Was vom Tage übrig blieb: Sex, Sprache und Skepsis

Was hat die irische Sprache mit Datenschutz zu tun? Und was die Eisenbahn mit dem Internet? Und warum verhelfen mehr Emojis zu mehr Sex? Die interessantesten Fragen des Tages.

Berliner Fernsehturm
Fragen über Fragen hängen heute über Berlin, da kann auch die Wolkendecke nichts dagegen ausrichten.

Irish Teachers Are Memeing on Instagram to Preserve Their Threatened Language (Motherboard VICE)
Der irische Datenschutzbeauftragte, die Datenschutzgrundverordnung und das Verschwinden der Akzente auf Buchstaben: In Irland wehren sich Lehrer dagegen, dass die Iren kein absolutes Recht dazu hätte, dass die sogenannten Fadas in der irischen Schreibweise ihrer Namen in Datenbanken korrigiert würden. Lehrer nutzen nun Instagram, um die traditionelle irische Sprache wieder cool zu machen.

Digitale Ängste: Fürchtet euch nicht (Zeit Online)
Was hat das Internet mit einer Eisenbahn zu tun? (Nein, es geht nicht um Horst Seehofers Modellparadies.) Es geht darum, dass Eisenbahnen auch mal eine neue Technologie waren und die Eisenbahngesellschaften ihre Marktmacht ausgenutzt haben. Neue Entwicklungen können Angst machen und auch wenn das mit dem Neuland ausgelutscht und abgedroschen ist und sowieso nicht mehr stimmt, bleibt ein bisschen von der Angst zurück. Dem ist man nicht hilflos ausgeliefert, schreibt Lisa Hegemann in einem Essay.

Worth a thousand interpersonal words: Emoji as affective signals for relationship-oriented digital communication (Plos | One)
It’s all about science, auch wenn es um Emojis geht. Und deshalb haben sich Forschende angeschaut, wie sich die Nutzung von Emojis auf unser Sozialleben auswirkt: Wer im Nachrichtenaustausch mit potentiellen Partnern Emojis nutzt, kommt häufiger übers erste Date hinaus und hatte wahrscheinlich im letzten Jahr mehr Sex als die Freunde rein textueller Kommunikation. Was aber fehlt: Die Information, welches Emotionsbildchen wie viel Auswirkungen hat. Aber es ist ja noch Platz für weitere Studien.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

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