Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 01.04.2026

    The Register

    Anthropic hat versehentlich den gesamten Quellcode von Claude Code offengelegt. Der Quellcode wurde in einem GitHub-Repository gesichert, das inzwischen zigtausend Mal gespiegelt wurde.

  • Verfassungsblog

    Die Bundesregierung will biometrische Fotofahndung im Netz. Im Verfassungsblog listet eine Juristin Zweifel auf. "Unklar bleiben die Datenbasis, die eingesetzten Systeme, die Kontrolle der Ergebnisse und die rechtlichen Grenzen des biometrischen Abgleichs."

  • Süddeutsche Zeitung

    Die für die Anzeige von Collien Fernandes zuständige Staatsanwaltschaft auf Mallorca plädiert dafür, das Verfahren nach Deutschland zu übergeben und folgt damit den Argumenten von Christian Ulmens Verteidigerteam. Sollte die Richterin zustimmen, würde die Angelegenheit in Spanien nicht weitergeführt.

  • Deutschlandfunk

    Der Senat in Frankreich ist für ein Social-Media-Verbot bestimmter Plattform bis 15 Jahre. Die Nationalversammlung will einen pauschaleren Ansatz. Nun geht der Plan zum Vermittlungsausschuss. Die Vereinbarkeit mit EU-Recht ist fraglich.

  • heise online

    In den Bundesländern stehe eine "Demontage der Transparenzrechte" bevor. Nach Berlin wollen demnach etwa auch Schleswig-Holstein, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern einschränken, was staatliche Stellen offenlegen müssen.

  • eSafety Commissioner

    Nach gut drei Monaten Social-Media-Verbot in Australien stellt die zuständige Behörde fest: Viele unter 16-Jährige haben immer noch ihre Accounts oder erstellen neue. Nun prüft sie, ob Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok und YouTube gegen Vorgaben verstoßen.

  • Ticker vom 31.03.2026

    Mogabay

    Indonesien ist einer der wichtigsten Produzenten von Tech-Rohstoffen wie Nickel, Bauxit oder Zinn. Ein von Trump aufgezwunger Zoll-Deal könnte Bemühungen zunichte machen, den Sektor nachhaltiger zu machen und Wertschöpfung im eigenen Land zu halten.

  • Rest of World

    US-Regierung und Silicon Valley haben die Golf-Staaten zu strategischen Partnern beim Bau von Rechenzentren auserkoren, die für den KI-Boom benötigt werden. Seit Iran erstmals Rechenzentren bombarbiert hat, steht ein Scheitern dieser Wette auf die Zukunft im Raum.

  • Reuters

    Tinders Mutterkonzern MatchGroup hat einen Rechtsstreit mit der US-Verbraucherschutzaufsicht FTC per Vergleich beendet. Der Vorwurf: Ein Unternehmen für Gesichtserkennung soll 2014 Bilder und Standortdaten von Millionen OKCupid-Nutzer*innen erhalten haben.

  • Liberties

    Der neueste Bericht der Berliner NGO Liberties zur Rechtsstaatlichkeit in der EU sieht Deutschland als "Absteiger". Zu den Gründen zählen demnach mangelnde staatliche Transparenz, Druck von Rechtsaußen und Verunsicherung der Zivilgesellschaft.

  • Forbes

    Das FBI hat den Hack auf das private GMail-Konto ihres Chefs Kash Patel bestätigt. Für Hinweise zur Identifikation der iranischen Hacker hat die Behörde Forbes zufolge eine Belohnung von 10 Millionen US-Dollar ausgerufen.

  • Rheinische Post

    Verschärfungen zu digitaler Gewalt im Strafrecht könnten weitestgehend verpuffen, warnt Sven Rebehn vom Deutschen Richterbund. Es seien auch keine Wissenslücken, sondern „eklatante Personallücken“, die eine wirksame Strafverfolgung ausbremsen würden.

  • Der Standard

    "Auf Online-Altersbeschränkungen folgt der Wunsch nach dem Verbot von VPN-Diensten", analysiert Der Standard und warnt vor einer Überwachungsspirale nach dem "Vorbild von autoritären Regimen wie Nordkorea, Russland oder China".

  • Reuters

    Seit 28. März gilt in Indonesien ein Social-Media-Verbot bis 16 Jahre für ausgewählte Plattformen. Wie die Agentur Reuters berichtet, sind das unter anderem TikTok, X, Roblox, YouTube, Facebook und Instagram.

  • Ticker vom 30.03.2026

    taz

    Einer Meta-Studie zufolge fördern frauenfeindliche Inhalte in Medien und Kulturgütern aggressive Reaktionen, herabwürdigende Stereotypen und Vergewaltigungsmythen - vor allem bei Männern, aber auch bei Frauen.

  • thereallo.dev

    Das Weiße Haus hat eine neue offizielle Android-App und Entwickler*in Thereallo hat sich diese genauer angeschaut. Demnach enthält die App unter anderem einen Cookie-/Paywall-Bypass und erfasst alle paar Minuten Standort-Daten.

  • The Guardian

    Einer Studie des AI Security Institute zufolge nimmt die Zahl der KI-Chatbots zu, die menschliche Anweisungen ignorieren und "betrügerisches" Verhalten zeigen.

  • Tarnkappe

    Spotify und Major-Labels fordern rund 322 Millionen US-Dollar Schadensersatz von Anna's Archive. Sie werfen der Plattform vor, Millionen Musikdateien von Spotify kopiert, Schutzmechanismen umgangen und Teile davon weiterverbreitet zu haben.

  • ntv

    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will Kameras mit "künstlicher Intelligenz" an deutschen Bahnhöfen. Sie sollen biometrische Gesichtserkennung durchführen sowie Waffen und verdächtiges Verhalten erkennen.

  • heise online

    Kein AI Slop auf Wikipedia: Nach der deutschsprachigen hat nun auch die englischsprachige Ausgabe der Online-Enzyklopädie beschlossen, den Einsatz von KI-Modellen stark einzuschränken.

  • FAZ

    Das Hackerkollektiv Handala hat das private GMail-Konto von FBI-Chef Kash Patel gehackt und persönliche Korrespondenz, ältere berufliche Unterlagen und private Fotos des Behörden-Leiters veröffentlicht.

  • taz

    Am Mittwoch startet Artemis II, die erste bemannte Mondmission seit über 50 Jahren. Mit der Mission wollen die USA ihren Vorsprung gegenüber China verteidigen. Der beruht allerdings zu großen Teilen auf einem einzigen Privatunternehmen: Elon Musks Firma SpaceX.

  • Ars Technica

    Ein US-Gericht hat eine Klage von Elon Musk abgewiesen. Musk hatte behauptete, Werbekunden hätten gegen das Kartellrecht verstoßen, indem sie sich nach seiner Übernahme von Twitter zu einem Werbeboykott abgesprochen hätten. Das Gericht fand das nicht schlüssig.

  • Ticker vom 27.03.2026

    ORF

    Die österreichische Bundesregierung hat sich offenbar auf ein Verbot sozialer Netzwerke für Kinder unter 14 Jahren geeinigt, ein Gesetzentwurf soll bis Juni kommen. Die Vereinbarkeit mit EU-Recht ist fraglich.