#wirsindmaaßen: Welche Twitter-Accounts sich vor den Verfassungsschutzchef stellen

Die AfD und ihr Umfeld stellen sich hinter Hans-Georg Maaßen und sprechen von einer Treibjagd auf den Verfassungsschutzchef. Wir haben ausgewertet, welche Twitter-Accounts hinter #wirsindmaaßen stehen.

Hans-Georg Maaßen mit gekreuten Armen vor der Deutschlandflagge
Hans-Georg Maaßen traf sich mit der AfD-Spitze. Jetzt twittert die AfD-Basis und deren Umfeld ihre Solidarität mit dem Verfassungsschutzchef. CC-BY-SA 3.0 Bundesministerium des Innern/Sandy Thieme

Vor vier Tagen rief die ehemalige Politikerin und Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld in ihrem Blog dazu auf, sich mit Hans-Georg Maaßen zu solidarisieren. Es gebe „eine Treibjagd“ auf den Chef des Verfassungsschutzes, schreibt sie: „von Seiten der Medien, […] von Seiten der politischen Linken, insbesondere von einer völlig freidrehenden SPD. Und natürlich von Seiten der extremen Linken, die sich über jede Schwächung der Staatsgewalt freuen.“ Deswegen sollten bitte alle, die sich gegen eine Instrumentalisierung der Ereignisse von Chemnitz verwehren, den Hashtag #wirsindmaaßen auf Social Media teilen.


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Maaßen hatte zuvor selbst das Wort „Hetzjagd“ im Zusammenhang mit den rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz kritisiert: „Die Skepsis gegenüber den Medienberichten zu rechtsextremistischen Hetzjagden in Chemnitz wird von mir geteilt“, sagte Maaßen der Bild-Zeitung. Dem Verfassungsschutz lägen keine Informationen darüber vor, dass solche Hetzjagden stattgefunden hätten. Die Authentizität eines Video, das Jagdszenen auf vermeintliche Migrant*innen in Chemnitz zeigen soll, zweifelte er an.

Seit dem Aufruf haben sich auf Twitter viele hinter Maaßen gestellt, ebenso viele über die Aktion aufgeregt oder gefreut, dass sich unter dem Hashtag nun jene Accounts bündeln, die man ohnehin nicht in seiner Timeline sehen will. Wir haben gemeinsam mit dem Datenanalysten Luca Hammer analysiert, woher die Tweets kommen.

#weristmaaßen?

In den drei Tagen vom Aufruf bis gestern Abend um 17:30 Uhr wurden insgesamt 7.744 Tweets mit dem Hashtag abgesetzt, gespostet von 3.240 Accounts. Die Urheber*innen lassen sich basierend auf den Accounts, denen sie selbst folgen, in zwei Gruppen einteilen. Etwa die Hälfte ist stark untereinander vernetzt und hat viele Verbindungen zum Umfeld der AfD. Die zweite Hälfte hat wenige Querverbindungen und ist auch nicht mit AfD-Accounts vernetzt: Vermutlich sind dies die Tweets, die sich über den Hashtag lustig machen oder ihn kritisieren.

Die türkise Wolke rechts formen Twitter-Accounts, die selbst dem AfD-Umfeld folgen und auch sonst viele Querverbindungen untereinander aufweisen. Links in orange dagegen Accounts, die nicht mit der AfD vernetzt sind und trotzdem zu #wirsindmaaßen twitterten. Update 19.9.: Datei jetzt in höherer Auflösung. Um reinzuzoomen, draufklicken.
Die Vergrößerung der türkisen Wolke zeigt, welche AfD-nahen Accounts an der Aktion beteiligt sind. Je größer der Name, umso mehr Follower, die ebenfalls zu #wirsindmaassen getwittert haben, hat ein Account.
Hier im Ausschnitt der AfD-fernen Accounts erkennt man noch etwas weiß im Hintergrund. Diese Accounts sind weniger dicht untereinander vernetzt als die türkise Wolke, wo die Summe der Verbindungslinien so dicht ist, dass sie schon eine Fläche bilden.

Nur 14 Prozent (1.153 Tweets) sind eigene Nachrichten. Der Großteil sind Retweets (81 Prozent). Zwei beteiligte Accounts (haut_drauf und halle_leaks) sind in Deutschland von Twitter gesperrt. Beide sind gut vernetzt im Cluster rund um die AfD-Accounts. Halle_leaks ist eine bekannte Schleuder für Falschnachrichten am rechten Rand.

Nichts deutet darauf hin, dass es sich hier um Bots, also automatisierte Accounts handelt, eher ist es eine politische Kampagne von AfD-Sympathisant*innen, die sich nun schützend vor den Chef des Inlandsgeheimdienstes stellen.

Vera Lengsfeld: von der DDR-Dissidentin zur AfD-Sympathisantin

Vera Lengsfeld, die den Aufruf postete, war einst DDR-Dissidentin und Opfer des DDR-Geheimdienstes, später für die Grünen und die CDU im Bundestag. Inzwischen zählt sie zum Kreis der DDR-Bürgerrechtler*innen, die offen mit der AfD und ihren Positionen sympathisieren. Nach den Anschlägen von Brüssel im Jahr 2016 postete Lengsfeld auf Facebook: „Gelobt sei Angela Merkel, die Warmherzige, die Vorausschauende. Sie hat alles dafür getan, dass der Terror in Europa Fuß fassen kann und seine Söhne hier die eigene Zukunft von einen [sic!] gestörten Welt verwirklichen können.“ Später löschte sie den Post nach Kritik wieder.

Das Aufkommen der Tweets zu #wirsindmaaßen seit dem Aufruf zur Kampagne. Dunkelblau sind originäre Tweets, hellblau gekennzeichnet sind Retweets.

Bemerkenswert an der Kampagne: Während die AfD und ihr Umfeld sonst jede Straftat eines Ausländers, Asylsuchenden oder Muslimen zum Anlass nehmen, maximale Härte und Durchgreifen zu fordern, stellen sie sich nun hinter einen Behördenchef, der im Verdacht steht, Informationen zum Attentat am Breitscheidplatz unterschlagen zu haben. Wie die Welt enthüllte, hatte der Verfassungsschutz entgegen eigener Aussagen sehr wohl einen Informanten, eine so genannte V-Person, im Umfeld des späteren Attentäters Anis Amri platziert. Diese Information hatte Maaßen zu unterschlagen versucht – das geht aus Recherchen des ARD-Magazins Kontraste mit der Berliner Morgenpost hervor. „Ein weiteres Hochkochen der Thematik muss unterbunden werden“, schrieb Maaßen demnach in einem Sprechzettel seiner Behörde zur Vorbereitung eines Gesprächs mit Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD).

Dieses bisher geheim gehaltene Treffen und die Anweisung setzen Maaßen weiter unter Druck. Er und seine Behörde haben bisher öffentlich versichert, keine eigenen V-Personen im Umfeld von Anis Amri eingesetzt zu haben. Auch gegenüber dem Untersuchungsausschuss zu Anis Amri im Bundestag hielt Maaßen an dieser Version fest.

In diesem besonderen Fall scheint die Solidarität mit Maaßen für Lengsfeld und die beteiligten Twitter-Accounts schwerer zu wiegen als eine Aufklärung der Ereignisse, die zum Anschlag am Breitscheidplatz geführt haben, und die Frage, wie er hätte verhindert werden können.

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25 Kommentare
    1. Finde nicht, dass hier guilt by association gemacht wird. Maaßen hat selber genug Scheisse gebaut und das wird auch klargestellt. Es ist trotzdem interessant, welche Netzwerke sich mit ihm solidarisch erklären. Nennt sich in diesem Fall wohl Beifall von der falschen Seite.

  1. Sollen wir die hier angeprangerten Twittermenschen teeren und federn, oder nur mit Tomaten bewerfen?

    Oder sie auf der Arbeit denunzieren?

    Oder… Was wäre gerecht?

    1. Wie wärs zusammen zählen zu können und den Schluß ziehen, daß dieser Maassen vom rechten Sumpf der deutschen social-media Gesellschaft unterstützt wird – schon vergessen, daß vielleicht dieselben personellen Zusammenhänge zur Vernichtung Tausender Akten über den „Nationalsozialistischen Untergrund“ beim Verfassungsschutz führte?

      Gerecht wäre sie und ihre „Arbeit“ frühzeitig zu blockchain-en – dann können sich beizeiten internationale Gerichte damit beschäftigen.

      Solange sie Schwachsinn über die sozialen Medien verbreiten schädigen sie nämlich „nur“ den Ruf aller global denkenden Menschen in Deutschland. Sobald sie allerdings marodierend und hetzend durch die Straßen ziehen – ach ..

      1. Versteh mich nicht falsch, ich bin seit längerer Zeit ein Gegner der politischen Person Maaßen, lange bevor er sich zu Chemnitz geäußert hatte.

        Mein Problem mit Maaßen spielt aber keine Rolle für Folgendes: „Listen von Personen mit einer gewissen Meinung oder Position sind eine nette Sache, wenn man nicht selbst auf der Liste ist.“

        Und sehe ich als scheinheilig an. Hier bei der Twitter Liste, dort bei dem Artikel über Twitter Zensur, der mit dem Hut-Bürger versehen ist. „Privatsphäre um jeden Preis wenn es die eigene ist, aber der Typ wollte vor die Kamera, weil Demonstrant und Zulaufend auf Kamera“

        Bei Scheinheiligkeit geht mein Vertrauen in jegliche moralische Argumentation dieser Person verloren.

        1. „Listen von Personen mit einer gewissen Meinung oder Position sind eine nette Sache, wenn man nicht selbst auf der Liste ist.“

          Das ist absurd: Wenn ich mich öffentlich politisch äußere, dann WILL ich doch, dass das wahrgenommen wird. Was bringt denn eine öffentliche politische Äußerung, wenn sie dann nirgendwo auftaucht? Sich erst öffentlich zu äußern, und dann zu kritisieren, dass diese Äußerung in der Öffentlichkeit wahrgenommen, ausgewertet, verbreitet wird – das ist schizophren.

      1. Ich bin hier, weil ich mich der Netzpolitik(.org) seit 10(?) Jahren sehr verbunden fühle und ich die Arbeit dieser Website und insbesondere die Arbeit von Markus Beckedahl immer sehr geschätzt habe und auch weiterhin hoch schätze.

        Das hindert mich jedoch nicht daran, zwei Dinge zu tun, die man nennen kann, wie man will – z.B. Trollen. Was bringt es mir, Artikel oder Website zu lesen, die genau das schreiben, was ich denke. Das wäre langweilig und wenig weiterführend.

        1. Meine Meinung offen und lang darzulegen, insbesondere wenn sie (in Teilen oder im Ganzen) einem Artikel widerspricht. Mein Lob drücke ich in Spenden aus, nicht in lobenden Komentaren. Ich bin interessiert daran, meine Position zu vertreten und „entgegengetreten“ zu sehen.
        2. Zynische Kommentare abzugeben, wenn etwas mMn. extrem aus dem Ruder läuft, wenn ein „trolliger“ Kommentar mehr sagt, als ein langer Text. Wie z.B. wenn es um das öffentliche Anprangern (oder schlimmer Doxing – NICHT in diesem Fall hier). Eine Liste mit Personen, die eine gewisse Meinung vertreten, zu erstellen, hat immer ein „Geschmäckle“.

        Absoluter Konservatismus endet wahrscheinlich immer in Stagnation, dem Status Quo, und wird abgehängt, degeneriert, absoluter Liberalismus (Nagelt mich nicht auf diese Wort in einer bestimmten Bedeutung fest) führt irgendwann ins Chaos und somit wahrscheinlich zur Zerstörung. Beides ist nicht von Dauer, wenn es keine Balance gibt.

        Und so ist meine zynische Frage nach dem, was wir tun sollen, nachdem wir diese Twitterliste bekommen haben, zu verstehen: Was sollen die geneigten Leserinnern und Leser mit dieser Liste nun tun?

        1. Es geht hier nicht darum, jemandem das Leben schwer zu machen, sondern um eine reine Information darüber, wer gerade Herrn Maaßen den „Rücken stärkt“. Man könnte hier beispielsweise fragen, ob diese Zustimmung aus dem rechten Spektrum (und ja, die AfD ist für mich stramm rechts, auch wenn es Mitglieder gibt, die man noch als gemäßigt bezeichnen kann) nur auf den aktuellen Schlagzeilen „Wirft Merkel Maaßen raus“ beruht. Mittlerweile beschleicht mich der Verdacht, dass jeder unterstützt wird, der irgendwie „gegen Merkel“ sein könnte und dabei ist es egal, was diese Person sich davor geleistet hat.

          „Während die AfD und ihr Umfeld sonst jede Straftat eines Ausländers, Asylsuchenden oder Muslimen zum Anlass nehmen, maximale Härte und Durchgreifen zu fordern, stellen sie sich nun hinter einen Behördenchef, der im Verdacht steht, Informationen zum Attentat am Breitscheidplatz unterschlagen zu haben. “

          Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Waren gerade Personen wir Erika Steinbach in den vergangenen Monaten nicht bemüht, den Behörde und der Bundesregierung alle mögliche Mitschuld an dem Anschlag vom Breitscheidplatz zu geben? Und jetzt stellen sich eben diese Leute hinter einen Verfassungsschutzchef, der offenbar verschleiern wollte, dass seine Behörde Amis Amri hätte vor dem Anschlag längst aus dem Verkehr ziehen können.

          DAS ist in meinen Augen die wahre Heuchelei. Aber das ist man von deren Seite ja inzwischen gewohnt.

        2. Hallo Herr Datenschutz. Erst mal berichten wir hier über Hintergründe und Zusammenhänge, das ist unsere journalistische Arbeit. Wenn politische Akteurinnen wie Vera Lengsfeld öffentlich zu einer Kampagne aufrufen, dann schreiben wir das, wir ordnen es ein und wir schauen uns anhand der Daten an, wer zu dem Hashtag twitterte – mehr nicht. Was unsere Leser*innen mit diesen Informationen anfangen, ist ihnen überlassen. Grundsätzlich sind wir für einen respektvollen Umgang mit anderen Diskussionsteilnehmer*innen, egal ob online/offline.

        3. Eine solche Aktion auf Twitter entspricht dem Unterschreiben eines offenen Briefes: Teilnehmer dokumentieren explizit oeffentlich sichtbar ihre persoenliche Unterstuetzung. So gesehen ist eine Visualisierung eigentlich im Sinne der Aktion…

          Zur Einordnung solcher Aktionen ist es durchaus interessant, wer sie durchfuehrt und welche Wirkung damit wo erzielt wird.

          Das hat mit der Person Maaßen erstmal nichts zu tun.

    2. Ist es nicht lustig, das sagen zu können, wenn es der guten Sache dient? Solange es einen nicht selbst trifft, man selbst nicht gelistet wird…

      Es ist doch nur eine Liste, ein Zeichen.

      (Das war Sarkasmus, weil ich es kaum mehr schaffe, nicht zynisch zu sein bei diesem Thema.)

      1. Bitte beachten, dass wir hier keine Liste ertellen, sondern lediglich die Verwendung eines Hashtags auswerten. Wie in dem Beitrag beschrieben, unterstützen beiweitem nicht alle, die #wirsindmaaßen getwittert haben, die Aktion. Viele kritisieren sie oder machen sich darüber lustig. Insofern ist allein schon interessant anzuschauen, wer mit welchen anderen Verbindungen den Hashtag nutzte und wie hier die Verteilung ausfällt.

        1. Der Kommentar, auf den sich mein letzter – sehr zynischer – Kommentar bezog, ist nicht mehr hier.

          Darin stand glaube ich sowas wie „Sollen wir diese Maaßen Unterstützer jetzt mit ner Binde ausstatten und nem Zeichen versehen?“ (Das zu löschen kann ich nachvollziehen, da es bitterböse ist)

  2. @Rainer Datenschutz:

    Schon recht, diese Übersicht hätte es nicht gebraucht. Dass Lengsfeld und Steinbach voll hinter Maaßen stehen, ist nicht überraschend. Ansonsten bezeichnet die Liste Twitter-Accounts, die einen inkompetenten (Fall Amri) Polizisten unterstützen, weil er sich über Gebühr und ohne Beweise politisch geäußert und indirekt Partei für eine politische Seite ergriffen hat.

    Diese Liste könnte vielleicht auch dafür als Beleg stehen, dass der Versuch der letzten Jahre, die politische Mitte weit nach rechts zu ziehen, immer von denselben Personen ausgeht. Wodurch die vorgegaukelte nationalistische Massenbewegung doch eher eine Bewegung einer kleineren Minderheit ist, welche bei jedem Anlass eine geschlossene Front bildet. Unabhängig davon, ob Menschen dabei zu Schaden kommen könnten oder nicht (NSU, Amri, Kurnaz, die Netzpolitik-Betreiber, Spaziergänger…).

  3. Also nochmal zum mitschreiben
    Vera Lengsfeld bezeichnet die Kritik ans Hans-Georg Maaßen als „Treibjagd“
    Da drängt sich mir eine ganz entschiedene frage auf:
    Wie viel meter muss Maaßen jetzt wegrennen bevor man überhaupt von einer Jagd reden kann?

    1. Die Twitter Terms verbieten eine direkte Weitergabe der Rohdaten. Luca Hammer sagt: Es wäre möglich die IDs der Tweets und Accounts weiterzugeben, die müssten wir aber erst aus den Daten extrahieren. Eine Vektorgrafik können wir dir schicken, bitte E-Mail an mich bei Interesse.

  4. Maaßen hat sich in der Anis-Amri-Angelegenheit höchstwahrscheinlich nicht mit Ruhm bekleckert. Wenn er jetzt zurückträte, dann nicht wegen der etwaigen Versäumnisse mit vielfacher Todesfolge sondern wegen eines Interviews. Und er könnte sich oder andere würden ihn sogar als Whistleblower, Zivilcouragierten o.ä. darstellen. Absurd.

    Absurd aber auch, dass Maaßen vorgeworfen wird, sich illoyal ggü. der Regierung, jedenfalls illoyal ggü. der Bundeskanzlerin, zu verhalten. Nun war Illoyalität hochrangiger Staatsbediensteter gegen die Regierung bislang selten geächtet. Bspw. im Umfeld Trumps wird solches Verhalten weitaus weniger geächtet, vielfach geachtet.

    PS: Diese Daten-Auftwitterirgendwievernetzt-Analyse produziert schöne Bilder. Ohne den Kontext der Tweets zu berücksichtigen oder auch warum jemand jemandes Follower ist sind solche Analysen m.E. aber nur ein weiteres Kleine-Welt-Phänomen.

    Sieht das die Autorin ähnlich? Ich glaube schon, denn mit einem Satz zeigt sie die Wichtigkeit des Kontextes, dass die Analyse genau den ignoriert und zerlegt damit die gesamte Analyse: „Vermutlich sind dies die Tweets, die sich über den Hashtag lustig machen oder ihn kritisieren.“

    1. Ja, auch ich sehe das Problem, dass eine solche Auswertung allein noch sehr viele Fragen offen lässt. Wer den Hashtag in welchem Zusammenhang verwendet, lässt sich daraus wie du schon schreibst nicht ablesen. Auch folgt man bestimmten Accounts auf Twitter zu Informationszwecken. All diese Einschränkungen sollten bei der Auswertung beachtet werden. Trotzdem lassen die Visualisierungen der Querverbindung und Nähe der Accounts zueinander bestimmte vorsichtige Schlüsse ziehen und nur das machen wir hier.

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