Datenschutz
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Jetzt also doch: Polizei in Singapur darf Daten der Kontakt-Tracing-Anwendung nutzen
Die Skyline von Singapur Jetzt also doch: Polizei in Singapur darf Daten der Kontakt-Tracing-Anwendung nutzen Mit Singapur legt einer der Vorreiter bei der Bluetooth-basierten Kontaktverfolgung eine Kehrtwende beim Datenschutz hin. Lange Zeit hieß es von der Regierung, die Daten aus der Anwendung „TraceTogether“ würden nur für das Aufspüren von Risikokontakten genutzt. Jetzt sagt ein Minister, auch die Polizei habe Zugriffsrechte.
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Digitale Einreiseanmeldung: Wer soll das alles kontrollieren?
Driving home for christmas? Dieses Jahr nicht nur im Radio ein Problem. Digitale Einreiseanmeldung: Wer soll das alles kontrollieren? Wer aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich digital anmelden und in Quarantäne begeben. Viele geben dabei offenbar falsche Daten an, doch das ist nicht das einzige Problem.
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Automatisierte Entscheidungen: Gericht macht Weg für den AMS-Algorithmus wieder frei
Automatisierte Entscheidungen: Gericht macht Weg für den AMS-Algorithmus wieder frei In Österreich darf ein Algorithmus zur Vorhersage von Jobchancen nun doch wieder eingesetzt werden. Das Bundesverwaltungsgericht hatte Anfang der Woche ein Verbot der Datenschutzbehörde wieder aufgehoben. Damit könnte das System ab dem Frühjahr bundesweit zum Einsatz kommen.
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Automatisierte Einlasssysteme: Vermessung auf dem Weg ins Fußballstadion
Fußball in Deutschland lebt von engagierten Fans. Zu oft schlägt ihnen Misstrauen entgegen. Automatisierte Einlasssysteme: Vermessung auf dem Weg ins Fußballstadion Unter dem Vorwand der Pandemie-Bekämpfung schleichen sich derzeit Überwachungssysteme in die Stadien der Bundesliga ein. Mehrere Vereine experimentieren mit Temperaturmessungen und Maskenerkennung am Einlass. Datenschutzbehörden melden Zweifel an.
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Registermodernisierungsgesetz: Mehr Kritik an der zentralen Personenkennziffer
Das Registermodernisierungsgesetz soll die Digitalisierung der an die 220 deutschen Datenregister ermöglichen. Registermodernisierungsgesetz: Mehr Kritik an der zentralen Personenkennziffer Der Entwurf des Registermodernisierungsgesetzes ist wohl verfassungswidrig. Zu dem Beschluss kommen nun auch Expert:innen in einer Anhörung des Bundestags. Aber es gab auch Befürworter:innen der Pläne.
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Datenabfragen durch AfD-nahen Polizisten: Auf den Notruf folgt die Drohung
"Dass Rechte so leicht an meine Kontaktdaten kommen konnten, verunsichert mich bis heute." Datenabfragen durch AfD-nahen Polizisten: Auf den Notruf folgt die Drohung Nach einem politischen Streit auf Facebook ruft ein Beamter Informationen über eine junge Frau aus Polizeidatenbanken ab. Kurz darauf versuchen Rechte, sie mit diesen Daten einzuschüchtern. Rekonstruktion eines Datenschutzskandals, der womöglich nie ganz aufgeklärt wird.
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DSGVO-Strafe: Twitter zahlt für Datenleck nur 450.000 Euro
Twitter steht unter Aufsicht der irischen Datenschutzbehörde, die notorisch lasch vorgeht. DSGVO-Strafe: Twitter zahlt für Datenleck nur 450.000 Euro Die vielgescholtene irische Datenschutzbehörde hat still und heimlich ihr zweijähriges Verfahren gegen Twitter beendet. Das Ergebnis ist wenig beeindruckend.
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Zerschlagenes Privacy Shield: 289 Bundestagsabgeordnete scheitern am Datenschutz
Datenübertragung in den USA – das Privacy Shield hat nicht gehalten Zerschlagenes Privacy Shield: 289 Bundestagsabgeordnete scheitern am Datenschutz Gut 40 Prozent der Bundestagsabgeordneten verweisen auf ihren Websites immer noch auf das vom EuGH gekippte Privacy Shield. Das zeigt eine Datenanalyse von netzpolitik.org. Die Seiten haben kuriose, peinliche und teils illegale Datenschutzmängel.
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Europäischer Datenschutzbeauftragter: Datenschutz muss auch für Geflüchtete gelten
Ein Mitarbeiter des Bundesamt fürs Migration und Flüchtlinge scannt einen Fingerabdruck. Europäischer Datenschutzbeauftragter: Datenschutz muss auch für Geflüchtete gelten Die geplanten Maßnahmen aus dem EU-Migrationspakt haben Konsequenzen für Datenschutz von Asylsuchenden. Der Europäische Datenschutzbeauftragte sieht viele Probleme und weist auf einen beunruhigenden Trend in der Asylpolitik hin.
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Wissenschaftliche Dienste: EU-Vorschlag zur Umgehung von Verschlüsselung unbrauchbar
Die Vorschläge der EU zur Filterung verschlüsselter Nachrichten lassen sich von Kriminellen leicht umgehen. Wissenschaftliche Dienste: EU-Vorschlag zur Umgehung von Verschlüsselung unbrauchbar Um gegen die Verbreitung von Bildern und Filmen, die Kindesmissbrauch zeigen, und gegen andere Straftaten vorzugehen, will die EU-Kommission Verschlüsselung umgehen. Die Vorschläge dazu wurden jetzt von den Wissenschaftlichen Diensten des Bundestags harsch kritisiert. Von realistischen Lösungsansätzen fehle jede Spur.
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Microsoft Office 365: Überwachung des Verhaltens Angestellter soll beschränkt werden
Manager:innen sollen einzelne Arbeitnehmer:innen bald nicht mehr mit der Software von Microsoft unter die Lupe nehmen können. Microsoft Office 365: Überwachung des Verhaltens Angestellter soll beschränkt werden Nachdem es eine Woche lang Proteste hagelte, zeigt Microsoft sich einsichtig. Eine Funktionalität, die es Vorgesetzten erlaubte, das Arbeitsverhalten einzelner Angestellter auszulesen, wird eingestellt. Andere besorgniserregende Tracking-Funktionen bleiben aber bestehen.
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DSGVO: Millionenstrafe gegen Österreichische Post AG aufgehoben
In Österreich heißt es "Postkasten", der Konzern dahinter ging leider etwas leichtsinnig mit persönlichen Daten um DSGVO: Millionenstrafe gegen Österreichische Post AG aufgehoben Die Österreichische Post AG legte illegal Profile mit angeblichen politischen Vorlieben von Millionen Menschen an und vermarktete sie an Parteien. Die Datenschutzbehörde brummte dem Konzern dafür eine Strafe von 18 Millionen Euro auf – doch nun kommt er überraschend ungeschoren davon.
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Kredit-Scoring: Schufa will Kontodaten auswerten
Bei der Bewertung der Schufa-Score könnte künftig auch der Kontostand eine Rolle spielen. Kredit-Scoring: Schufa will Kontodaten auswerten Schon länger wünscht sich die Wirtschaftsauskunftei Schufa Zugriff auf mehr Daten. In einem neuen Pilotprojekt holen sie sich jetzt die Erlaubnis, Einblick in alle Ein- und Ausgänge auf dem Konto zu erhalten. Verbraucher:innen mit schlechten Bonitäten sollen so ihren Schufa-Score aufwerten können.
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ePrivacy-Verordnung: EU-Staaten verspielen Chance auf Kompromiss
Die ePrivacy-Verordnung soll die Vertraulichkeit der Kommunikation im Netz stärken. ePrivacy-Verordnung: EU-Staaten verspielen Chance auf Kompromiss Ein EU-Gesetz soll die Vertraulichkeit der Online-Kommunikation stärken. Doch die deutsche Ratspräsidentschaft blitzt mit einem Kompromissvorschlag ab. Die Reform könnte endgültig gescheitert sein.
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Data-Governance-Verordnung: EU möchte europäische Datenräume schaffen
Datenräume, hier in realiter in Berlin. Data-Governance-Verordnung: EU möchte europäische Datenräume schaffen Ein neuer Gesetzesvorschlag aus Brüssel soll das Teilen wertvoller Datensätze durch Firmen und Behörden erleichtern. Vage Definitionen im Entwurf und schwache Anonymisierungsvorgaben sorgen allerdings für Bedenken bei Datenschützer:innen.
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Bundestagsdebatte zur Personenkennziffer: „Die verfassungsrechtliche Kritik ist insgesamt vernichtend“
Parlamentarischer Staatssekretär des BMI Günter Krings (2.v.l) hört harte Kritik vom Rednerpult. Bundestagsdebatte zur Personenkennziffer: „Die verfassungsrechtliche Kritik ist insgesamt vernichtend“ Die Bundesregierung will digitale Behördengänge vereinfachen. In vielen staatlichen Datenbanken soll deshalb die Steuer-ID zur Kennziffer werden. Doch es gibt Streit um diese Umsetzung, die Opposition sieht das Projekt bereits daran scheitern. Wir fassen die ersten Lesung des Registermodernisierungsgesetzes im Bundestag zusammen.
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Corona-Warn-App: Die Upgrades zur digitalen Kontaktverfolgung stehen vor der Tür
Die Corona-Warn-App wird weiterentwickelt. Corona-Warn-App: Die Upgrades zur digitalen Kontaktverfolgung stehen vor der Tür Neue Funktionen für die Corona-Warn-App der Bundesregierung stehen bereit. Doch eine digitale Lösung zur Cluster-Erfassung fehlt. Dabei gäbe es schon einen konkreten Vorschlag.
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Sicherheitslücken: Fotos und Aufenthaltsorte von Millionen „Bumble“-Nutzerinnen gefährdet
Bumble hat seine Nutzer:innen bisher nicht über die Sicherheitslücke informiert. Sicherheitslücken: Fotos und Aufenthaltsorte von Millionen „Bumble“-Nutzerinnen gefährdet Eine Forscherin aus den USA hat eine gravierende Sicherheitslücke in der Dating-App „Bumble“ veröffentlicht. Sensible Informationen wie sexuelle Präferenzen waren monatelang unzureichend vor Hacking-Angriffen geschützt. Wir haben mit ihr gesprochen.