Auf der re:publica 2010 gab es eine Diskussion über „Netzneutralität in Deutschland“. Moderiert von Thorsten Schilling (BpB) diskutierten Falk Lüke (VZBV), Constanze Kurz (CCC) und Caro Schwarz-Schilling (Bundesnetzagentur) miteinander, ob wir gesetzliche Rahmenbedingungen zum Erhalt der Netzneutralität in Deutschland brauchen – oder ob der freie Markt ausreicht.
Das Thema Netzneutralität wird auch in Deutschland immer aktueller. Spätestens mit der Verabschiedung des sogenannten Telekom-Paketes auf europäischer Ebene ist die Frage in der deutschen Politik angekommen, ob wir verlässliche Regeln für Netzneutralität brauchen – oder ob der Markt ausreicht. Genau diese Frage wollen wir in diesem Panel auch diskutieren.
Von der Diskussion gibt es einen Mitschnitt auf Youtube und als MP3:
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5 Kommentare zu „Diskussion: Netzneutralität in Deutschland“
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Warum nennen die Diskussionsteilnehmer nicht die Mobilfunktnetzbetreiber beim Namen?
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Um mich zu wiederholen: nächstes Jahr hätte ich gerne die Conbtra-Netzneutralität stärker verreten – wenn alle sich im Prinzip einig sind, bleibt man immer nur an der Oberfläche.
Mein Vorschlag, wenn sich die großen Gegner wie Telekom und Apple nicht in den Ring trauen: Rainer Fischbach. Der hat sich nämlich sehr ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt und argumentiert auf technischer Ebene:
http://www.bundestag.de/ausschuesse/a22/a22_nm/oeffentliche_Sitzungen/a22_uanm_22/protokoll.pdf
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@Torsten: Hab ich aufgenommen. Die angefragte Telekom hatte leider keine Zeit. Eine Lösung muss aber nicht unbedingt technisch sein. Die Frage der Netzneutralität ist eine politische Entscheidung.
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Der Link geht anscheinend nicht mehr, und mit einer manuellen Suche bei ‚Ausschuss für Kultur und Medien – Öffentliche Sitzungen’ wurde ich nicht fündig.
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Ein Mensch: Die richtige URL:
http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse/a22/a22_nme/oeffentliche_Sitzungen/a22_uanm_22/Stellungnahmen/Stellungnahme_fischbach.pdf
markus: Ja sicher. Aber die technische Frage kommt zuerst. Wenn NGN-Netze schlichtweg effizienter sind – muss man sie ablehnen weil eventuell damit gegen Netzneutralität verstoßen werden könnte? Die Definition, was denn Netzneutralität überhaupt ist, ist sehr wichtig. Man muss über den Comcast-Fall hinaus blicken.
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