Jahr: 2026
-
Digitale Identitätengesetz verabschiedet: Schwuppdiwupp, die digitale Brieftasche kommt
Markus Reichel, Wallet-Berichterstatter der Unionsfraktion, warb heute im Bundestag für das Digitale Identitätengesetz. Digitale Identitätengesetz verabschiedet: Schwuppdiwupp, die digitale Brieftasche kommt Wenige Funktionen, kaum Kontrolle und schwacher Datenschutz: Der Bundestag hat heute das Digitale Identitätengesetz beschlossen. In einer Schrumpfversion soll die digitale Brieftasche „d‑you“ in wenigen Wochen starten.
-
Angriff auf Al Jazeera: Der Trojaner kam per Online-Werbung
Al Jazeera geriet laut Forschenden ins Visier von Staatstrojanern. (Symbolbild) Angriff auf Al Jazeera: Der Trojaner kam per Online-Werbung Unbekannte sollen Geräte des katarischen Nachrichtensenders Al Jazeera mit dem Staatstrojaner Candiru infiziert haben – und zwar über Online-Werbung. Das berichten Forschende der Universität Toronto. Es wäre der erste öffentlich dokumentierte Fall von „AdFection“.
-
"Werbeblocker obligatorisch": Geräte lassen sich ohne Klick per Werbeanzeige hacken
"AdFection" erlaubt den gezielten Zugriff auf Geräte über Werbeanzeigen (Symbolbild) "Werbeblocker obligatorisch": Geräte lassen sich ohne Klick per Werbeanzeige hacken Sieht ein Opfer das Werbebanner, ist es schon zu spät. Eine Untersuchung der Universität Toronto beschreibt erstmals im Detail, wie Angreifer mittels Online-Werbung Geräte mit einem Staatstrojaner infizieren. Zu ihrem eigenen Schutz sollten Nutzer*innen Werbung blockieren.
-
Länderübergreifende Recherche: Palantirs Geschäfte in Europa
Palantir steht in Europa unter Druck. Länderübergreifende Recherche: Palantirs Geschäfte in Europa Software von Palantir findet sich bei europäischen Streitkräften, bei Polizeien und im Gesundheitssystem. Aber viele Länder suchen nach Alternativen, sie sorgen sich um Abhängigkeiten, Sicherheit und Demokratie. Ein Recherche-Team hat untersucht, wo der Tech-Konzern in Europa Verträge mit Regierungen hat.
-
Auf den Punkt: Chatbots plaudern Geheimnisse aus.
Auf den Punkt: Chatbots plaudern Geheimnisse aus. Liebe Leser:innen,
je weiter KI-Chatbots in den Alltag vieler Menschen einziehen, umso mehr gehen Hemmungen verloren, solchen Tools intime Details aus dem eigenen Leben offenzulegen. Das hat seinen Preis: Mal werden die Daten für das KI-Training genutzt, mal landen sie vor Gericht – und mal bei der Werbeindustrie, die diese sensiblen Informationen versilbert. -
Europäischer Datenschutzausschuss: Smartbrillen sind „hohes Risiko für Grundrechte und Freiheiten“
Überwachungsbrillen wie die von Meta sehen mittlerweile recht normal aus, aber haben eine hochauflösende Kamera und gute Mikrofone verbaut. Europäischer Datenschutzausschuss: Smartbrillen sind „hohes Risiko für Grundrechte und Freiheiten“ Europäische Datenschutzbehörden haben erste Leitlinien zu den neuen Überwachungsbrillen veröffentlicht. Sie sehen die Geräte als Bedrohung für die Privatsphäre und fordern insbesondere eine stärkere Kennzeichnung der Geräte, wenn diese filmen und aufnehmen.
-
Urteil zu Betrugswerbung: „Es ist nicht mehr diese plumpe Masche von früher“
Betrüger:innen schalteten auf den Social-Media-Plattformen Instagram und Facebook Scam-Werbung Urteil zu Betrugswerbung: „Es ist nicht mehr diese plumpe Masche von früher“ Im Rechtsstreit zwischen Finanzfluss und Meta hat das Landgericht Frankfurt geurteilt: Der Social-Media-Konzern steht in der Verantwortung für betrügerische Anzeigen. Im Interview erklärt Finanzfluss-Gründer Thomas Kehl, warum er geklagt hat und was das Urteil bedeutet.
-
Beschlagnahme bei der ZEIT: Recherchematerial hat in Ermittlungen nichts zu suchen
Bei der Durchsuchung von Redaktionen müssen alle Ampeln auf Rot springen. (Symbolbild) Beschlagnahme bei der ZEIT: Recherchematerial hat in Ermittlungen nichts zu suchen Dass die Hamburger Polizei allen Ernstes Redaktionsräume der Zeit durchsuchen wollte, ist ein Frontalangriff auf die Pressefreiheit. Journalistisches Rohmaterial hat in den Händen von Staatsanwälten und Polizeien nichts verloren. Wenn wir das durchgehen lassen, erschüttern wir das Vertrauen in die Presse. Ein Kommentar.
-
Gesichtersuchmaschine PimEyes: Ein Verbot, das niemand durchsetzt
Darf sich ein Unternehmen die biometrischen Daten eines Gesichtes einfach nehmen und in einer Datenbank speichern? Gesichtersuchmaschine PimEyes: Ein Verbot, das niemand durchsetzt Seit mehr als einem Jahr verbietet die EU bestimmte Formen biometrischer Gesichtsdatenbanken. Doch die Suchmaschine PimEyes macht einfach weiter. Die zuständige Bundesnetzagentur hält sich bedeckt – und die Bundesregierung laviert gar um das Verbot herum.
-
Anhörung zur Geheimdienstreform: „Ich habe noch nie eine Vorschrift gesehen, die so offensichtlich verfassungswidrig ist“
Auch der BND soll mehr Befugnisse bekommen. Anhörung zur Geheimdienstreform: „Ich habe noch nie eine Vorschrift gesehen, die so offensichtlich verfassungswidrig ist“ Die geplante Reform der Nachrichtendienste ist verfassungswidrig, so die deutliche Kritik von Fachleuten im Bundestag. Sie befördere die Massenüberwachung, hebe die Trennung zwischen Polizei und Geheimdiensten auf und sehe nur eine unzureichende Kontrolle vor.
-
Werbeindustrie liest mit: KI-Chatbots schicken Inhalte aus Gesprächen an Tracking-Firmen
Wer erfährt, worüber ich mit meiner KI spreche? (Symbolbild) Werbeindustrie liest mit: KI-Chatbots schicken Inhalte aus Gesprächen an Tracking-Firmen Sechs von neun untersuchten KI-Chatbots übermitteln laut einer Studie Gesprächsinformationen an Tracking- und Werbedienste. Betroffen sind auch bekannte Angebote wie ChatGPT, Claude und Gemini.
-
Auf den Punkt: Mit diesen Uhren haben sogar Bananen Blutzuckerwerte.
Auf den Punkt: Mit diesen Uhren haben sogar Bananen Blutzuckerwerte. Liebe Leser:innen,
auf verschiedenen Online-Marktplätzen in Deutschland tauchen immer wieder betrügerische Smartwatches auf, mit denen man angeblich seinen Blutzucker ohne Nadelstich oder Sensor messen kann. Millionen von Diabetiker:innen in Deutschland würden sich über diese Funktion freuen. Doch: Die Technologie gibt es noch nicht und solche Uhren sind gefährlich. -
Angriffe auf Yandex: Aus brennenden Rechenzentren in Russland wird kein Bot-Ausfall bei der AfD
Im einem Rechenzentrum von Yandex in Russland. (Archivbild von 2012) Angriffe auf Yandex: Aus brennenden Rechenzentren in Russland wird kein Bot-Ausfall bei der AfD In sozialen Netzwerken und Medien kursiert das Gerücht, dass die ukrainischen Angriffe auf russische Rechenzentren die Aktivität rechter Social Bots minimiert hätte. Dafür gibt es bislang keine Belege. Vielmehr dürfte die Nachricht auf einer Verwechslung beruhen, was Bots eigentlich sind.
-
Sensible Grindr-Daten: Microsoft-Tochter muss Rekordstrafe zahlen
Werbe-Daten von Grindr-Nutzer:innen können Auskunft über ihre sexuelle Orientierung geben Sensible Grindr-Daten: Microsoft-Tochter muss Rekordstrafe zahlen Die Werbe-Tech-Firma Xandr hatte sensible Daten von Grindr-Nutzer:innen an zahlreiche andere Werbefirmen verteilt. Dafür soll sie nun das höchste Datenschutz-Bußgeld der norwegischen Geschichte zahlen. Daten- und Verbraucherschützer:innen sehen darin ein wichtiges Signal, dass die Online-Werbeindustrie endlich zur Verantwortung gezogen wird.
-
Scam: Das Geschäft mit den betrügerischen Blutzuckeruhren
Eine vom vzbv untersuchte Blutzuckeruhr gab an einer Banane die gleichen Ergebnisse aus wie am Handgelenk. Scam: Das Geschäft mit den betrügerischen Blutzuckeruhren Eine Smartwatch, die falsche Blutzuckerwerte anzeigt, kann lebensgefährlich sein. Dennoch finden sich solche rechtswidrigen Angebote bei großen Online-Händlern wie eBay und Mediamarkt.de. Aufgeräumt wurde erst nach unserer Presseanfrage.
-
Degitalisierung: Allmacht und Ohnmacht
Oft folgt dem Zustand vermeintlicher Allmacht allzu schnell eine Ohnmacht. Degitalisierung: Allmacht und Ohnmacht Agenten einfach so zu vertrauen, ihnen Allmacht zu geben, ist nie eine gute Idee. Denn am Ende eskaliert entweder ein Computersystem oder echte Agenten spielen ein doppeltes Spiel. Und wir können nur ohnmächtig zuschauen.
-
KW 41: Die Woche, in der es um Spionage und Landesverrat ging.
KW 41: Die Woche, in der es um Spionage und Landesverrat ging. Die 41. Kalenderwoche geht zu Ende. Wir haben 15 neue Texte mit insgesamt 137.103 Zeichen veröffentlicht. Willkommen zum netzpolitischen Wochenrückblick.
-
Auf den Punkt: Auch Kinderschützer*innen warnen vor flächendeckenden Alterskontrollen.
Auf den Punkt: Auch Kinderschützer*innen warnen vor flächendeckenden Alterskontrollen. Liebe Leser*innen,
mein Artikel des Tages ist eine bunte Sammlung aus Stimmen rund um die von der EU-Kommission geplanten Alterskontrollen, darunter die von Kinderschutz-Organisationen und Elternvertretungen. Die Kritik reicht von: „entscheidende technische Fragen nicht gelöst“ bis hin zu: „Angriff auf das freie Internet“. -
"Gefährlicher Kontrollzirkus": So breit ist die Kritik an Alterskontrollen im EU Kids Act
Der EU Kids Act bereitet Kritiker*innen Kopfzerbrechen (Symbolbild). "Gefährlicher Kontrollzirkus": So breit ist die Kritik an Alterskontrollen im EU Kids Act Im Namen des Jugendschutzes plant die EU-Kommission flächendeckende Alterskontrollen im Netz. Zahlreiche Organisationen warnen eindringlich vor den Gefahren: Vom Kinderschutzbund über Elternverbände bis hin zum Chaos Computer Club. Die Übersicht.
-
Bundesrechnungshof: Digitalminister macht IT-Sicherheit per Vogelstimmen-App
Geld für IT-Sicherheitsmaßnahmen gab die Bundesregierung unter anderem für eine Vogelstimmen-App aus. (Symbolbild) Bundesrechnungshof: Digitalminister macht IT-Sicherheit per Vogelstimmen-App Angriffe auf die IT der öffentlichen Verwaltung häufen sich. Doch statt gezielt in Maßnahmen zu investieren, die IT-Sicherheit stärken, investiert die Bundesregierung in Robotikforschung und eine Vogelstimmen-App. Das sagt ein Bericht des Bundesrechnungshofs, den wir veröffentlichen.