Philip hatte am Freitag in diesem Blog in einem Artikel namens „Deutsche Social Networks sagen ja zu Zensursula“ über Gespräche des Bundesfamilienministeriums mit den großen deutschen social Networks berichtet. Geplant war wohl laut Familienministerium, alle bekannten Betreiber von Social Networks in Deutschland zur Unterzeichnung einer Erklärung zu bekommen, die u.a. die Zensursula-Pläne befürwortet. Diese soll heute als Abschlusserklärung anlässlich einer Konferenz des Bundesfamilienministeriums vorgelegt werden.
Wie das am Freitag abgelaufen ist, war etwas unglücklich, was an einzelnen Formulierungen lag. Dafür entschuldige ich mich und wir lernen daraus, wie wir es beim nächsten Mal besser machen können. Wir haben hier keine Regeln, wie genau was veröffentlicht wird. Und bisher brauchten wir sie auch nicht. Aber sinnvoll dürfte wohl die Regel sein, bei solchen exklusiven Geschichten wie dieser vorher nochmal Peer-Review bei mindestens einem anderen Mitschreiber einzuholen und auch die Pressestellen der genannten Betreiber anzurufen. Und am besten nicht Freitags Nachmittags so was bringen, wenn ich erstmal für drei Tage offline bin.
Aber: Wir haben Belege dafür, dass es die Gespräche zwischen dem Familienministerium und den Betreibern gab. Dazu gehört auch eine Teilnehmerliste und eine Beta-Version der Erklärung. Es scheint auch so gewesen zu sein, dass in dem Gespräch Zustimmung signalisiert wurde, aber danach zurückgezogen wurde. Gut möglich, dass das Familienministerium die Social Network Vertreter mit der Abschlusserklärung in dem Treffen überrascht hat und man hinterher eine bequeme Exit-Situation gesucht hat, um da doch nicht mitzumachen. Insofern ist es aber auch eine schöne Überschrift: „Deutsche Social Networks sagen Nein zu Zensursula“.