Kultur

recovery.gov: Web 2.0, konjunkturpaket.de: Web 0.2

Sven Böll vergleicht auf Spiegel Online die Webangebote zu den Konjunkturpaketen von Deutschland und den USA: konjunkturpaket.de und recovery.gov. Wenig erstaunlich ist das deutsche Angebot unvollständig, krankt an förderalistischen Zuständigkeitsproblemen und wird schlecht besucht:


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Dass das deutsche Pendant nicht annähernd mit dem amerikanischen Vorbild mithalten kann, dürfte nicht nur an der besseren finanziellen Ausstattung des US-Angebots liegen. Wer schon einmal den Versuch unternommen hat, auf der Website eines deutschen Ministeriums annähernd das zu finden, was er sucht, weiß, dass es in der Regierung zwar viele Beauftragte gibt, aber definitiv keinen für intuitive Benutzerführung.

Entsprechend kommt das Gros des Online-Angebots der Regierung ähnlich bemüht daher wie die wöchentliche Videobotschaft der Kanzlerin. Auch hierbei besteht die Interaktivität ja vor allem in den unentwegt Herzen formenden Merkel-Händen.

FDP-Haushaltsexperte Otto Fricke und Ralph-Peter Rembor, beim Software-Konzern SAP Chart zuständig für staatliche Institutionen, werden dann noch zitiert warum wir Open Government brauchen:

Noch ist der Haushaltsplan des Bundes auf den Seiten des Finanzministeriums eine PDF-Wüste, an die sich kein Finanzwissenschaftler herantraut. „Aus den vorhandenen Informationen ein Tool zu bauen, ist mehr eine Frage des Willens und weniger der Technik.“

Zum Thema Open Data gibt es jetzt auch die Initiative OpenData Network, die am 21. September Oktober im Newthinking Store in Berlin einen Verein gründen will.

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