monitor: Wissen ist Macht – Die Datenkrake ELENA

Das ARD-Magazin monitor berichtete am 7. Januar 2010 über das neue Verfahren zum elektronischen Einkommensnachweis namens “ELENA”, gemäß dem seit dem 1. Januar 2010 höchstsensible Daten von rund 40 Millionen Arbeitnehmern von den Arbeitgebern übermittelt und zentral erfasst werden müssen. Das Video ist beim WDR noch online, aber auch bei YouTube eingestellt:

ELENA ist ein Datenmonster. Die zentrale Speicherung von vielen sensiblen Informationen von rund 40 Millionen Arbeitnehmern. Um das Ausfüllen lästiger Formulare zu vereinfachen und zu verhindern, dass Sozialleistungen abgezockt werden. Ordentliche Bürger müssen da nicht misstrauisch sein? Aber warum misstraut dann der Staat den ordentlichen Bürgern so?

Seit wenigen Tagen laufen im Online-Petitionssystem des Deutschen Bundestags auch zwei Petitionen, die sich mit ELENA beschäftigen.

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7 Kommentare

  1. Ziegentier
    Erstellt am 19. Januar 2010 um 13:56 | Permanent-Link

    Das ganze erinnert mich verdammt an “Mother”. Ein weltumspannendes Computer-System dass zu ähnlichen Zwecken geschaffen wurde, sich aber bald zu einem lückenlosen Überwachungsnetz entwickelt.
    “Der Mastercode” von Scott McBain. Sehr zu empfehlen!

  2. fi
    Erstellt am 19. Januar 2010 um 14:06 | Permanent-Link

    Kurze Frage: Ist es erlaubt, Sendungen des WDR zu veröffentlichen?

  3. ninjaturkey
    Erstellt am 19. Januar 2010 um 14:14 | Permanent-Link

    @fi: natürlich NICHT – schließlich haben wir dafür ja bezahlt. Genauso wie z.B. für die Bankenrettung oder mp3s, und die gehören uns danach ja schließlich auch nicht.

  4. llamaz
    Erstellt am 19. Januar 2010 um 19:04 | Permanent-Link

    Was mir immer noch nicht ganz klar ist: Inwiefern soll mich das ELENA Verfahren als Arbeitgeber entlasten? Ich habe 5 Angestellte und mein Betrieb existiert seit sieben Jahren. In dieser Zeit musste ich genau einmal eine Lohnbescheinigung ausstellen.
    Jetzt soll ich die Daten jeden Monat übermitteln. Ob diese gebraucht werden oder nicht. Inwiefern ich dadurch Geld oder Arbeitszeit einspare ist mir schleierhaft. Obwohl das ständig behauptet wird.

  5. Gabriele Kimmich
    Erstellt am 19. Januar 2010 um 21:20 | Permanent-Link

    Elena das ist die elektronische Stasi.Der Arbeitgeber mutiert zum Staatspitzel.
    In diktatorischen Ländern werden die Leidtragenden vor vollendete Tatsachen
    gestellt, wie in Deutschland mit Elena.Kein Widerspruchsrecht usw.

    Selbstverständlich werden die Daten zweckentfremdet, dafür ist doch alles
    verbereitet bereits in Form der Fragen an den Arbeitgeber.

    Wie allgemein bekannt, musste in Deutschland die Demokratie erst eingeführt
    werden, um diese Stück für Stück wieder abzuschaffen unter der Regierung
    einer Kanzlerin! Im Jahre 2010!

    Die SPD und Grünen haben Elena ins Leben gerufen und CDU/CSU und FDP
    setzen diese mit X angeblichen Volksvertretern um! Koch der Arbeitszwang
    für arbeitssuchende Bürger fordert passt bestens in diesem Streben nach Diktatur!

  6. Peter
    Erstellt am 20. Januar 2010 um 00:13 | Permanent-Link

    .mir ist schlecht

  7. Erstellt am 22. Januar 2010 um 02:33 | Permanent-Link

    Achtung!

    Es gibt eine Petition um ELENA wieder abzuschaffen.

    Bitte unter
    https://epetitionen.bundestag.de/index.php?PHPSESSID=d9d6e38ade3a44ef389eb900772e46bf&action=petition;sa=details;petition=8926

    mitzeichnen

8 Trackbacks

  1. [...] ELENA ist ein Datenmonster. Die zentrale Speicherung von vielen sensiblen Informationen von rund 40 Millionen Arbeitnehmern. Um das Ausfüllen lästiger Formulare zu vereinfachen und zu verhindern, dass Sozialleistungen abgezockt werden. Ordentliche Bürger müssen da nicht misstrauisch sein? Aber warum misstraut dann der Staat den ordentlichen Bürgern so? via netzpolitik [...]

  2. Von Freiheit stirbt mit Sicherheit « am 20. Januar 2010 um 05:12

    [...] ELENA-Projekt, der zentralen Speicherung aller Einkommensdaten, Streik- und Aussperrdaten, Abmahnung- und Kündigungsgründe. Es gibt auch [...]

  3. Von reydt.net am 20. Januar 2010 um 13:40

    ELENA, die Datenkrake…

    “Willkommen, und es geht bei uns los mit ELENA. ELENA ist ein Datenmonster. Die zentrale Speicherung von vielen sensiblen Informationen von rund 40 Millionen Arbeitnehmern. Um das Ausfüllen lästiger Formulare zu vereinfachen und zu verhindern, da…

  4. [...] monitor: Wissen ist Macht – Die Datenkrake ELENA : netzpolitik.org. [...]

  5. Von Spontis Wochenschau #3 – Spontis Weblog am 26. Januar 2010 um 21:18

    [...] Wissen ist Macht – Die Datenkrake ELENA Düstere Aussichten. Seit Jahresbeginn gibt es einen Zentralrechner der deutschen Rentenversicherung sammelt alles, Adresse, Einkommen, Arbeitsstunden, Überstunden, Abwesenheit, Fehlzeiten. Und wer hat wieder seine Finger drin? Von der Leyen. Hoffentlich leuchtet den Wählern dieser Dame bald ein Licht auf, oder besser eine Energiesparlampe. “ELENA ist ein Datenmonster. Die zentrale Speicherung von vielen sensiblen Informationen von rund 40 Millionen Arbeitnehmern. Um das Ausfüllen lästiger Formulare zu vereinfachen und zu verhindern, dass Sozialleistungen abgezockt werden. Ordentliche Bürger müssen da nicht misstrauisch sein? Aber warum misstraut dann der Staat den ordentlichen Bürgern so?“ [...]

  6. Von darktiger.org am 27. Januar 2010 um 21:02

    ePetition des Monats: ELENA einstampfen…

    Es gibt zur Zeit zwei Petitionen zum ELENA-Verfahren, dem elektronischen "Entgelt"-Nachweis. Nun mag es sicherlich Gründe geben, die für ein (vereinfachtes) ELENA sprechen, wie z.B. Bürokratieabbau. Leider kann es "Vater S…

  7. [...] beginnen. Wird dieses Bild an eine elektornisch Personalakte angehängt, wie in Deutschland der ELENA Dateien, wird das Bild in Zukunft die Biografie des Körpers bestimmten, der vor der Kamera [...]

  8. Von Glatirameracetat | Flaschenpost am 21. Juli 2010 um 19:33

    [...] Themen gibt es genug: von ACTA über den Mangel an Bildung, den  neuen Personalausweis, die Datenkrake ELENA, das Swift-Abkommen, den E-Brief(warum muss ich an den Film ‘Brazil’ denken?), der [...]

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