er zu erzählen, wie.

    Wie der gesamte politische Appart Chinas ist die Zensurmaschienerie von zwei Institutionen kontrolliert: Der Kommunistischen Partei und der Regierung. Auf Staats-Ebene ist das Propaganda-Department der Partei und das Informationsbüro des Kabinetts verantwortlich. Aber diese Institutionen sind nur mit den großen, strategisch wichtigen Aspekten beschäftigt, die nationsweit Macht und Image der Partei beeinflussen. So entschieden sie über die Propagandakampagnen vor dem 60. Jahrestag der Republik China. Sie befahlen auch letzten Monat den Medien nicht mehr über den „Grünen Damm“ zu berichten, einer Zensursoftware, welche nach Regierungswünschen auf jedem neuen Computer installiert werden soll. Die Deadline 1. Juli wurde als Folge der Medienaufmerksamkeit verschoben.

  5. btw. mal inhaltlich: Ich finds echt krass, dass die Bürger eingestellt haben, die Artikel in Blogs, Foren etc. schreiben um „die öffentliche Meinung ins Gleichgewicht zu bringen“

    [quote]
    Now, however, “50-cent bloggers” – named after the price paid per posting when these freelancers first appeared – sign up to chatrooms or bulletin boards and speak up for the government, or against its critics.
    [/quote]

  6. Ihr habt gleich den ganzen Artikel übersetzt – Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll: Vielen Dank Floh, vielen Dank wobble :)
    Sowas bekommt man in den Propaganda Blödzeitungen natürlich nie zu lesen.

  7. weiterübersetzt – nach dem zitierten Bereich, den Floh schon übersetzt hatte

    Für bestimmte Aufgaben arbeitet die Polizei – ganze 1.9 Millionen stark, unter der Aufsicht des Ministeriums für öffentliche Sicherheit – and der Front. Auch wenn sie nicht kommentieren wollen, wie sie das Internet kontrollieren, so bekommt man doch einige Einblicke in deren Arbeit von denen, die sie mit den bechnischen Mitteln versorgen. „Aktuell überwacht [die Polizei] noch mittels Schlüsselwortsuche auf Suchmaschienen“, sagte ein Marketing-Manager at Beijing TRS Information Technology. Zunehmend werden aber auch mehr fortgeschrittene Methoden wie „Data-Mining“-Software verwendet. „Wir haben 8 Polizei-Stationen in Shanghai mit solchen Hilfsmitteln ausgestattet“, berichtete der Manager. „Nun kann die Arbeit von 10 Polizisten von einem erledigt werden.“

    Die „Internet-Polizei“ kann auch Websitebetreibern befehlen unliebsamen Inhalt zu entfernen, sagt der Manager, der die Polizisten an den Produkten der Firma trainiert. Normalerweise benutzen die Polizisten Suchmaschienen wie Google oder Baidu um zu sehen welche Websiten oder Postings eine hohes Suchergebnis erziehlen. „Ist dort ein subversiver Kommentar, so wird dem Website-Betreiber bescheid gesagt um den Inhalt zu blocken oder zu löschen.“

    Anderswo beobachten Regierungsabteilungen die Reaktionen im Web auf ihre Gesetze und achten auf Aufstand, der sich in ihrem Verantwortlichkeitsbereich aufbaut, oder auf Vorwürfe bzgl. Fehlverhalten oder Korruption eines der Ihrigen.
    Diese wird dann – ausgewählt – an die lokale Propagandapteilung und an Informationsbüros weitergeleitet, welche eine Antwort darauf wählen. Dies kann beinhalten, dass den Staatsmedien gesagt was gesendet werden soll, aber auch Anleitungen an Websites welche Informationen sie veröffentlichen dürfen.
    Allerdings wird meistens anstelle das eine Story geblockt wird dafür gesorgt, dass die Webseiten nur wenig berichten und dann die Story begraben sollen.

    Mit dieser Arbeitslast müsste die Regierung Millionen von Zensoren haben. Dennoch sagt Gui Boachen, Kopf des Internet-Ministeriums der Kommunistischen Partei der Stadt Luoyang in Henan, Chinas beliebtester Provinz, in seinem Büro und dem Informationsbüro (die Überwachungsinstanzen der Stadt) seien nur 20 Menschen angestellt, die das Internet beobachten. Eine sehr kleine Zahl für eine Stadt, in der 300.000 Webseiten registriert sind.

    Als ich von Peking nach Kumming, der Hauptstadt der Provinz Yunnan, flog um Wu Hao zu treffen, wurde ich von zwei seiner Gehilfen am Flughafen empfangen und in ein 5-Sterne Hotel am Rande der Stadt gebracht. Mein Raum – reserviert von Wu’s Abteilung: Ich sollte nicht im Büro rumschnüffeln – war im obersten Geschoss. Durch das Fenster Richtung Bucht sah man gehobene Wohngebiete, einen blauen See und Gebirgszüge im Hintegrund. Wu besuchte mich hier.

    Seine Motivation bestand nicht darin mir zu erklären, wie das System funktioniert; diese Information kam nebenbei heraus. Stattdessen wollte er mich beeindrucken, wie die chinesische Regierung sich mehr in Richtung Transparenz bewegt und wie sie versucht, dass lokale Verwaltungsangestellte diese Werte ebenfalls verfolgen. Die Regierung kämpfte, sagte Wu, für eine freie kritische Berichterstattung. Aber als Wu mir den Entwurf der Reform beschrieb, schien das nicht das wahrscheinliche Ergebnis.

    Das aktuelle Melde System von Online-Inhalten erlaubt den individuellen Regierunsgabteilungen die Probleme zu verdecken, beklagte er sich. Anstelle dieses Systems mlchte er ein Situationszenter für öffentliche Meinung errichten, welches der Provinzregierung ermöglichen würde mit Notfallreaktionen auf Kritik zu antworten bevor diese Kritik außer Kontrolle gerät – so wie es in Li Qiaoming mit dem „Entkomme der Katze“-Skandal passiert ist.

    Das Internet ist „ein Instument um unsere Regierungsfähigkeit zu stärken“, sagte er. Falls notwendig werden die Zensoren die Medien für dieses Ende führen. Ein Beispiel hierfür konnte im Mai beobachtet werden, in einem Fall der wenig mit dem Internet zu tun hatte. Wu berief die lokalen Medien ein um über einen Gerichtsfall gegen Unternehmen, die dem Yangzonghai (ein See in Yunnan) verschmutzen, zu diskutieren. Die Medien hatten den Firmen erlaubt ihren Fall zu schildern. Dies „sorgte für schlechten Einfluss auf die Richter“, sagte Wu. „Die Leute wurden auch verunsichert, ob der See wirklich [von den Verteidigern] verschmutzt wurde,“ und die Regierung machte sich sorgen, dass Unruhe sich unter den 20,000 Anwohnern des Sees, welche auf Entschädigung hofften, ausbreiten würde. Somit komen die Behörden zu einer „Einigung“ mit den Medien bezüglich einer mehr „ausgeglichenen“ Berichterstattung.

    Wu behauptet, dieser Eingriff ist lediglich der Übergang von traditioneller leninistischer Propagandaarbeit, in der die Medien Teil der Regierung und das Partei-Apparates sind, in ein modernes transparentes System. In diesem System kommuniziert die Regierung Gesetze durch ein unabhängiges Medium und die Regulation wird durch ein anderes wiederum unabhängiges Medium ausgeführt.

    Dies schien wie die Nachricht eines Reformisten – bis er erklärte welche Institutionen welche Verantwortung übernehmen sollen. Die Informationsbüros der Regierung würden die Öffentlichkeitsarbeit und Sprecher übernehmen, während das Propaganda-Ministerium der Kommunistischen Partei die Rolle des unabhängigen Medienregulators übernehmen würde.

  8. hab noch nen bisl weiter übersetzt – macht ganz Spaß was anderes zu machen als nur kram zu coden.

    China’s 350 Millionen Internetnutzer sind eine schnell wachsende Menge Menschen. Sie erzeugen zunehmend mehr eigenen Inhalt und melden sich auf Sozialenplattformen an – Zwei der Säulen der Web 2.0 Revolution. Sie benutzen YouTube, Twitter und Facebook – oder deren chineschische Äquivalente – anstelle von altmodischer Email und Suchmaschienen. Ende 2008 gab es mehr als 162 Millionen Blog-Autoren in China und die Zahl der Community-Webseiten wächst exponentiell.

    Diese Änderungen haben zu einem neuen Stil der Zensur geführt – Outsourcing, oder was auch „Zensur 2.0“ genannt wird. Dort werden Blogger von der Regierung bezahlt um Debatten zu neutralisieren, die die Regierung nicht mag. In manchen Weisen ist dies nicht neu: Jedes Internetportal zensiert sich schon selbst. (Es gibt keine Regeln dafür. Ein glöschtes Posting auf einer Seite kann auf einer anderen überleben, und Blogs, die von einem Betreiber geschlossen wurden migriegen zur Konkurrenz.) Nun aber werden „50-cent bloggers“ – benannt nach dem Preis, den sie ursprünglich per Post bezahlt kamen – melden sich in Chatroom und Foren an um für die Regierung oder gegen die Kritiker zu sprechen.

    Vor zwei Monaten entwickelte sich z.B. auf einem beliebten Forum in Tianya eine Diskussion über einen jungen Mann, der von einem Raser,der eine Vorbestrafung wegen illegalem Straßenrennen hatte, totgefahren wurde. Die Diskussion drehte sich darum, dass die Polizei nicht fähig war des Fahrers behauptung zu widerlegen, er sei nur 70kph gefahren. Sieben Teilnehmer begannen die zu attackieren, welche die polizei kritisiert hatten. Von ihren Anmeldedaten wurde sichtbar, dass sie sich alle innerhalb von 2 Tagen bei Tianya angemeldet hatten.

    In Peking, lieferten Internetüberwachungsbehörden noch klarere Beweise für die bezahlten Blogger, indem sie einen Aufruf nach Freiwilligen „Internet Diskuteuren“ starteten. Bewerber mussten eine Reihe von Fragen bezüglich ihres persönlichen Hintergrundes und politischer Sichtweisen beantworten.

    Wu gibt zu, dass dies ein Teil seiner Aufgabe ist um die online-Meinung auszugleichen. „Das Internet ist eine Plattform, in der jeder seine Meinung ausdrücken kann. Wenn dort eine Situation sehr in eine Richtung tendiert, so werden wir gegensteuern um der Öffentlichkeit zu erlauben sich eine eigene unabhängige Meinung bilden zu können.“ [boah – sone Aussage kann ich mir auch von CDU-Politikern vorstellen. Anm. des Übersetzers]

    Es ist diese Praxis, die normale Bürger in das Umfeld der Zensoren bringt, welche China’s Internetüberwachung so unheimlich macht – und welches es so schwierig macht vorherzusagen, ob die Regierung oder die Stimmen der Aufständigen im Ende gewinnen. Analysten nennen diese Überwachungsstrategie ein „Panoptikon“, in Referenz zu dem Philosphen Jeremy Bentham aus dem 18. Jh., der sich ein Gefängnis ausdachte welches erlaubte alle Gefangen die ganze Zeit zu beobachten ohne dass diese wissen, ob sie beobachtet werden. Wenn Internetnutzer darin involviert sind sich gegenseitig anonym zu beobachten, so wird dies zu einem partizipativen Panoptikon.

    „Vielleicht stellen Sie sich diese Dinge wie ein Kampf zwischen gut und böse, zwischen guten Netizen und bösen Zensoren vor. Es ist nicht so simpel“, sagt der Redakteur von einem chinesischem Gesellschafts- und Kulturmagazin. „Als Chinese bist du immer einer von ‚denen‘.“

    soa nu geh ich aber auch schlafen ;) Viel spaß dem nächsten, der weiter übersetzen möchte (1/4 ist noch zu tun).

  9. Irgendwann wird auch die chinesische Regierung kapieren dass es keinen Sinn macht Leute die nicht nach den Regierungsvorstellungen reden/leben aus dem Verkehr zu ziehen.
    China sollte hier eher Offenheit beweisen bzw. den Prozess zur Offenheit überhaupt mal anstoßen. Sowas geht wohl nicht von heut auf morgen aber wenn sie jetzt nicht anfangen wird es irgendwann zu der Revolution kommen die die Regierung nicht sehen möchte. Eine digitale Revolution.

  10. Ich mache dann mal das vorletzte Kapitel:

    Während meiner Unterhaltung mit Wu wurde eine Befürchtung deutlich: Dass Informationen, veröffentlicht über das Internet in noch nie gesehen Mengen und in noch nie dagewesener Geschwindigkeit, das Machtmonopol der Kommunistischen Partei schließlich beenden könnte. „Der Herdentrieb im Internet ist sehr hoch“, sagte er. „Eine Meinung online gestellt kann einen Folge-, einen Verstärkungseffekt erzeugen“.

    Werden die Leute, die von der Partei regiert werden, eines Tages auf einen anderen Versammlungsruf reagieren, der über das Web gelangte? Das ist nicht undenkbar. Seit den letzten zwei Jahren hat China eine Flut von Fällen gesehen, in denen seltsame Zwischenfälle über das Internet publik gemacht wurden und die zu weit verbreiteten Meinungsverschiedenheiten führten. Im Oktober 2007 hatte die Forstbehörde in Shaxxnxi für Empörung gesorgt, weil sie einem örtlichen Bauern eine Rmb 20.000,- (£ 1.800,-)-Belohnung übergaben, weil dieser behauptete, einen seltenen Tiger in den Wäldern gesehen zu haben, aber dessen Fotografien des Tieres als Fälschungen entlarvt wurden. Es wurde gesagt, dass die Beamten, die in diesen Fall verwickelt waren und von denen 13 entlassen wurden, hofften, Investitionen und Tourismus in die Gegend zu locken. Die unüberzeugende Eklärung der Polizei den Tod eines Studenten in Guizhou im Juni letzten Jahres betreffend, führte zu weit verbreitetem Hinterfragen und Gespött der örtlichen Führung, die das Anzünden von Regierungsgebäuden und Polizeiautos in der Gemeinde von Wengan gipfelten. Und als einen Monat später Yang Jia, ein arbeitsloser Man, der sagte, dass er von der Polizei misshandelt worden wäre, weil er ein nicht registriertes Fahrad fuhr, in die Shanghai-Polizeistation stürmte und sechs Polizeibeamte tötete, wurde er von Netzbewohnern als ein Held gefeiert.

    Die Beispiele lassen sich fortführen: Im November letzten Jahres wurde Lin Jiaxiang, ein Beamter in Shenzhen, dabei erwischt, wie er ein junges Mädchen belästigte und dessen Vater beschimpfte, als dieser sich beschwerte. Lin wurde zum Ziel hitziger Kritik in Blogs und Chaträumen und wurde degradiert. Als im Dezember Bilder von Zhou Jiugeng, einem Wohnungsbeamten [?], online gestellt wurden, wie dieser das trug, was eine Luxusarmbanduhr genannt wurde und teure Zigaretten rauchte, führte dies zu seiner Degradierung.

    Diese Beispiele, sagt Wu, zeigen, dass die Behörden gezwungen sind, ein immer weiter ausgefeilteres System der Interaktion mit denen, die die öffentliche Meinung im Internet formen, zu errichten. „Ich kenne eine Gruppe von Leuten in Yunnan, die für das Internet leben, die keiner angesehenen Arbeit nachgehen und lediglich ihren Betrachtungen auf alles und jeden online Ausdruck verleihen“, sagt er. [diesen Satz verstehe ich nicht] Trotz der Geringschätzung in seinen Worten behauptet er, dass er solche Zahlen [Leute?] zur modernen PR dazuzählt – die Agenda zu bestimmen und die Dabatte anzuführen. [so?]

  11. Jetzt noch das ganze zusammenfügen, ein paar Kleinigkeiten ausbessern und zu einem PDF zusammenpressen, dann hätten wir ein höchst lesenswerte Arbeitsgrundlage für die PP un den AK Zensur. ;-)

  12. Deutschland ist in der Internet Zensur besser als China!

    Sieht man doch schon an dem sogenannten Jugendschutz der alle (oder fast alle) Betreiber bzw. Webmaster von Ero-seiten ins ausland getrieben hat und was ist nun…?

    Nix mehr, null Jugendschutz! Ja unsere Tollen Politiker mal wieder Deutschland ländern wie China näher gebracht oder überholt.

    Alle reden immer wie schlecht es in China mit der Freiheit ist, ok stimmt ja auch aber ist das denn in de alles ok? Wer wurde zu EU gefragt oder zum Euro und was ist mit unseren Koruppten Politikern die Gesetze durchwinken die von der Wirtschaft formuliert wurden und und und …

    Wir haben das recht für einen Hungerlohn zu Arbeiten oder zu gehen FERTIG!

    Neuzeitliche Sklaven ob in China oder hier!

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