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Britische Geheimdienstabteilung greift mehr Ziele im Inland an als gedacht

The Intercept hat heute Dokumente veröffentlicht, die zeigen, dass der britische Geheimdienst GCHQ stärker als bisher bekannt in Inlandsspionage involviert ist. Im Speziellen handelt es sich hierbei um die Joint Threat Research Intelligence Group (JTRIG), eine Abteilung von GCHQ. JTRIG war schon mehrmals Gegenstand der Veröffentlichung von Snowden-Dokumenten. Besonders intensiv ist die Arbeit von JTRIG…

  • Anna Biselli

The Intercept hat heute Dokumente veröffentlicht, die zeigen, dass der britische Geheimdienst GCHQ stärker als bisher bekannt in Inlandsspionage involviert ist. Im Speziellen handelt es sich hierbei um die Joint Threat Research Intelligence Group (JTRIG), eine Abteilung von GCHQ.

JTRIG war schon mehrmals Gegenstand der Veröffentlichung von Snowden-Dokumenten. Besonders intensiv ist die Arbeit von JTRIG mit Human-Intelligence-Methoden (HUMINT). Meinungsmanipulation sowie Manipulation von Onlinewahlen, Diskreditierung, Honey-Pots und intensiver psychologischer Forschung.

GCHQ beruft sich immer wieder auf Haupteinsatzgebiete im Ausland. Über Spionage und Aktivitäten gegen Ziele im Inland war bisher wenig bekannt. Ein Angriff auf Anonymous kam dem am nächsten. Mit den heute veröffentlichten Dokumenten offenbart sich jedoch noch viel mehr. Explizit wird gesagt:

JTRIG’s operations may cover all areas of the globe.

Über die Autor:innen

  • Anna Biselli
    Darja Preuss

    Anna ist Co-Chefredakteurin bei netzpolitik.org. Sie interessiert sich vor allem für staatliche Überwachung und Dinge rund um digitalisierte Migrationskontrolle.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Telefon: +49-30-5771482-42 (Montag bis Freitag jeweils 8 bis 18 Uhr).


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