Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 05.02.2026

    tagesschau.de

    Nur etwa vier Prozent ihrer Urteile machen Zivil- und Verwaltungsgerichte öffentlich zugänglich. Dabei könnte mehr Transparenz das Vertrauen in die Justiz stärken. Die Initiative "Offene Urteile" will deshalb in den nächsten Jahren rund eine Million Urteile anfragen und veröffentlichen.

  • Die Zeit

    ARD und ZDF planen, bei der Ausstrahlung der Olympischen Winterspiele KI-geschnittene Videos mit Highlights und Zusammenfassungen zu verwenden. Die Inhalte wollen die TV-Anstalten nicht kennzeichnen, weil diese auf Original-Sendematerial basieren.

  • Bundesnetzagentur

    Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr Mängel an 7,7 Millionen elektronischen Geräten festgestellt. Der Großteil wurde aus dem Verkehr gezogen; betroffen waren etwa Smartwatches, wenn diese eine Blutzuckermessung nur simulierten.

  • Corporate Europe Observatory

    Der Digital Fairness Act der EU könnte Europas erstes Gesetz gegen süchtigmachendes Design digitaler Dienste werden. Noch bevor der erste Entwurf überhaupt veröffentlicht ist, laufen die Lobby-Armeen von Big Tech Sturm gegen die mögliche Regulierung.

  • The Guardian

    Ein Bericht über Indiens Arbeiter:innen, die für US-Tech-Konzerne traumatisierende Datenarbeit hinter KI und digitalen Diensten erledigen. Hauptzielgruppe sind hier Frauen in ländlichen Gebieten, die mit den Folgen ihrer Tätigkeit alleingelassen werden.

  • Good Authority

    Eine Gruppe von US-Forschenden konnte keine Belege für politische Zensur von TikTok-Inhalten im Zuge der jüngsten Übernahme der US-Geschäfte durch ein Trump-nahes Konsortium entdecken. Stattdessen seien die beobachteten Ausfälle genereller Natur gewesen.

  • heise online

    Die Medienaufsicht in Berlin und Nordrhein-Westfalen nimmt KI-Zusammenfassungen ins Visier. Nach Informationen der Zeit (€) leiten sie Verwaltungsverfahren gegen Google und KI-Suchmaschine Perplexity ein. Dabei soll es um Verantwortung und Medienvielfalt gehen.

  • Digital Fairness Act Newsletter

    Ein Vorschlag der EU-Kommission für den geplanten Digital Fairness Act wird frühestens im 4. Quartal 2026 erwartet. Auch mögliche Regeln für Alterskontrollen sollen hierfür geprüft werden.

  • Bundeskartellamt

    Amazon hat seine Doppelrolle als Betreiber des Amazon Marketplace und Anbieter von Produkten ausgenutzt. Das Bundeskartellamt untersagt dem Unternehmen, die Preise von anderen Händler:innen zu beeinflussen, und schöpft 59 Millionen Euro unlauterer Gewinne ab.

  • SWR

    Eine SWR-Recherche zeigt das Ausmaß mangelnder Transparenz in der deutschen Justiz. Demnach wird ein Großteil der Gerichtsurteile in allen Bundesländern nicht veröffentlicht – in Rheinland-Pfalz sogar nur 1,5 Prozent.

  • taz

    Die russischsprachige Zeitung Novaya Gazeta Europe hat die Kreml-Propaganda auf Telegram von 2019 bis 2024 untersucht. Zu den Feindbildern gehören demnach queere Menschen, Migrant*innen und Oppositionelle, fasst die taz auf Deutsch zusammen.

  • Ticker vom 04.02.2026

    The Washington Post

    Offenbar um die Angebote seiner KI-Unternehmen attraktiver zu machen, hat Elon Musk laut anonymen Quellen sowie internen Dokumenten Schutzmechanismen rund um sexualisierte Inhalte abgebaut. Der Grok-Deepfake-Skandal war kein Unfall, sondern geradezu vorprogrammiert.

  • The New York Times

    Eine Gruppe von Crypto-Investoren hat dem US-Präsidenten Trump eine vergoldete, über 4 Meter hohe Statue gewidmet. Nun soll das „Don Colossus“ genannte Ungetüm auf Trumps Golfplatz in Florida aufgestellt werden.

  • Reuters

    Bei Amazon MGM Studio, wo der Online-Händler eigene Filme und TV-Serien produziert, soll vermehrt KI zum Einsatz kommen. Die „AI Studio“-Initiative soll Kosten einsparen und den kreativen Prozess optimieren.

  • Euractiv

    Die EU-Kommission sucht nach einer weniger US-bezogenen Kommunikationsmöglichkeit als Backup-Variante für Microsoft Teams und will dafür nun eine Lösung auf Basis des Matrix-Protokolls ausprobieren.

  • ARD Audiothek

    Ein Podcast über BibisBeautyPalace, die bürgerlich Bianca Heinicke heißt, und eine der ersten großen deutschen Influencer:innen. Aber eigentlich auch über mehr: über parasoziale Beziehungen und die Frage, wie Veränderung bei einem Leben in der Öffentlichkeit möglich ist.

  • tagesschau.de

    Die Mitarbeitenden der US-Abschiebebehörde ICE müssen in Minneapolis künftig Bodycams tragen, später auch im ganzen Land.

  • heise online

    Detlef Borchers blickt 50 Jahre zurück: auf eine Zeit, in der ein zwanzigjähriger Bill Gates sich an "Hobbyanwender" richtete, die seine Software nutzten, ohne vorher dafür bezahlt zu haben.

  • taz

    Die Berliner Polizei soll künftig mit einem Drei-Stufen-Modell "Menschen mit Risikopotenzial" einstufen, die mutmaßlich psychisch erkrankt sind. Es gibt Kritik daran, dass der Fokus dabei zu stark auf der Polizei und nicht auf dem Hilfesystem liege.

  • The Irish Times

    Die Republikaner in den USA organisieren eine Anhörung, um vermeintliche "europäische Gefahren auf die US-Meinungsfreiheit und Innovation" zu untersuchen. Geladen ist auch ein bekannter Transfeind aus Irland.

  • International AI Safety Report

    Ein Bericht von Dutzenden KI-Fachleuten stellt Defizite beim Risikomanagement für KI-Modelle fest. Es mangele unter anderem an Systemen, um künstlich generierte Inhalte zu identifizieren.

  • Ticker vom 03.02.2026

    Garbage Day

    Was haben der Sexualstraftäter Jeff Epstein, der Trump-Vertraute Steve Bannon und der 4chan-Gründer Christopher „moot“ Poole gemein? Kürzlich veröffentlichte E-Mails geben Einblick in eine toxische Szene, die zum Erfolg Donald Trumps beigetragen hat.

  • Reuters

    Spaniens Premier Pedro Sánchez will ein Verbot von Social Media für unter 16-Jährige, außerdem sollen CEOs persönlich für Hassrede auf ihren Plattformen haften. Die Vereinbarkeit des Vorstoßes mit EU-Recht ist fraglich.

  • tagesschau.de

    Französische Behörden haben die Niederlassung von X in Paris durchsucht, es geht um die vermutete Bevorzugung rechtsextremer Inhalte und sexualisierte Deepfakes. Zudem flatterten Vorladungen an Elon Musk und Ex-X-Geschäftsführerin Linda Yaccarino ins Haus.