Den Datenschutz mitdenken

Genau dieselbe Diskussion hatte ich gestern an einem runden Tisch zum Urheberrecht und ich hab ähnlich argumentiert: Heise: „Rights Management“ statt „Technical Protection Measurses“

Scharf kritisiert wurden die Rights-Management-Ansätze vom französischen Informatikprofessor Francois Pellegrini. Mit Blick auf die Fingerprinting-Technik von Audible Magic verwies Pellegrini auf das Urteil eines belgischen Gerichts, das feststellte, dass das System nicht so funktioniere, dass ein Provider wegen Verstößen haftbar gemacht werden könne. „Das System wird niemals funktionieren“, sagte Pellegrini. Er riet vielmehr zu einer Debatte über eine globale Lizenz, das Monitoring der Datenströme auf dem Netz und eine danach bemessene Vergütung für die Künstler. Das Tracking von Nutzern durch Rights-Management-Systeme würden diese dagegen niemals hinnehmen.

Der IFPI-Vertreter beschwerte sich anschließend bei mir, dass wir mit dem Datenschutz-Argument immer alles kaputt reden würden. Mein Tip war, dass sie bei neuen Geschäftsmodellen doch einfach mal den Datenschutz von Anfang an mitdenken sollten.

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Eine Ergänzung

  1. Mich würden ja Details zu der Diskussionsrunde interessieren. Sowas finde ich immer sehr spannend, vielleicht sogar als Video? Leider gibt es abgesehen von den „Standard-Sendungen“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und ntv kein Angebot für sowas.

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