Öffentlichkeit

Netzfilter: Unbrauchbar und schädlich

Sueddeutsche.de hat den Dresdner Informatik-Professor Andreas Pfitzmann zu den Plänen unserer Familienministerin bezüglich Netzfiltern interviewt: Unbrauchbar und schädlich.


Netzpolitik.org ist unabhängig, werbefrei und fast vollständig durch unsere Leserinnen und Leser finanziert.

sueddeutsche.de: Der Vorschlag der Familienministerin ist also gänzlich unbrauchbar?

Pfitzmann: Die Sperren sind nicht nur unbrauchbar, sie verursachen auch noch Schäden. Für mich ist das reine Symbolpolitik. Dem Wähler wird suggeriert, dass sich die Politiker mächtig ins Zeug legen. Der Zweck, die Verbreitung von Kinderpornographie einzuschränken, ist zweifellos gut, nur wird das im Internet mit Sperren nicht funktionieren.

Zu dieser Ansicht kommen wir in unserem technischen Gutachten für die Kommission für Jugendmedienschutz (kjm). In einem juristischen Gutachten für die kjm nennt das Max-Planck-Institut in Freiburg auch noch juristische Hürden: Sie sehen die Sperren als Grundrechtseingriff in die Meinungs- und Informationsfreiheit und das Fernmeldegeheimnis.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
3 Kommentare
  1. Ja, aber Herr Experte!
    Sparen Sie sich den Atem.

    Frau von der Leyen hat doch bereits zu Protokoll gegeben, daß sie „fest entschlossen“ ist und sie auch keiner mehr „von dieser Bahn [ab]bringt“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.