„Die Freiheit ist das Opfer“

Der Philosoph Peter Sloterdijk im aktuellen ZEIT Magazin über das, was für ihn das vergangene Jahrzehnt charakterisiert:

ZEITmagazin: Herr Sloterdijk, wer sind die Helden dieses ersten Jahrzehnts des dritten Jahrtausends?

Peter Sloterdjik: Für mich persönlich ist die Antwort evident: die Menschen, die bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen ausgerastet sind. Im Spiegel stand neulich eine hübsche Aufzählung. Ein Passagier hat seine Rasierwasserflasche gegen eine Scheibe geworfen, ein anderer hat eine Kontrolleurin geohrfeigt. Das sind meine Helden, einsame Kämpfer gegen den Sicherheitswahn.

ZEIT Magazin: „Die Freiheit ist das Opfer“

5 Ergänzungen

  1. Generell stimme ich der Aussage zu. Die Aktion mit der Ohrfeige fande ich jedoch – ja, Wortspiel – feige. Die Frau macht doch auch nur ihren Job. Den Frust an ihr auszulassen finde ich falsch.

    1. „Die Frau macht doch auch nur ihren Job.“

      Genau. Glückwunsch. Damit entledigt sie sich jeglicher Verantwortung.

      Wenn all die ausführenden Büttel aufstünden und sagten: „Dieses Flüssigkeitsverbot ist für jeden Dreijährigen als vollkommen sinnlos erkennbar und wir werden ab sofort keine einzige Weinflasche mehr in einen Container werfen“, dann wäre das etwas, das Respekt verlangt.
      Das stupide roboterhafte Ausführen von Befehlen ohne deren Sinnhaftigkeit zu hinterfragen und ggf. auch einmal aufzubegehren verdient Verachtung – und vielleicht auch einmal eine Ohrfeige, damit derjenige möglicherweise zu Besinnung kommt.

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