Reuters Institute for the Study of Journalism

  • Der Medienmäzen: Diese Schlagzeile ist für Google optimiert
    Die Zeitungsleser von Josef Danhauser
    Josef Danhauser, "Die Zeitungsleser"
    Der Medienmäzen Diese Schlagzeile ist für Google optimiert

    Ein über ein Jahrzehnt andauerndes Gefecht zwischen dem Technologiekonzern Google und den Presseverlagen ist vorbei. Ist sein größtes Opfer der Journalismus? Ein Essay.

    2. Juli 2022 2
  • Digital News Report 2021 : Die Pandemie fordert das digitale Mediengeschäft weltweit heraus
    Smartphone mit Nachrichtenartikeln über Corona
    Corona-Nachrichten haben viele Menschen vom Smartphone aus verfolgt.
    Digital News Report 2021 Die Pandemie fordert das digitale Mediengeschäft weltweit heraus

    Journalistische Angebote werden weltweit schon lange digitaler, mobiler und stärker abhängig von großen Plattformen. Der neue Digital News Report zeigt, dass die Coronapandemie diese Entwicklung beschleunigt.

    23. Juni 2021
  • Medienmäzen Google: Wie der Datenkonzern den Journalismus umgarnt
    Google und der Journalismus
    Kongresse, Preise, Fellowships, Fortbildungen und hunderte Millionen für Innovationsprojekte: Google umwirbt den Journalismus seit einigen Jahren heftig.
    Medienmäzen Google Wie der Datenkonzern den Journalismus umgarnt

    Google gibt in Europa viele Millionen Euro für politische Landschaftspflege aus. Unsere neue Studie beleuchtet, wie sich das auf die Unabhängigkeit der Medien auswirkt.

    26. Oktober 2020 2
  • : Was vom Tage übrig blieb: Zensur, digitaler Journalismus und George Soros
    Die Wolken haben sich bis auf weiteres verzogen (yay!), kalt ist es aber trotzdem (buh!).
    Was vom Tage übrig blieb: Zensur, digitaler Journalismus und George Soros

    Wie ein zensiertes Internet aussieht, was die Neue Richtervereinigung vom Polizeigesetz Brandenburg hält, wie George Soros zum Feindbild der Rechten aufgebaut wurde und wie die Szene hinter dem letzten Datenleak tickt. Gestolpert sind wir auch über einen Bericht zum Datenjournalismus und über unkritische AI-Berichterstattung. Die interessantesten Reste des Tages.

    14. Januar 2019 7
  • : Studie: Industrie dominiert mediale Berichterstattung über Künstliche Intelligenz
    Tech-Unternehmer Elon Musk
    Oft im Fokus der Aufmerksamkeit: Tech-Unternehmer Elon Musk
    Studie: Industrie dominiert mediale Berichterstattung über Künstliche Intelligenz

    Die Interessen großer Konzerne stehen bei Medienberichten über Künstliche Intelligenz (KI) in Großbritannien klar im Vordergrund. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Reuters-Instituts für Journalismusforschung der Universität Oxford. Die bei weitem häufigste Quelle für Artikel zum Thema KI seien Pressemeldungen von Unternehmen, schreibt Co-Autor Scott Brennen. KI werde häufig als relevante und passende Lösung für eine ganze Reihe von Problemen beschrieben.

    Die Studie analysierte 760 in diesem Jahr erschienene Artikel in britischen Medien. Sie kommt zu dem Schluss:

    1. Nahezu 60 Prozent der Artikel konzentrieren sich auf neue Produkte, Ankündigungen oder Initiativen von Unternehmen. Bezüge zu KI finden sich in Berichten über Smartphones und Laufschuhe, Sexroboter und die Konservierung von Gehirnen.
    2. Medien berichten regelmäßig über PR-Event von Unternehmen, neue Startups, Übernahmen, Investitonen und Konferenzen
    3. Ein Drittel der Artikel beruhen auf Industrie-Quellen – hauptsächlich Firmenchefs und führende Manager. Sie kommen sechs Mal so oft vor wie Regierungsquellen und doppelt so oft wie Quellen aus der Wissenschaft.
    4. Zwölf Prozent der Artikel nennen namentlich Tesla-Chef Elon Musk.
    5. KI-Produkte werden oft als Lösung für eine ganze Reihe von Problemen beschrieben, von Krebs bis zu erneuerbarer Energie und der Auslieferung von Kaffee. Journalisten und Kommentatoren hinterfragen selten, ob KI-basierte Technologie die beste Lösung für solche Fragen ist oder erwähnen kritische Debatten über die möglichen Auswirkungen von KI.
    6. Mediale Berichterstattung über KI ist politisiert: Rechtsgerichtete Medien beleuchten wirtschaftliche und geopolitische Fragen; linke Medien schreiben über ethische Fragen wie Diskriminierung, algorithmische Verzerrung und Privatsphäre.
    13. Dezember 2018
  • : Studie: Debatten in sozialen Medien immer seltener öffentlich
    Der Schlagabtausch im Netz läuft zunehmend in privaten Foren ab
    Studie: Debatten in sozialen Medien immer seltener öffentlich

    Wegen Algorithmusänderungen Facebooks und aggressiven Trollen werden viele Nachrichten nur mehr in privaten Chats und geheimen Messengergruppen diskutiert. Damit wird die Bildung der öffentliche Meinung im Netz immer schwerer nachvollziehbar, heißt es in einer neuen Studie des Reuters-Instituts in Oxford.

    14. Juni 2018 10
  • : Roboterjournalisten retten die Lokalpresse. Wer rettet uns davor?
    Roboter in einem Berliner Spielzeugladen. Marschieren die demnächst bei der BZ ein?
    Roboterjournalisten retten die Lokalpresse. Wer rettet uns davor?

    Nachrichtenagenturen von London bis Helsinki setzen seit neuestem Algorithmen für ihre Lokalberichterstattung ein. Doch statt neutraler Datenberichte liefern die automatischen Textgeneratoren Spin am laufenden Band. Die Öffentlichkeit steht mit dem Beginn des Roboterzeitalters im Journalismus vor einer neuen Herausforderung.

    16. März 2018 18
  • : Fake News hängen in Frankreich auf Facebook mitunter seriöse Quellen ab
    Facebook wirkt als wirksamer Verstärker für Fake News
    Fake News hängen in Frankreich auf Facebook mitunter seriöse Quellen ab

    Eine neue Studie wirft ein Schlaglicht auf den großen Erfolg einzelner Verbreiter von Falschnachrichten in dem sozialen Netzwerk. Während Fake-News-Webseiten in Frankreich und Italien kaum nennenswerte Zugriffszahlen haben, ziehen sie auf Facebook in einigen Fällen deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich als seriöse Nachrichtenquellen. Die Plattform wird damit zum Verstärker für Falschnachrichten.

    1. Februar 2018 7
  • : Soziale Netzwerke bekommen eine immer zentralere Rolle für den Vertrieb von Nachrichten
    CC BY-SA 2.0 via flickr by Ron Mader
    Soziale Netzwerke bekommen eine immer zentralere Rolle für den Vertrieb von Nachrichten

    Das Reuters Institute for the study of Journalism veröffentlichte diesen Montag den Digital News Report 2015. Dazu wurden 24.000 Menschen in zwölf Ländern zur Nutzung digitaler Medien befragt. Hier findet ihr die ganze Studie.

    Der wohl zentralste Punkt der Studie ist, dass das Smartphone als Informationsquelle dient. Deutschland hängt im internationalen Vergleich hinterher, da hierzulande 34 % aller Befragten ihr Mobiltelefon als Informationsquelle für Nachrichten nutzen, was übrigens nur 2 % mehr sind als im letzten Jahr, sind es in den USA 44 % und in Dänemark sogar 57 %. Im Durchschnitt aller an der Studie teilnehmenden Nationen sagen 25 %, dass das Smartphone ihr bevorzugtes Medium für den Konsum für Nachrichten ist.

    Allerdings hat das Smartphone einen Einfluss darauf, wie viele Quellen genutzt werden. Durchschnittlich nutzen alle Befragten nur 1,52 Quellen auf ihren Smartphones. Jedoch haben 70 % aller Smartphone-User Nachrichten-Apps auf ihren Handys installiert, jedoch nutzen diese nur rund ein Drittel. Klassische Fernsehnachrichten bleiben jedoch mit Abstand die populärste Nachrichtenquelle, jedoch nicht in den USA und Dänemark, wo Online-Nachrichten den althergebrachten Nachrichten den ersten Rang streitig machen. Deutschland, Frankreich und Japan haben die größte Verbundenheit mit traditionellen Medien und reagieren tendenziell langsamer auf digitale Trends.

    Die Studie behandelt soziale Netzwerke als eigenständige Nachrichtenquellen, auch wenn sie momentan eher ein Vertriebsweg für Nachrichten darstellen und keine eigenen Nachrichtenformate haben. Dies soll sich jedoch ändern, sowohl Facebook als auch Apple arbeiten an eigenen Plattformen für Nachrichten, mit denen sie vor allem ein jüngeres Publikum erreichen wollen. Generell steigt die Zahl der User, die ihre Nachrichten aus Facebook beziehen, allerdings weniger in Deutschland als in den USA, Dänemark und Frankreich. Länderübergreifend liegt der Durchschnitt bei 41 % der Nutzer, die über Facebook ihre Nachrichten beziehen. Ungewöhnlich scheint es aber, das weder Youtube noch Twitter über 20 % kommen, und 9 % nutzen Whatsapp scheinbar, um Nachrichten zu beziehen.

    Die Online-Suche bleibt in Deutschland die wichtigste Einstiegsstelle für Nachrichten, etwa 45 % benutzen eine Suchmaschine, um zur gewünschten Nachricht zu kommen. Direkt auf einer Nachrichtenseite landen 26 %, ohne den Zwischenschritt einer Suchmaschine, und weitere 20 % gelangen über soziale Netzwerke zur Nachricht. Allerdings sind die kulturellen Unterschiede in dieser Kategorie enorm. So landen beispielsweise 52 % aller britischen Bürger, 54 % der Dänen und sogar 63 % der Finnen direkt auf einer Newspage.

    Das Vertrauen gegenüber der Berichterstattung ist sehr unterschiedlich. In Deutschland stimmen 60 % der Befragten der Aussage zu: „Ich glaube, ich kann den meisten Nachrichten in der Regel vertrauen.“ Bei der Glaubwürdigkeit erreichen die USA, Italien und Spanien Werte unter 40 %. Den absoluten Topwert erreicht Finnland mit 68 %.

    Nach wie vor lässt sich jedoch keine Änderung erkennen, wenn es um die Etablierung von Bezahlmodellen geht. Die Umsätze steigen durchschnittlich zwar an, dies allerdings nur aufgrund der eben auch steigenden Anzahl von Usern im allgemeinen. Es bereite immer noch Probleme, aus Gewohnheitslesern zahlende Kunden zu machen. In Deutschland bezahlen 7 % der Befragten für Online-Nachrichten, zum Vergleich in Finnland sind es doppelt so viele.

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    Ein weiteres großes Problem der Finanzierung sind die sinkenden Werbeeinnahmen. Die Anzahl der User, die Ad-Blocker verwenden, um sich von Werbung abzuschirmen, steigt stetig an. Die User empfinden die Werbung als störend. Auch alternative Formen der Werbung wie etwa „sponsored content“ oder „native advertising“ kommen ebenfalls nicht an, da die Nutzer sich enttäuscht und irregeführt fühlen.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass gerade soziale Netzwerke wie Facebook und Co. eine immer größere Rolle für den Vertrieb von Nachrichten spielen. Der Markt hat aber enorm damit zu kämpfen hat, zahlende Kunden zu gewinnen und somit funktionierende Geschäftsmodelle zu etablieren.

    22. Juni 2015 3