Gestern hab ich es endlich geschafft, den Film „Meine Daten und ich“ anzuschauen, der mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar zugeschickt wurde. Und mein Feedback ist gespalten. Ich finde ja jeden Dokumentarfilm und Initiative rund um mehr Datenschutz-Bewusstsein begrüssenswert. Aber irgendwie fand ich den Film nicht den Renner. Es gibt viele Interviews mit Experten und Politikern. Die sind auch gut geschnitten und geben ganz gut die Debatte wieder.
Der Film wird so angekündigt:
Eine witzige und geistreiche Untersuchung über schleichende Veränderungen in unserer Gesellschaft, über hilflos hingenommene Datenskandale und über die Fragen:
• Wie weit darf der Staat eigentlich gehen?
• Und was passiert wirklich mit unseren Daten?Denn nicht nur die Daten terrorverdächtiger Personen werden gespeichert, sondern Informationen über jeden von uns. Und diese Daten sind nicht so sicher, wie sie sein sollten…
Teil des Konzeptes dieses Filmes ist es, eine sehr billige Michael Moore Kopie als Protagonist durch den Film laufen zu lassen. Als der erstmal die ersten zehn Minuten irgendwas labberte, dachte ich schon, ich hätte das Making-Of oder was anderes auf der DVD erwischt und nicht den Film. Zwischen den Interviews kommt die Person immer wieder mit irgendwelchen fiktiven Geschichten. Und nervt ziemlich. Witzig ist das so gut wie gar nicht. Wünschenswert wäre eine weitere Version auf der DVD, die ohne diesen Protagonisten auskommt. Dann ist es immer noch eine 60 Minuten Dokumentation und der Film wäre empfehlenswerter.
Aber seht selbst im Trailer: