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USA: FBI-Überwachung wegen OpenGovernment Projekt

Der 22-jährige US-Programmierer Aaron Swartz wurde vom FBI überwacht, wie er mehr oder weniger zufällig durch eine Anfrage über den Freedom of Information Act herausfand. Die Vorgeschichte war, dass Swartz einem OpenGovernment Projekt geholfen hat, US-Gerichtsdokumente zugänglich zu machen. Diese sollten eigentlich unter der Public Domain stehen, aber für den Zugang zur Datenbank wird Geld…

  • Markus Beckedahl

Der 22-jährige US-Programmierer Aaron Swartz wurde vom FBI überwacht, wie er mehr oder weniger zufällig durch eine Anfrage über den Freedom of Information Act herausfand. Die Vorgeschichte war, dass Swartz einem OpenGovernment Projekt geholfen hat, US-Gerichtsdokumente zugänglich zu machen. Diese sollten eigentlich unter der Public Domain stehen, aber für den Zugang zur Datenbank wird Geld verlangt. Swartz hat eine Datenbank ausgelesen und zugänglich gemacht. Dafür wurde er dann umfangreich vom FBI überwacht, wie aus der Antwort der FOI-Anfrage ersichtlich wird, die er in seinem Blog gepostet hat.

Das Wired-Blog Threatlevel hat mehr dazu: FBI Investigated Coder for Liberating Paywalled Court Records.

The FBI ran Swartz through a full range of government databases starting in February, and drove by his home, after the U.S. court system told the feds he’d pilfered approximately 18 million pages of documents worth $1.5 million dollars. That’s how much the public records would have cost through the federal judiciary’s pay-walled PACER record system, which charges eight cents a page for most legal filings. “I think its pretty silly they go after people who use the library to try to get access to public court documents,” Swartz said. “It is pretty silly that instead of calling me up, they sent an FBI agent to my house.”

Die Geschichte ist ganz lustig. Ihm wird vorgeworfen, mit einem Passwort auf die Datenbank zugegriffen zu haben, was ihm nicht gehöre. Er sagt, dass er kein Passwort benötigt habe und aus einer Bibliothek heraus mit einem Script die Datenbank kopiert hat, indem er ein Authentifizierungs-Cookie genutzt habe. Die 19,856,160 kopierten Seiten mit Gerichtsakten hat er dann dem OpenGovernment Projekt public.resource.org geschenkt.

[Danke an mathias]

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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5 Kommentare zu „USA: FBI-Überwachung wegen OpenGovernment Projekt“


  1. Stefan Schneider

    ,

    Wolfgang Schäuble ist zurückgetreten?? Wegen den paar Wochen noch ‑_-

    http://www.cdu-gengenbach.de/


  2. Zum Schäuble-Rücktritt: Das ist ja mal eine positive Selbstreflexion. Wenigstens einer, der es sich traut, Fehler einzugestehen. Wenn auch mit reichlich Verspätung.


  3. Das ist doch offensichtlich ein Fake. Mal sehen, wie lange sich die Meldung hält.


  4. Name (pflicht)

    ,

    Sieht nach einem Fake aus. :)

    Davon mal abgesehen ist es natürlich illusorisch zu glauben mit Schäuble verschwände auch automatisch der Überwachungswahn. Ich würde sagen im Gegenteil. ;)


  5. […] USA: FBI-Überwachung wegen OpenGovernment Projekt. […]

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