In eigener Sache

Zweiter Teil der Umfrageauswertung: Wir lesen auch die Freitextfelder

Im zweiten Teil unserer Umfrageauswertung widmen wir uns den Fragen: Was wissen unsere Leser über unsere Finanzierung? Und was hielten sie davon, wenn wir ein netzpolitik.org-Unterstützernetzwerk gründen würden? Was würden sie von einer Mitgliedschaft erwarten?

Da wir unsere Leser nicht tracken, bot uns eine erfreulicherweise gut besuchte Umfrage einen seltenen Einblick darin, wer uns liest und unterstützt oder das in Zukunft plant. Nach der ersten Auswertung unserer Leserbefragung zu typischen Lesegewohnheiten geben wir nun im zweiten Teil einen Einblick darin, was die Teilnehmer über unsere Finanzierung wissen, warum sich manche daran nicht beteiligen und außerdem, wie sie sich zu unserer Idee stellen, in Zukunft eine Art von netzpolitik.org-Mitgliedschaft in einem Unterstützungsnetzwerk anzubieten. Wir zeigen dabei, was aus der Auswertung von über 3.500 Umfrage-Antworten darüber abzulesen war, was sich unsere Leser dafür wünschen würden.


Netzpolitik.org ist unabhängig, werbefrei und fast vollständig durch unsere Leserinnen und Leser finanziert.

Zunächst die gute Nachricht: Die große Mehrheit (83 Prozent) der Umfrageteilnehmer gab korrekterweise an, wie wir uns hauptsächlich finanzieren, nämlich über die freiwillige finanzielle Unterstützung unserer Leser. Drei Prozent meinen, uns würden öffentliche Institutionen Geld geben, sieben Prozent sind der Meinung, Geld käme von Stiftungen. Auch haben sechs Prozent der Teilnehmer angekreuzt, dass wir unsere Arbeit hauptsächlich durch Werbung finanzieren.

Faktisch spielen jedoch öffentliche Institutionen, Stiftungen und das Schalten von Werbung für unsere Finanzierung keine große Rolle. Die Wahrheit ist und bleibt hoffentlich auch: Unsere Leser bezahlen unsere Arbeit. Gänzlich falsch ist die Antwort zur Werbung trotzdem nicht: Wir bieten diese Möglichkeit an, aber „Werbung“ bedeutet bei uns nicht Tracking. Wer mehr zu unserer Finanzierung wissen will, kann das in unseren monatlichen Transparenzberichten nachlesen.

Zur Frage, ob netzpolitik.org überhaupt Geld von Stiftungen erhalten sollte, sind 84 Prozent der Umfrageteilnehmer der Meinung, dass diese Art Finanzierung prinzipiell eine gute Idee ist. Aber mit 76 Prozent haben wir auch eine große Mehrheit, die diese Bejahung von der Art der Stiftung abhängig macht. Dem stehen knapp 23 Prozent der Umfrageteilnehmer gegenüber, die wollen, dass wir uns weiterhin „nur durch Leserinnen und Leser unterstützen“ lassen sollen.

Warum spendest Du nicht?

leser-antwort 4, freitextDie Frage, warum Menschen uns lesen, aber uns nicht regelmäßig oder gelegentlich unterstützen, bewegt uns natürlich. Wir wollen schließlich auch in Zukunft in unserer Redaktion unabhängig bleiben und über das netzpolitische Feld und angrenzende Themen berichten.

Da wir davon ausgehen, dass die Umfrage sehr viel mehr Leser als Nicht-Leser erreicht hat und die ganz überwiegenden Antworten auf über hundert Seiten in den Freitextfeldern eine uns konstruktiv, ideenreich und positiv gegenüberstehende Haltung zeigt, haben wir auch diesmal wieder wissen wollen, was die Gründe dafür sind, nicht an uns zu spenden. Die Antwortmöglichkeiten, die wir vorgegeben haben, reflektieren teilweise die Ergebnisse der vorangegangenen Befragung vor drei Jahren.

 
leser-antworten balkendiagramm 3 keine spenden

Die erste Antwortvariante „Aber ich spende doch!“, die von knapp einem Drittel der Umfrageteilnehmer angekreuzt wurde, diente nur dem prozentualen Gegenchecken der vorherigen Antwort. Der häufigste Grund dafür, uns nicht zu unterstützen, ist also Geldmangel. Das ist einerseits natürlich nicht erfreulich, da wenig Geld nie ein Grund zur Freude ist, aber andererseits auch ein Zeichen für uns, dass es für sehr viele Umfrageteilnehmer nicht an unseren Inhalten oder an unserer Qualität liegt, wenn unsere Arbeit nicht unterstützt wird. Knapp zwanzig Prozent geben als Grund an, sich anderweitig zu engagieren und deswegen nicht an uns zu spenden.

Sehr viele Kommentare in den Freitextfeldern geben an, man wolle die eigene Spendenbereitschaft nun gern „überdenken“ oder nimmt sich vor, uns in Zukunft zu unterstützen. Sollte sich die eigene finanzielle Situation verbessern, ist die Spendenwilligkeit nach eigenen Angaben jedenfalls hoch. Einige zeigen in den Antworten aber auch eine gewisse Unentschlossenheit, etwa weil sie uns noch nicht lange lesen oder uns „erst kürzlich gefunden“ haben oder als „Gelegenheitsleserin“ nur selten vorbeikommen.

Ansonsten haben wir noch jede Menge kreative Antworten, die zuweilen auch ein schlechtes Gewissen ob der eigenen Bequemlichkeit durchscheinen lassen. Manche schreiben auch explizit, dass sie wegen der Umfrage und den Fragen nach Spenden nun ein schlechtes Gewissen hätten. Andere merken an, dass sie „generell zu wenig spenden“ – nicht nur, was netzpolitik.org angeht –, obwohl sie sich selbst als Unterstützer sehen.
leser-antwort 5, freitext
Vorgeschlagen wird in den Freitextfeldern die Idee, für Spenden einen „life tracker“ anzubieten, damit unsere Leser immer wissen, wie weit wir von unserem Minimalspendenziel in einem bestimmten Zeitabschnitt noch entfernt sind. „Macht Fehl-Reports auf Monatsbasis“, rät uns noch ein anderer Umfrageteilnehmer, womit vermutlich ebenfalls gemeint ist, noch fehlende Beträge zu einem bestimmten Spendenziel auszuweisen. Das machen wir zwar bereits mit unseren monatlichen Transparenzberichten, aber möglicherweise sollten wir augenfälligere Varianten erdenken. Wenn ihr dazu Kommentare habt, würden wir gern wissen, was ihr von diesen Ideen haltet.

Vorschläge für ein neues netzpolitik.org-Netzwerk

Für eine deutliche Mehrzahl der Kommentierenden, die unserer Idee eines netzpolitik.org-Clubs zugeneigt sind, wäre ein künftiges Unterstützungsnetzwerk mit dem Wunsch verbunden, alle Inhalte weiterhin für jeden verfügbar zu machen, auch wenn kein Geld zur Unterstützung in die Arbeit der Redaktion fließt oder keine Mitgliedschaft besteht.

Knapp 53 Prozent antworten auf die Frage, ob sie Mitglied in einem Unterstützer-Netzwerk von netzpolitik.org werden wollen, mit einem Nein. Knapp vierzehn Prozent beantworten die Frage positiv, weitere zwölf Prozent können sich das unter bestimmten Bedingungen vorstellen. Mehr als zwanzig Prozent sind der zugegebenermaßen etwas vagen Frage durch Nicht-Beantwortung ausgewichen. Allerdings haben wir auch kaum Informationen gegeben, was wir uns für dieses Unterstützungsnetzwerk vorstellen und welche Gegenleistungen wir vielleicht anbieten würden. Umso interessanter waren die Vorschläge von eurer Seite in den Freifeldern.

So richtig erfreut und enthusiastisch sind die Reaktionen auf die Idee eines zu gründenden netzpolitik.org-Netzwerks also insgesamt nicht, viele fürchten eben Bezahlinhalte oder für Nicht-Mitglieder versperrte Zugänge zu Inhalten. Exklusive Inhalte würden quasi der Natur von netzpolitik.org widersprechen und man sollte niemanden „aussperren“, steht in vielen Freifeldantworten in verschiedenen Abwandlungen. Die Mehrheit derjenigen, die auf die Frage nach Erwartungen an eine Mitgliedschaft geantwortet haben, stellt sich jedenfalls keine direkte Gegenleistung vor.
 
leser-antworten balkendiagramm 2 mitgliedschaft

Neun Prozent sprachen sich für zusätzliche redaktionelle Inhalte aus, sechs Prozent für einen exklusiven Newsletter. Bei denjenigen, die in den Freitextfeldern weitere Angaben gemacht haben, was sie bei einer Mitgliedschaft erwarten würden, wurde mehrfach die Idee für aufbereitete redaktionelle Inhalte variiert. Beispielsweise wurde die Möglichkeit gewünscht, die Inhalte von netzpolitik.org einmal in der Woche als „eine ‚Zeitung‘ als pdf“ herunterladen zu können. Eine andere gewünschte Variante wäre eine monatliche „Printausgabe“, die in den Freitextfeldern vorgeschlagen wurde. Sie sollte die „wichtigsten Themen“ jeden Monat zusammentragen. Eine weiter vorgeschlagene Alternative wären „themenspezifische ‚Reader‘ im Sinne von Artikelsammlungen“, die wir für solche Themen anbieten könnten, an denen wir Monate oder Jahre dranbleiben.

Unsere Artikel bleiben frei verfügbar

Mehrfach wird in den Freitextfeldern noch betont, dass „keine Werbung“ gewünscht ist, obwohl wir nirgends in der Umfrage andeuten, uns mehr in Richtung Werbung bewegen zu wollen. Dahinter steckt möglicherweise die Befürchtung, künftig eine Form von Tracking oder eine werbefreie Variante von netzpolitik.org nur für Mitglieder anzubieten. Wir können aber versichern, dass wir keine Pläne in diese Richtung verfolgen.

Zu den Vorschlägen, die zwar nicht so häufig genannt, aber erwähnenswert sind, gehören speziell „personalisierte Newsletter“. Nun kann man sich darunter vieles vorstellen, von Newslettern mit Zusammenfassungen und Botschaften speziell für alle Unterstützer oder Mitglieder bis hin zu Nachrichten, die gar personalisiert im Wortsinne sind, also für einzelne Personen verfasst wurden. Allerdings geben auch diverse Kommentatoren an, dass sie keine weiteren Newsletter in irgendeiner Form wünschen, offenbar teilen sich hier die Meinungen. Wer uns hier in den Kommentaren noch Hinweise geben möchte: nur zu!

Es gab auch noch den Wunsch, für eine Mitgliedschaft im neuen Unterstützernetzwerk ein „bevorzugtes Antworten auf Fragen“ als Gegenleistung zu bekommen. Diesen neuen Priorisierungskanal werden wir aber wohl nicht einrichten, schon deswegen nicht, weil wir immer danach streben, alle Fragen an uns möglichst schnell zu bearbeiten.

Diese denkbar kurze Antwort findet sich auch noch in den Freitextfeldern: „Merch“. Wir übersetzen das mal in die Langfassung: Manche hätten im Rahmen der Mitgliedschaft gern aus einem noch zu gründenden netzpolitik.org-Shop die Revolution oder Subversion stimulierende Produkte wie Shirts, Tassen, Aufkleber, Postkarten, Briefmarken, Herrenunterhöschen mit Branding sowie unsere beliebten Rucksäcke, die Böswillige zuweilen Turnbeutel nennen. Tatsächlich planen wir das derzeit aktiv und hoffen, Euch in nicht allzu weiter Zukunft damit positiv überraschen zu können.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
19 Kommentare
  1. Hi Zusammen,

    Ich war der jenige welcher im Freitext auf die Frage warum ich nicht gespendet habe, sinngemäß geantwortet habe mit “ Weil ich ein fauler Sack bin und meinen Arsch noch nicht hoch bekommen habe.

    Ich möchte euch gerne mitteilen das mich meine Antwort nach dem Absenden selbst nicht zufrieden gestellt hat und ich deshalb und aus Prinzip zur Bank ging und eine Überweisung zu eurer Güte getätigt habe.

    Seit meiner Ausbildungszeit habe ich mich immer geärgert die nicht fördern oder unterstützen zu können die in meinen Augen wirklich wertvolle Arbeit für die Gesellschaft leisten.

    Mein Wunsch ist es daher neben euch auch die Gesellschaft für Freiheitsrechte unterstützen zu wollen. Aktuell bin ich noch nicht sicher wie ich das genau machen möchte (regelmäßig kleinere oder seltener mit größereren) Beträge.

    Ich war auf jeden Fall zufrieden als ich euch etwas überwiesen hatte.

    Neben meinem Wunsch Internationale und Wirtschaftsgeflechte Zusammenhänge zu erklären den ich im Freitext geäussert hatte, möchte ich hier nochmal sagen, dass ich persönliche Newsletter oder andere personalisierte Angebote nicht gut finden würde weil ich gerade den Fokus aud die Allgemeinheit bei euch sehr schätze.

    Ansonsten bleibt mir nur euch zu danken für eure Offenheit, Transparenz und die Qualität die ihr bietet, was für mich ca. 80% Ausmacht euch zu lesen.

    Grüße!

      1. Das ist einfach! Es ist die inhaltliche Ausrichtung der Themen sowie die Art darüber zu berichten.

        Aber am Bleiben habt ihr mich gehalten weil ich nur selten eine Voreingenommenheit oder klare Meinungsausrichtung aus dem Text lese. Ich fand immer gut das ihr im Durchschnitt sehr sachlich schreibt. Klar, hier und da wird mal ersichtlich für wie wenig Sinnvoll man Maßnahmen gewisser Behörden hält, oder man konnte klar lesen das euch gewisse Haltungen völlig zuwider laufen aber ich hatte, wenns hoch kommt, nur bei 2 Artikeln den Eindruck das was ich lese für mich selbst im ersten Schritt versachlichen zu müssen um erstmal unvoreingenommen an das Thema heran zu gehen.

        Das macht für mich viel aus. Ich möchte nicht in jedem Artikel dinge zwischen den Zeilen lesen oder nach 2 Zeilen merken das man subtil versucht hat mich zu manipulieren, wie ich das bei manchen anderen Zeitungen / Nachrichten / ausgewählten Journalisten wahrnehme.

        Gruß!

  2. Constanze bitte nicht, ich will Dich nicht auf Turnbeutel, Tasse oder Unterhose haben. Wirklich! :-)

    Eines habe ich aber gemacht: Einen monatlichen Dauerauftrag ab August eingerichtet. Sind nur 5 EUR und nicht Welt, aber ich denke, wenn viele das auch machen „lohnt“ es sich für Euch wieder.

  3. @Tom: Die Idee mit dem kleinen Dauerauftrag finde ich gut, da mache ich mit!

    Auch die Idee mit der Anzeige eines Spendenziel und damit verbundenem Tracker finde ich gut. Achtet dann aber bitte darauf, dass es kein derart pompöses Gadget ist wie bisweilen bei Wikipedia. Nicht dass ich den Sinn hinter der bewusst auffälligen Einblendung nicht verstehen würde – aber zumindest mich persönlich schreckt es umso mehr ab, je aufdringlicher ein solches Element wird.

    Weitere Idee:
    Ihr habt unter den Artikeln auch, klein aber fein, die Buttons zur Bitcoin- und Paypal-Spende angebracht. Leider fallen die neben den diversen Weiterverbreitungs-Buttons kaum auf.
    Ist es nicht irgendwie möglich, einen Knopf, beispielsweise namens „Diesen Beitrag honorieren“, anzubringen, dem ein Drop-Down-Menü folgt, aus dem man dann Kleinstbeträge für Paypalspenden sowie ein Freifeld auswählen kann (z.B. 0,50€, 1€, 2€, *eigener Betrag*)? Das würde die Möglichkeit zum einen stärker ins Auge rücken und zum anderen den Vorgang deutlich erleichtern und beschleunigen!

    Macht bitte weiter mit eurer wertvolle Arbeit!

    P.S. Ich bin schon auf euren „Merch“ gespannt :D

  4. Moin,
    ich hatte an der Umfrage nicht teilgenommen, finde aber die Idee gut, welche correctiv! aktuell versucht umzusetzen. Sprich, alle Unterstützenden können angeben in welchen bereichen Sie ‚Expertise‘ beisteuern können. Als Goodie gibt es das Bookzine (mit ausgewählten Artikeln) frei Haus. Nicht Mitglieder können es kaufen.
    Theoretisch gibt es dort glaube ich noch die Funktion direkter mit den Autor*innen in Kontakt zu treten (da bin ich nicht sicher).
    Ansonsten sind alle Artikel, etc. für alle gleich und frei :)
    Link: https://correctiv.org/ (da steht das auch genauer ;) ).
    LG & danke

    1. Wie könnte denn NP noch unbequemer werden, ohne dabei an Qualität einzubüßen? An Leaks veröffentlichen sie ja schon (gefühlt) alles, was irgendwie geht und liefern ausführlichste Ausarbeitungen dazu.

  5. Ist es für euch eigentlich besser regelmäßig kleinere Beträge zu bekommen oder lieber unregelmäßig größere? Regelmäßig größere steht leider nicht zur Debatte ;-)

    Ich meine mich an einen älteren Kommentar zu erinnern, daß eure Bank euch irgendwie pro Eingang Gebühren aufdrückt. Auf der Spendenseite steht aber sie sind gebührenfrei, daher die Frage.

    1. Also prinzipiell sind regelmäßige kleinere besser als unregelmäßige größere, das hat aber mehr mit der Planbarkeit und Vorausschau zu tun, können wir einfach besser abschätzen, was wir ausgeben können. Ich bin bei den Gebühren grade nicht sicher, da muss ich erst nochmal nachfragen.

  6. Hi!
    Vermutlich kommt mein Kommentar nun viel zu spät für eine aktive Interaktion mit euch, da ich als Gelegenheitsleser eben nicht andauernd vorbeischaue aber spendenbereit bin, frag ich nun etwas ganz konkretes was mir beim damaligen Lesen in einem Kommentarfeld doch Bauchschmerzen bereitete. Kommentiert hatte Markus Beckedahl und dieser hatte mit grenzwertigen und zum Teil grenzdebilen Kommentaren schier zu kämpfen bei diesem Artikel: https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/ . Aber in seinem Kommentar um 17. November 2014 um 17:36 Uhr ging es darum Daniele Ganser als nicht ernstzunehmende Quelle darzustellen. Kurz gefragt: Siehst du/ihr dies immer noch so oder hat sich derzeit etwas dazu verändert ?

    1. Das ist ein vier Jahre alter Artikel, puh. Ich habe zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Redaktion gearbeitet, kann also wenig sagen dazu, außer vielleicht, dass nach der Klarstellung heute keine RT-Anfragen mehr kommen.
      Was Daniele Ganser angeht, könnte ich mich nicht erinnern, dass wir jemals in der Redaktion über den Mann geredet hätten, die Schnittmenge mit unseren Themen wäre höchstens Gladio, aber kaum andere netzpolitische Themen. Ansonsten bin ich nicht mal sicher, dass er so eine hohe Bekanntheit hat, dass alle in der Redaktion spontan wüssten, wer das ist.
      Ich weiß auch nicht, was Markus heute zu Ganser sagen würde.

      Was mich selber angeht, habe ich einmal auf einer Reise einen seiner 9/11-Vorträge gehört, an einer Uni (ich glaube, es war Tübingen). Das ist einige Jahre her, das dürfte einer der letzten Vorträge überhaupt gewesen sein, den er an einer deutschen Uni gehalten hat, da gab es im Vorfeld schon Proteste, er fand dann aber statt. Zudem kenne ich seine Dissertation.
      Was sich seither für mich verändert hat, ist vor allem sein Publikum und die offensive Vermarktungsstrategie der Person selbst. Ich habe allerdings schon länger nichts mehr von ihm gelesen.

  7. So Ihr lieben Netzpolitiker. Da Ihr auch meinen Warum-spendest-Du-nicht-Freitext hier so schön zitiert habt… Den kann ich jetzt endlich revidieren, der Dauerauftrag ist eingekippt.

    Danke für Eure unendlich wertvolle und eigentlich unbezahlbare Arbeit!

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