NPP 189Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie diese Kommission

Die Datenethikkommission sollte Antworten auf einige der kniffeligsten Fragen zum Umgang mit Daten und Algorithmen liefern. Einige davon dürften den Regierenden noch Kopfschmerzen bereiten. Eine Folge mit Christiane Woopen und Christiane Wendehorst, den beiden Chefinnen des Expert*innenteams.

Delta Air Lines reveals their new biometric face-detection technology at Hartsfield-Jackson International Airport in Atlanta, Ga. on Wednesday, October 17, 2018.
Einchecken per Gesichtserkennung wie hier bei Delta: So etwas soll demnächst per EU-Verordnung geregelt werden, empfiehlt die Datenethikkommission. CC-BY 2.0 Delta, Chris Rank, Rank Studios 2018


16 Sachverständige, ein riesiger Auftrag und ein Jahr Zeit. So lässt sich die Arbeit der Datenethikkommission kurz zusammenfassen. Die längere Fassung lautet: Weil die Große Koalition sich beim Streit um die großen gesellschaftlichen Zukunftsfragen zu Daten und Algorithmen nicht einigen konnte, hat sie sich Hilfe geholt.

Nicht weniger als die Neuordnung des Datenrechts hatte Kanzleramtsminister Helge Braun beim Start der Kommission versprochen. Sie sollte „ethische Maßstäbe und Leitlinien für den Schutz des Einzelnen, die Wahrung des gesellschaftlichen Zusammenlebens und die Sicherung und Förderung des Wohlstands im Informationszeitalter entwickeln.“

Am Ende des Jahres steht ein 240-seitiges Gutachten, das im Oktober veröffentlicht wurde und einige Diskussionen ausgelöst hat. In dieser Folge sprechen wir mit der Rechtswissenschaftlerin Christiane Wendehorst und der Ethikprofessorin Christiane Woopen. Die beiden waren Vorsitzende der Expert*innengruppe und erzählen uns, wie die Arbeit hinter den Kulissen ablief, warum sie sich ausgewogene Suchergebnisse auf Google wünschen und an welchen Stellen sie im Nachhinein gerne nachgebessert hätten.

Shownotes

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