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Der Internetexperte Ingo Wolf aus NRW

Der NRW-Innenminister Ingo Wolf von der FDP möchte sich mit einer Pressemitteilung als Internet-Experte profilieren: „Wer die Überprüfung von Daten auf Rechnern potenzieller Terroristen für einen Einbruch in den grundgesetzlich geschützten Wohnraum hält, hat das Wesen des Internets nicht verstanden“, betonte Wolf. Der Nutzer befinde sich weltweit online und verlasse damit bewusst und zielgerichtet die…

  • Markus Beckedahl

Der NRW-Innenminister Ingo Wolf von der FDP möchte sich mit einer Pressemitteilung als Internet-Experte profilieren:

„Wer die Überprüfung von Daten auf Rechnern potenzieller Terroristen für einen Einbruch in den grundgesetzlich geschützten Wohnraum hält, hat das Wesen des Internets nicht verstanden“, betonte Wolf. Der Nutzer befinde sich weltweit online und verlasse damit bewusst und zielgerichtet die geschützte häusliche Sphäre. „Der Standort des Computers ist dabei völlig unerheblich. Es findet zudem keinerlei Überwachung der Vorgänge in der Wohnung selbst statt“, erläuterte der Innenminister.

Kann dem mal jemand das digitale Zeitalter erklären?

[via]

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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15 Kommentare zu „Der Internetexperte Ingo Wolf aus NRW“


  1. Supertyp

    ,

    LOL… Na FDP eben, nech!

    Das sind mir die Liebsten… Keine Ahnung von nichts, aber einen auf dicke Hose machen.


  2. Hihi! Was hat der denn geraucht? Das will ich auch haben!!!

    Ich überlege mir gerade, was die ganzen Firmen dazu sagen, die online sind oder ihre Mitarbeiter über das Internet koordinieren. Haben die dann auch kein Recht auf Privatsphäre respektive Datenschutz? … Kurz gesagt: Er fordert: Freie Fahrt ohne Hindernisse für (Wirtschafts-)Spionage …


  3. ok, ich übernehm das mal mit dem erklären. das internet besteht aus einer reihe von röhren. es ist kein lkw!


  4. Und im persönlichen Fragebogen auf seiner offizielen Seite steht:

    „Ihr politisches Credo?
    Freiheit und Eigenverantwortung statt staatlicher Zwangsbeglückung“

    http://www.dr-ingo-wolf.de/8.html

    Hahahahahaa ;o)


  5. […] Ich glaub ich ziehe mich wieder in meine häusliche Sphäre zurück. [via netzpolitik.org] […]


  6. […] Neben der Überwachung von VoIP dürften die Online-Durchsuchungen interessant werden. Vor allem, wenn sich bei Innenpolitikern die “Expertise” von FDP-NRW Innenminister Ingo Wolf durchsetzt, dass jeder ans Netz angeschlossene PC nicht einer Privatsphäre zuzuordnen sei – und damit durch keine besonderen Bürgerrechten geschützt sei. von markus um 17:09 | abgelegt in General, Datenschutz, Informationstechnologie, Menschenrechte, Digital Rights, Deutschland Trackback URL | Comment RSS Feed Tag at del.icio.us | Incoming links […]


  7. […] Moment, ich verlasse zielgerichtet die “geschützte häusliche Sphäre”, wenn ich eMail abrufe? So habe ich das noch gar nicht gesehen. […]


  8. […] Moment, ich verlasse zielgerichtet die „geschützte häusliche Sphäre“, wenn ich eMail abrufe? So habe ich das noch gar nicht gesehen. […]


  9. […] Wer die Überprüfung von Daten […] für einen Einbruch in den grundgesetzlich geschützten Wohnraum hält, hat das Wesen des Internets nicht verstanden. Der Nutzer befinde sich weltweit online und verlasse damit bewusst und zielgerichtet die geschützte häusliche Sphäre. […]


  10. […] Jetzt darf dort der Verfassungsschutz auch legal in private Computer einbrechen, weil FDP-Innenminister Ingo Wolf ein ganz komisches Verständnis von Privatsphäre im digitalen Zeitalter hat und dies im Vorfeld der Entscheidung oftmals verbal unter Beweis gestellt hat: “Wer die Überprüfung von Daten auf Rechnern potenzieller Terroristen für einen Einbruch in den grundgesetzlich geschützten Wohnraum hält, hat das Wesen des Internets nicht verstanden”, betonte Wolf. Der Nutzer befinde sich weltweit online und verlasse damit bewusst und zielgerichtet die geschützte häusliche Sphäre. “Der Standort des Computers ist dabei völlig unerheblich. Es findet zudem keinerlei Überwachung der Vorgänge in der Wohnung selbst statt”, erläuterte der Innenminister. […]


  11. […] Der Verfassungsschutz darf nun in NWR legal in Privat Computer eindringen. Wie man es gewohnt ist, biegen sich Politiker alles so zurecht das es passt: “Wer die Überprüfung von Daten auf Rechnern potenzieller Terroristen für einen Einbruch in den grundgesetzlich geschützten Wohnraum hält, hat das Wesen des Internets nicht verstanden”, betonte Wolf. Der Nutzer befinde sich weltweit online und verlasse damit bewusst und zielgerichtet die geschützte häusliche Sphäre. “Der Standort des Computers ist dabei völlig unerheblich. Es findet zudem keinerlei Überwachung der Vorgänge in der Wohnung selbst statt”, erläuterte der Innenminister. (FDP-Innenminister Ingo Wolf) […]


  12. […] Der NRW-Innenminister Ingo Wolf von der FDP möchte sich mit der “Pressemitteilung des Jahres” als Internet-Experte profilieren: “Wer die Überprüfung von Daten auf Rechnern potenzieller Terroristen für einen Einbruch in den grundgesetzlich geschützten Wohnraum hält, hat das Wesen des Internets nicht verstanden”, betonte Wolf. Der Nutzer befinde sich weltweit online und verlasse damit bewusst und zielgerichtet die geschützte häusliche Sphäre. “Der Standort des Computers ist dabei völlig unerheblich. Es findet zudem keinerlei Überwachung der Vorgänge in der Wohnung selbst statt”, erläuterte der Innenminister. […]


  13. […] Darum sind wir dankbar für das, was unsere besorgten Staatsschützer uns an demokratierettenden Maßnahmen beschert haben oder bescheren wollen: Die Vorratsdatenspeicherung, mehr Schutz vor bösen Websites aus dem Ausland, Mautdaten für die Strafverfolgung, das Verbot böser Spiele, BND-Überwachung von Journalisten im Inland, mehr Bundeswehr im Inneren, mehr Kameras in den Innenstädten, die elektronischen Wahlcomputer, die Antiterrordatei, das neue Telemediengesetz und natürlich das totale Highlight des Jahres: Deutsche Rechner ohne ordentlichen Anfangsverdacht ausspionieren. […]


  14. […] bei Podiumsdiskussionen – beim Thema Bürgerrechte kriegt man überall vom politischen Gegner den “Erfinder” der Online-Durchsuchung, den Parteifreund Ingo Wolf, vorgehalten. Das bedauerliche ist nur, dass dieser FDP-Innenminister […]

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