Liebe Leser:innen,
aktuell finden bundesweit Proteste statt, weil Bund und Länder ihre Behörden mit KI-Überwachungstechnologien aufrüsten wollen. Letzten Samstag haben mein Kollege Martin und ich eine Demonstration in Berlin begleitet. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr Datenzentren baut.“ Ich durfte dabei sein, als lustige Parolen das erste Mal das Licht der Demo erblickten. Als Prakti konnte ich mir das kaum entgehen lassen – Arbeiten am Wochenende hat noch nie so viel Spaß gemacht. „Elon Musk auf den Mond, das ist Raumfahrt, die sich lohnt!“ Dabei ist der Anlass ein ernster: Wir haben mit den Menschen darüber gesprochen, was sie besorgt. Was das ist, könnt ihr in unserer Reportage nachlesen.
Damit ihre Befürchtungen nicht wahr werden und der Widerstand gehört wird, braucht es große zivilgesellschaftliche Proteste wie in den 2000er- und 2010er-Jahre, als sich in den Großstädten Zehntausende unter dem Motto „Freiheit statt Angst“ versammelten und gegen die Vorratsdatenspeicherung protestierten.
Die nächsten Proteste gegen KI-Überwachung sind bereits angekündigt: nächstes Wochenende, 20. Juni, in Hamburg und Leipzig.
Schaut doch dort vorbei, wenn ihr könnt – und habt einen guten Wochenstart!
Denis

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