Öffentlichkeit

Deutsche Social Networks sagen ja zu Zensursula

Update: Alle genannten Social Networks haben dementiert und erklärt, dass sie die Erklärung des Familienministeriums nicht unterzeichnen werden. Mehr Infos hier: Deutsche Social Networks sagen Nein zu Zensursula.


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Noch ein kleiner Scoop zum Wochenende: Nach Informationen, die uns vorliegen, wird es am kommenden Dienstag, den 30. Juni im Rahmen der Konferenz Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Fokus auf neue Medien: Perspektiven für Europa, die das Familienministerium veranstaltet, eine große Abschlusserklärung geben. Darin verpflichten sich die Unterzeichner zur Bekämpfung von körperlicher und sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sowie der Abbildung und Verbreitung dieser Verbrechen. So weit, so gut.

Pikant an dieser Erklärung sind zwei Dinge: Erstens wird darin selbstverständlich die Zugangserschwerung mit Stoppschildern erneut als sinnvolles und unproblematisches Mittel hervorgehoben, das jedoch umso effektiver sei, je mehr Staaten ebenso verfahren. Das Familienministerium will also bereits zu diesem Zeitpunkt ein bewusst positives Signal an andere europäische Staaten geben, ebenfalls entsprechende Zensurinfrastrukturen aufzubauen (sofern nicht schon vorhanden), selbst wenn zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch keinerlei Erfahrungen aus der Praxis vorliegen. Von der Leyen versucht mit dem neuen Gesetz im Rücken bei ihren europäischen Kollegen Stimmung zu machen und als positives Beispiel der Prävention vorauszugehen.

Zweitens ist auch sehr interessant, wer sich alles dieser Erklärung angeschlossen hat. Laut unseren Informationen sitzen alle großen Social Networks in Deutschland (studiVZ-Gruppe, wer-kennt-wen, Lokalisten usw., Knuddels) mit im Boot. Damit werden diese sich ebenfalls klar hinter die vom Familienministerium und dem Zugangserschwerungsgesetz vorgegebene Marschrichtung „sperren statt löschen“ und gegen ein zensurfreies Internet stellen. Wie in den Social Networks diese Message an die Mitglieder weitergegeben werden soll, ist noch unklar. Man sollte sich aber schon mal darauf einstellen, dass in Zukunft dort über Eigenwerbung oder entsprechende Bekenntnisaktionen die Nutzer auf diese Linie eingeschworen werden sollen.

[Update: StudiVZ und Wer kennt Wen scheinen wieder abgesprungen zu sein. Lokalisten.de erklärt ebenfalls, dass sie nicht unterschreiben.

Wir begrüßen diese Entwicklung sehr, bleiben aber bei unserer Darstellung. In keiner der nachgereichten „Klarstellungen“ der angesprochenen Social Networks wird von diesen eine Beteiligung im Vorfeld und eine vorherige Bereitschaft zur Unterzeichnung der Erklärung des BMFSFJ dementiert.

In dieser Debatte davon zu sprechen, dass auf netzpolitik.org falsche Informationen verbreitet werden, ist äußerst unsachlich vor dem Hintergrund, dass eben die Berichterstattung wohl erst zu den Rückziehern der angesprochenen Unternehmen geführt hat. Wie immer gilt also: Don’t shoot the messenger.

Unser Dank gilt den zuständigen Verantwortlichen der Social Networks, die sich (ob aus freien Stücken oder mit leichtem Druck) öffentlich von der „Zensursula“-Erklärung distanziert haben.]

Vorschläge entsprechender Gegenaktionen am 30. Juni vor Ort und natürlich in den betroffenen Social Networks sind herzlich willkommen. Wie immer habe ich aber keine Sorge, dass die Aktion ohne Widerspruch aus dem Netz über die Bühne geht.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
110 Kommentare
    1. StudiVZ ist ja nach außen abgeschottet. Wie kann man Informationen über die Maschen der Betreiber gewinnen und etwaige Gegenaktionen planen, wenn man nicht Mitglied ist? (Nicht dass ich vor hätte mir da ein Konto anzulegen.)

  1. Meinen StudiVZ Account habe ich schon vor Jahren gelöscht und mein Lokalisten Account (den ich eh nie nutze) werde ich am 30.Juni ebenfalls löschen.

  2. Also ich kann mir das nicht vorstellen. Bei WKW könnte ich mir nur vorstellen, dass RTL (CDU Privatfernsehen) sich da wieder reinhängt, aber sonst … *schulter-zuck*

  3. meinvz gruppe :
    DEUTSCHE SOCIAL NETWORKS SAGEN JA ZU ZENSURSULA
    gegründet.

    und nein, account löschen ist keine lösung.
    wegschauen ist keine lösung.

  4. Ganz einfache Lösung:

    Wer in Berlin ist geht hin und stellt spannende Fragen. Die Veranstaltung ist öffentlich und scheint nichts zu kosten. Der Roundtable mit Zensursula ist 12:00-13:00, Adresse Maritim ProArte in der Friedrichstrasse, das liegt zentral.

    Und wer in Deutschland ist, der meldet sich dort an (Formular siehe unten) und trägt im Formular ein, dass er gleich noch drei, vier Freunde aus der Piratenpartei mitbringt. Man muß dort nicht zahlen :-) das ist eine Selbstbeweihräucherungsaktion von Zensursula. Wenn sich da genügend Leute anmelden (auch wenn die nicht kommen sollten), dann hebt das ein wenig den Stress-Level und macht deutlich, dass wir den Gegner beobachten. Und da man ja nicht weiß, ob doch wer kommt, müssen mehr Sicherheitsleute dabei sein. Sieht dann sicher ganz komisch aus, wenn dort 20 Bodygards sitzen.

    Hier noch der Link:

    http://www.child-protection-conference.org/form.php

  5. StudiVZ löscht ja auch rechtlich unbedenkliche Gruppen, z. B. diverse Zeitgeist Gruppen (nein, ich halte auch nicht viel von Zeitgeist). Insofern nicht sonderlich verwunderlich, dass die da jetzt mitmachen.

  6. Es ist schon eine Schande, dass grad solche Datenschleudern wie StudiVZ und ähnliche billig Kopien sich dem Stasi-Apperat der Bundesregierung anschließen.

    Eine Frage die ich mir immer stelle, vielleicht auch mal unsere Schizo-Familienministerin ist:
    Alkohol und Tabak sind für Minderjährige verboten. Das heißt sowohl der Verkauf, als auch der Konsom sind seit Jahrzehnten verboten und werden strafrechtlich verfolgt per Gesetz.

    Dann Frage ich mich doch, warum jedes Wochenende bundesweit stark alkoholisierte Minderjährige in Notaufnahmen/Rettungsstellen auflaufen? Und diese Internetsperre soll Kinderpornographie also vermeiden? ….

    Wir dürfen und den Aufbau eines neuen Stasi-Staates nicht gefallen lassen!!

  7. Für Mitglieder entsprechender VZs:
    Die Gruppe „Löschen Statt Sperren“. Denn genau das sehe ich als massives Problem bei der neuen Gestzgebung an. Dass nur Gesperrt, aber nicht mehr gelöscht wird.

  8. Ihr könnt ja mal die Betreiber der Seiten fragen, womit die unter Druck gesetzt werden, so zu stimmen, mit Geld oder mit Sperrung oder…

  9. Ich habe nochmal ein bisschen mit den Zahlen gespielt.

    Es gibt in Deutschland schätzungsweise zwischen 50.000 und 400.000 Pädophile, also im Mittel 225.000.
    Ca. 50% davon sind Internetuser. Also 112.500.
    136.000 haben die Petition unterschrieben!!!
    Leute, seid nicht dumm und lasst Euch nicht vor einen Karren spannen, auf dem linke, rechte, sowie pädophile Gruppierungen sitzen.
    Euer Freund.

  10. Bye Bye WKW: Da ihr leider bei der #zensursula Aktion und der Errichtung von Zensurinfrastruktur mitmacht, mache ich nun

    LOESCHEN STATT SPERREN.

  11. Ach Hans, da dank ich dir aber für den freundschaftlichen Rat. Und nun geh wieder spielen, oder noch besser: geh wieder in den dunklen A… in dem du so gerne steckst.

  12. „Wer in Berlin ist geht hin und stellt spannende Fragen. Die Veranstaltung ist öffentlich und scheint nichts zu kosten. Der Roundtable mit Zensursula ist 12:00-13:00, Adresse Maritim ProArte in der Friedrichstrasse, das liegt zentral.“

    Passt doch zur Aufforderung von fefe:
    http://blog.fefe.de/?ts=b4c12532

    Man müsste das mal organisieren über den AK Zensur. Wenigstens mit Plakat dort aufschlagen wäre schon nicht schlecht.

  13. Dr. Kawashima, ich muss mich doch sehr wundern, wie unhöflich Sie doch sind. Und wie weit ich Ihnen in dieser Hinsicht doch vorraus bin. :D

  14. Accounts löschen und dgl. halte ich für die falsche Lösung. Geht in die Netzwerke und leistet Aufklärungsarbeit. In Foren und Blogs gibt es sowieso wenig Differenzen.

    Auf in die Netzwerke!

  15. wer in irgendeinem der Netzwerke einen account hat, sollte m.E. dort noch bis 30.06. Stimmung machen.

    Ein organisierter kollektiver Austritt am 01.07 zwischen 12 und Mittag könnte so viel mehr Aufsehen erregen.

  16. Ich habe nochmal ein bisschen mit den Zahlen gespielt.

    Es gibt in Deutschland schätzungsweise zwischen 10.000.000 und 30.000.000 Menschen die hans heissen, also im Mittel 20.000.000.
    Ca. 1% davon sind Internetuser. Also 200.000.
    1 trollt hier die kommentare!!!
    Leute, seid nicht dumm und lasst Euch nicht vor einen Karren spannen, auf dem trolle, überwacher sowie internetausdrucker sitzen.
    Euer Freund.

  17. Mail an den Support von Xing:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    eben lese ich, dass Sie sich offenbar vor den Karren von Frau von der Leyen spannen lassen wollen.
    Ich hoffe sehr, die Meldung ist so nicht richtig:
    http://netzpolitik.org/2009/deutsche-social-networks-sagen-ja-zu-zensursula/
    Bei der Zugangserschwerung handelt es sich um eine wirkungslose Maßnahme, die im besten Fall lediglich dem Wahlkampf und schlimmstenfalls Plänen für eine weitere Indienstnahme der Internetzugangsanbieter als Hilfsscherriffs dient.
    Sie leben von internetaffinen Menschen. Sie sollten doch mitbekommen haben, dass eine Unterstützung dieser höchst unpopulären Maßnahme ihre Kunden zu einem großen Teil nicht entzückt?
    Oder wollen Sie demnächst Ihr Geschäft mit Internetausdruckern machen?

    Kopfschüttelnd und mit freundlichen Grüßen

  18. Sich jetzt ausm VZ zu verabschieden und den Account zu löschen hilft niemanden. Besser ist es andere im VZ auf unser Anliegen hinzuweisen, weil gerade doch da viele netzaffine Internetnutzer sind, die einen auch verstehen. Gemeinsam kann man schon Druck aufs VZ auslösen. Ich erinnere mich noch um den Streit um die neuen AGB von StudiVZ…

    Außerdem scheinen die da selber nicht genau zu wissen, was sie wollen. Gerade hat Jörg Tauss ein „Edelprofil“ bekommen und man kann abstimmen, ob die Piratenpartei in der „Wahlzentrale“ neben den großen Bundestagsparteien aufgelistet wird. Außerdem hatte das VZ selber kurzzeitig den Link zur ePetition gesetzt.

  19. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die „großen“ Social Networks in Deutschland dabei mitmachen. Wobei der Vorteil dabei ist: Mehr Leute kennen die Listen und es kann sich somit nichts „aus Versehen“ auf diese Listen einschleichen, was vllt. in Richtung politischer Zensur gehen könnte. Ein schwacher Trost…

  20. @Dr. Kawashima (Kommentar 19): Don’t feed the troll

    Ich halte es für sinnvoll, zu versuchen, erst mal zu versuchen, innerhalb von StudiVZ etc. den Protest zu organisieren. So könnte man z.B. mit etwas Nachdruck die Frage stelen, warum die Betreiber sich so in den Wahlkampf für eine nicht gerade internetfreundliche Partei einspannen lassen. (Ok, wenn man die Inhaber kennt, dann kann man sich denken, warum) Wenn die dann mit Zensur (Löschen entsprechender Gruppen, Sperren der Initiatoren etc.) oder Aussitzen reagieren, dann kann man immer noch zum Boykott aufrufen.

    Auffallend ist, dass sich hier mit *VZ, Lokalisten und WkW ohnehin diejenigen Netzwerke hervortun, die „traditionellen“ Medienhäusern gehören. Das wären: *VZ: Verlagsgruppe Holzbrinck
    WkW: RTL Group (Die sind zumindest daran beteiligt)
    Lokalisten: Pro Sieben/SAT1 (Mehrheitsbeteiligung)

  21. @hans
    Es ist eigentlich traurig, sich bei solchen Themen zu trollen. Darüber hinaus könnte man dann sagen: Wenn wir uns hier vor einen „ihr seid Pädophile oder Piraten“ Karren spannen lassen oder als solche angesehen werden (also alle Unterzeichner der Petition), dann sind die Befürworter des Gesetzes alle Chinesen?

    Was übrigens eine interessante Frage an die Parteien wäre:
    Man hat von Seiten der SPD und auch von Seiten der CDU gehört, dass diese sich jeweils gegen die andere Partei mit ihren Änderungsvorschlägen durchgesetzt haben.
    Was stimmt daran nicht?
    Wer war es denn nun?
    War es die SPD, die, gegen den Widerstand der CDU, das Gesetz als Spezialgesetz haben wollte, keine Speicherung von Daten, etc. oder war es nun umgekehrt?
    Beide Parteien schmücken sich in der Öffentlichkeit damit, dass sie ja für den Datenschutz und gegen eine spätere Ausweitung der Zensurinfrastruktur (daher ja das „Spezialgesetz“) eingetreten sind – obwohl die andere Partei das ja so wollte.
    Wie gesagt, wäre eine interessante Frage, die man den Damen und Herren mal stellen sollte – vor der Kamera.

  22. Ich bin echt enttäuscht. Aus welchem Grund schließen sich die Social Networks solchen Sachen an? Habe gleich überlegt, ob ich meinen studiVZ Account lösche. Nun habe ich mich dafür entschieden eine Gruppe im StudiVZ zu gründen „Nein zur Internetzensur! Stoppt Zensursula!“ und sämtliche mir bekannte Personen eingeladen, um von innen heraus auf das Thema aufmerksam zu machen. Wo soll das alles noch hinführen…

    @ Philip Steffan: Vielen Dank für den Artikel!

    1. Laut unseren Infos saß jemand von StudiVZ mit am Tisch, als zur Unterstützung der Erklärung angefragt wurde. Wenn sich daraufhin im Hause Holtzbrinck dagegen entschieden wurde, ist das natürlich zu begrüßen.

  23. bin schon ewig nicht mehr beim Studivz, die zensieren ja schon fleißig selbst… Zeitgeist Movement z.b. … Wegen angeblich antisemitischer Äußerungen löscht man einfach die ganze Gruppe, anstatt die betreffenden user zu verdonnern. Bin unterwegs, deshalb kein Link, Statement findet man aber über die facebook-gruppe…

    Grüße.

  24. Na ja, vielleicht wird die ganze PR-Aktion medial untergehen, denn am 30. Juni verkündet das Bundesverfassungsgericht sein Urteil zum Lissabon-Vertrag, und wenn das so ausfällt, wie ich hoffe, wird alles andere an dem Tag nebensächlich sein.

    Klaus

  25. Es sieht ja ganz so aus, als ob uns Uschi nächste Woche den ideologischen Großangriff starten will. Nach der Spieltheorie würd ich ja auf ’nen Brinkmanship tippen – nach dem Bild: Guckt mal wie viele wir sind und wie viel wir wissen und wie gut wir sind; und ihr seid nur so wenige und habt keine Ahnung und seid alle pädophil oder rechts oder links (würd mich nicht wundern, wenn noch mehr Trolle hier und in den socials auftauchen.

    Es ist wichtig, sich nicht in die Defensive drängen zu lassen. Wenn zu solchen Mitteln gegriffen wird, ist der Akteur ziemlich am Ende.

  26. @Jodok Batlogg

    Ist das „nur“ die Meinung der Blogger und Mitarbeiter von Studi/MeinVZ, oder stehen eure Arbeitgeber da auch dahinter…?

    Versteh mich nicht falsch, es ist super zu sehen dass ihr dagegen seid, aber wenn eure Chefs am Ende doch zustimmen wegen öffentlichen Drucks/Angst vor schlechter PR wäre das natürlich schade…

  27. @53: Ich halte unsere Quelle für vertrauenswürdig. Kann ja sein, dass ein Mitarbeiter von StudiVZ dabei war und hinterher von dem Unternehmen die aktive Teilnahme als Unterstützer der Erklärung zurückgezogen wurde.

  28. Seien wir doch mal ehrlich: Der Blog-Beitrag im StudiVZ hat wenn’s um die Wurst geht doch keinerlei Bestand. Der Beitrag ist dermaßen schwammig formuliert, das man auf die Idee kommen könnte, man wolle damit nur die VZ’ler beruhigen, die gegen Zensur sind. Damit bloß keine Nutzer die Plattform verlassen.

    Wer ist Christiane (die Autorin des Beitrags)? Wo ist die offizielle Presse-Mitteilung? Fragen über Fragen…

  29. @Dr.Kawashima

    “ Nach der Spieltheorie würd ich ja auf ‘nen Brinkmanship tippen – nach dem Bild:“

    Woran machst Du das fest? Vielleicht ist Uschi ja eher fundamentalistisch gestrickt und nun unterwegs im Namen des Herrn. Dann stünde sie nicht am Abgrund, weil sie gar nicht strategisch denkt.

  30. Auch wir von wer-kennt-wen.de stellen die Tatschen gerne richtig: Wir haben uns keiner Erklärung angeschlossen und unterzeichen am kommenden Dienstag nichts!

    Herzliche Grüße
    Karin Rothgänger
    PR – wer-kennt-wen.de

  31. @61: Selbst schuld. Ich hätte meinen StudiVZ nächste Woche „stillgelegt“ (alle Gruppenmitgliedschaften gelöscht, alle Profildaten weg, Hinweistext hin), aber natürlich erst nach der Unterzeichnung.

    Aber Du hast WKW wohl als Gefährder eingestuft (-> Wikipedia) und präventiv entsprechende Maßnahmen ergriffen?

  32. Von mir aus könnten auch die Portale selbst gelöscht werden, dann werden nämlich wesentlich weniger Jugendlicher verblöden. Es ist schon erschreckend einfach geworden Schwer gewichtige Unternehmen zu zwingen Dinge zu tun die sie sonst nicht tun werden. Wie Heute die Grundrechte einfach mit Füssen getterten werden ist schockierend, jedoch sollte man dem Internet nicht all zu hohe Bedeutung beimessen, den für die menschliche Existenz ist es irrelevant.

  33. studiVZ hat sicher nicht ohne Grund auf die E-Petition _gegen_ die Netzsperren verlinkt.

    @Netzpolitik, bitte gründlicher recherchieren, das riecht nach Rufschädigung.

  34. Sehe ich genauso @ Chris.

    StudiVZ hatte min. zwei Tage lang auf jeder Seite, auf der man sich im SVZ bewegt hat, links den Link (und Aufruf) zur Petition gegen Netzsperren eingeblendet. Warum sollte man jetzt eine derartige Erklärung unterschreiben?

  35. Bitte besser Recherchieren nächstes mal. Der Artikel hat ausser Rufschädigung und falschen Behauptungen nichts gebracht. Bündelt eure Kräfte lieber gegen die echten Gegner der freien Informationskultur. Danke!

  36. Was ist eigentlich mit Spin? Größer wie Knuddel scheinen sie doch zu sein und sie löschen 911 Skeptiker, Global Warming Skeptiker, fast jeder ursprüngliche Gedanke ist in ihren Foren verboten. Es wundert mich wenn es im Netz eine Bürgerverblödende Aktion gibt bei der sie nicht beteidigt sind.

  37. Spin.de? Also nach Wikipedia eher ein Zwerg – und nach deiner Beschreibung dürfen sie es auch bleiben.

    Trotzdem: Kriegt man vielleicht die beiden letzten auch noch zum Dementi? Wäre doch mal was!

  38. In den letzten Tagen sind hier gleich mehrere solcher Meldungen überhastet und rufschädigend formuliert veröffentlicht worden. Muss das sein? Wenn das Niveau derart weiter sinkt oder auch nur so bleibt, wie es gerade ist, wird das nicht nur unschön, sondern auch und vor allem sehr kontraproduktiv!

  39. @Floh: Definier mal bitte `in den letzten Tagen sind hier mehrere solcher rufschädigenden Meldungen aufgelaufen`. Wir haben in diesem Fall von einer Quelle erfahren, die mit am Tisch sass und die wir als vertrauenswürdig einschätzen. Wenn das eine und andere Social Network abgesprungen ist, finde ich das gut in der Sache. Ansonsten schauen wir mal Dienstag, wie die Erklärung aussieht und wer sie mit unterstützt.

    Ansonsten freuen wir uns immer über konstruktiv-kritisches Feedback und wissen selbst, dass wir uns in einem ständigen Beta-Test zwischen den Polen Journalismus und Advocacy befinden und manchmal Sachen zu sehr in eine Richtung laufen.

  40. Dass ausgerechnet Knuddels mitzeichnet, ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten. Ausgerechnet die Plattform, auf der sich Pädophile zuhauf tummeln und durch die Betreiber nicht wirklich bekämpft werden.

  41. @Dna (82) vielen dank!!
    genau darauf hatte ich gewartet. volker pispers ist wirklich super – balsam für den vom staat verarschten bürger!

  42. „jugendschutz@lokalisten.de (Schreibt Lokalisten, dass ihr aussteigt, sollten sie am 30. Juni unterschreiben) http://is.gd/1hm8R

    So sollte es laufen, sollte lokalisten.de unterschreiben, werde ich meinen Account löschen, und das habe ich auch lokalisten.de geschrieben !!!!
    Folgt mir und übt Druck aus auf lokalisten.de, dass sie sich nicht von CDU-Propaganda instrumentalisieren lassen !

    mfg
    Ole Zimmer

  43. Ich frage mich ob ihr richtig lesen könnt! studiVZ hatte nie vor zu unterschreiben. Die Behauptung studiVZ sei wieder abgesprungen stimmt einfach nicht. Wenn man sich nicht immer nur auf netzpolitik.org verlassen würde, dann würden sich einige zweimal überlegen so einen quatsch zu schreiben wie: „Na was bei denen intern los ist“.
    Hier der Link. Zur Meinungsbildung sollten immer zwei Seiten betrachtet werden:

    http://blog.studivz.net/2009/06/26/richtigstellung-zum-beitrag-auf-netzpolitikorg/#comments

    1. Unsere Quellen sind wasserdicht.

      Bitte beachte, dass im StudiVZ-Blog der Satz „Die studiVZ Ltd. wird die Abschlusserklärung zur Konferenz am 30.06. nicht unterschreiben.“ steht.

      Es wird dort explizit nicht behauptet, dass man bei StudiVZ die Erklärung nicht kennt oder dass man nicht zu einem früheren Zeitpunkt darüber nachgedacht hat, sie zu unterzeichnen.

      Beide Seiten einer Angelegenheit sind wichtig und daher freuen wir uns auch, dass solche Klarstellungen öffentlich in Blogs erfolgen, daher haben wir die entsprechende Aussage von StudiVZ ja auch sofort nach Bekanntgebung in unserem Blogbeitrag verlinkt.

      Unterm Strich begrüßen wir es natürlich, dass die Aufmerksamkeit dazu geführt hat, dass man sich klar von der Erklärung des Familienministeriums distanziert hat. Wir bleiben jedoch bei unserer Aussage, dass es zuvor andere Planungen gab.

        1. @Faxe: Danke für den Link und schön, dass die Lokalisten ebenfalls nein zur Erklärung sagen.

          Ich weise noch einmal darauf hin: Auch in der Erklärung von lokalisten.de wird nicht die Kenntnis der Erklärung dementiert oder dass es einen Zeitpunkt gab, zu dem man die Unterzeichnung plante.

          Wenn jetzt von der Sache Abstand genommen wird, dann nicht unbedingt, weil auf netzpolitik.org falsch berichtet wurde, sondern eben, weil es wahr (und unangenehm) ist.

  44. In dieser Debatte davon zu sprechen, dass auf netzpolitik.org falsche Informationen verbreitet werden, ist äußerst unsachlich vor dem Hintergrund, dass eben die Berichterstattung wohl erst zu den Rückziehern der angesprochenen Unternehmen geführt hat.

    War das so? Ganz sicher? Oder irrt die „Quelle“ vielleicht auch hier?

    Und warum habt ihr bei den Betroffenen nicht wenigstens kurz angefragt?

  45. „In dieser Debatte davon zu sprechen, dass auf netzpolitik.org falsche Informationen verbreitet werden, ist äußerst unsachlich“

    nö. es ist ein Grundrecht, sich zu wehren, wenn es der Wahrheitsfindung gilt. netzpolitik.org HAT falsche Informationen verbreitet. Und blamiert sich.

    “ vor dem Hintergrund, dass eben die Berichterstattung wohl erst zu den Rückziehern der angesprochenen Unternehmen geführt hat. “

    ach Jungs. Jetzt wird es peinlich. Lest mal den Trackback über meinem Kommentar.

    Wie immer gilt also: Don’t shoot the messenger.“

    Ihr, von netzpolitik.org, zeigt bitte ein wenig Würde. Ihr habt Mist gebaut, steht dazu!

    Schönen Abend, Sven

  46. „Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Fokus auf neue Medien: Perspektiven für Europa“

    Konferenz am 30.06.2009 / 10:00 – 18:00 Uhr / Maritim proArte Hotel, Berlin
    —————————–

    Wie oben im Bericht bereits erwähnt, soll bei dem Treffen am Dienstag ja auch http://www.knuddels.de/ als Kinder-Chatportal vertreten sein. So nett dieses Portal auch für junge User ist, so legt es „Dank“ zeitlich unkontrolliertem Chatten immer mehr Gehirne trocken.

    Fernsehen, Knuddels-Chat (nat. auch andere Communitys) und das bis zu sechs Stunden am Tag mit ZUNEHMENDER Tendenz, fördert letztendlich nicht soziale Bindungen, sondern macht aufgrund virtueller Kontakte einsam.

    Mehreren Sozialarbeitern in meinem Umfeld liegen viele Familien ständig im Ohr, ob man da nicht zum Schutz der Kinder etwas tun kann…!?!

    Das ehrenamtliche Knuddels-Jugendschutzteam wird da sicher nicht viel machen können, aber die Internetsperre nach chinesischem Muster wäre sehr geeignet.

    Dauert noch etwas, bis die deutsche Version bei Saturn oder MM abgeholt werden MUSS.

    Bis dahin muss halt den Eltern empfohlen werden, die Kinder wieder vorsichtig an die Sprache heranzuführen, ein knuffeliges Schloss vor die Knuddelsseite zu legen und ab und zu für die „Kleinen“ eine Party auszurichten, LIFE!

    Da läuft auch kein Kind Gefahr, aus dem Chat von einem Unhold zum nächsten Spielplatz gelockt zu werden…

  47. Wie oben im Bericht bereits erwähnt, soll bei dem Treffen am Dienstag (also morgen) http://www.knuddels.de/ als Kinder-Chatportal vertreten sein. So nett dieses Portal auch für junge User ist, so legt es „Dank“ zeitlich unkontrolliertem Chatten immer mehr Gehirne trocken.

    Fernsehen, Knuddels-Chat (nat. auch andere Communitys) und das bis zu sechs Stunden am Tag mit ZUNEHMENDER Tendenz, fördert letztendlich nicht soziale Bindungen, sondern macht aufgrund virtueller Kontakte einsam.

    Mehreren Sozialarbeitern in meinem Umfeld liegen immer häufiger Familien im Ohr, ob man da nicht zum Schutz der Kinder etwas tun kann…!?!

    Das ehrenamtliche Knuddels-Jugendschutzteam wird da sicher nicht viel machen können, aber die Internetsperre nach chinesischem Muster wäre sehr geeignet.

    Dauert noch etwas, bis die deutsche Version bei Saturn oder MM abgeholt werden MUSS.

    Bis dahin ist den Eltern zu empfohlen, die Kinder wieder vorsichtig an die Sprache heranzuführen, ein knuffeliges Schloss vor die Knuddelsseite zu legen und ab und zu für die „Kleinen“ eine Party auszurichten, LIFE!

    Da läuft auch kein Kind Gefahr, aus dem Chat von einem Unhold zum nächsten Spielplatz gelockt zu werden…

  48. Mal langsam, Kinners.

    Wer sagt denn, dass die „heiße Quelle“ nicht ein bißchen Zwist säen wollte? Vielleicht sogar gesponsort vom Ministerium für Bevormundung und Sprücheklopfen?

    Bin auf jeden Fall froh, dass wir alle einer Meinung sind – Blogger, Kommentatoren, Netzwerke – die Sperren sind keine gute Sache, für absolut niemanden.

    Und dass ausgerechnet das schwarze Schaf unter den sozialen Netzwerken da unterzeichnet – na, das spottet ja dann wohl jeder Beschreibung, nicht? Und ist seeeehr bezeichnend dafür, worum’s wirklich geht.

    Also seid wieder alle nett zueinander – Rufmord ist zwar keine hübsche Sache, aber angesichts eines größeren Feindes vergessen wir das mal wieder, ne?

  49. danke für den Beitrag, die Entwicklungen sind katastrophal und ich glaube, dass es endlich mehr Politik aus der web-community kommen muss!

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