2017
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: Jamaika: Breites Bündnis fordert Ende der Vorratsdatenspeicherung
Sollten FDP und Grüne auf der Abschaffung der VDS bestehen, dürfte das der Union nicht schmecken. (Symbolbild) : Jamaika: Breites Bündnis fordert Ende der Vorratsdatenspeicherung Grüne und FDP treten in ihren Wahlprogrammen für ein Ende der Vorratsdatenspeicherung ein. Ein Bündnis aus Bürgerrechts‑, Journalisten‑, Berufs- und Wirtschaftsverbänden fordert, dass die möglichen Partner der Union dieses in den Koalitionsverhandlungen auch durchsetzen.
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: Visionen der digitalen Stadt: Smart, Sharing oder Open?
: Visionen der digitalen Stadt: Smart, Sharing oder Open? Smart-City-Konzepte versprechen, urbane Effizienz zu steigern und viele städtische Probleme zu lindern. Die Kritik an digitalen Steuerungsfantasien und dem Ausblenden von Interessenskonflikten wird aber lauter. Alternative Ansätze wie ‚Sharing City’ oder ‚Open City’ betonen die Ambivalenz von Technologie und den Wert digitaler Gemeingüter.
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: Interview mit Walter van Holst: Produkthaftung und das Internet der Dinge
Walter van Holst (links) mit Kathrin Maurer im Gespräch. : Interview mit Walter van Holst: Produkthaftung und das Internet der Dinge IT-Rechtler und Anwalt Walter van Holst erklärt im Video-Interview, warum wir uns dringend mit dem Internet der Dinge beschäftigen sollten und wie weit die Rechtsprechung auf EU-Ebene ist, wenn es um Produkthaftung geht.
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: Australien: Software mahnt 20.000 Menschen fälschlicherweise als Sozialbetrüger ab
In Australien ist die staatliche Agentur "Centrelink" für Sozialhilfe zuständig. : Australien: Software mahnt 20.000 Menschen fälschlicherweise als Sozialbetrüger ab In Australien haben nach Einsatz einer Software mindestens 20.000 Menschen falsche Sozialbescheide und Aufforderungen zur Rückzahlung erhalten. Die Software hatte automatisiert Daten abgeglichen und dann im Namen der staatlichen Sozialhilfe-Agentur Centrelink etwa 170.000 Bescheide verschickt.
Auf Algorithmenethik.de, einem Projekt der Bertelsmann Stiftung, ist der Fall erstmals auf deutsch genauer beschrieben, der seit dem Jahreswechsel 2016/17 in Australien für Aufregung sorgte:
Zwischen Juni 2016 und März 2017 wurden in Australien rund 200.000 solcher automatisierter Mahnschreiben verschickt. Viele Empfänger hatten dabei falsche Berechnungen erhalten, wie der Guardian berichtet. Laut den neuesten Daten waren die tatsächlichen Schulden in über 13.000 Fällen wesentlich niedriger als errechnet. Und in 7.000 Fällen gab es tatsächlich keine Grundlage für die von der Software eingeforderten Rückzahlungen.
Laut Algorithmenethik.de ist der Fall „ein Paradebeispiel für den missglückten Einsatz algorithmischer Systeme in gesellschaftlich relevanten Zusammenhängen“.
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: Instagram-Mops: Neue Urteile zur Linkhaftung
Auch ein süßer Mops - aber nicht der, um dessen Abbild es in zwei neuen Verfahren zur Linkhaftung ging. : Instagram-Mops: Neue Urteile zur Linkhaftung Bei iRights.info berichtet David Pachali über zwei neue Urteile zum Thema Linkhaftung. Ausgangspunkt waren demnach Fotos eines Instagram-Mopses, die unerlaubterweise auf Handyhüllen gedruckt und von einem Händler bei Amazon vertrieben wurden. Zwei unterschiedliche Webseiten hatten auf dessen urheberrechtsverletzende Produktbilder verlinkt, beziehungsweise diese auf ihren Websites eingebunden. Bei den Seiten handelt es sich um eine automatisierte Produktsuchmaschine und einen Affiliate-Blog, also um „professionelle Linksetzer“, die eindeutig kommerzielle Nutzer darstellen. Die Rechteinhaberin ging vor dem Landgericht Hamburg gegen die Verlinkung der unerlaubt verwendeten Mopsbilder vor – und verlor:
In beiden Fällen sei es den Website-Betreibern nicht zumutbar, sämtliche Links auf mögliche Urheberrechtsverletzungen zu prüfen. Bei einer Produktsuchmaschine, in deren Datenbank sich 50 Millionen Angebote befänden, liege es auf der Hand, dass nicht alles vorab überprüft werden könne. Auch im Fall des Blogs, das rund 15.000 Links zu Amazon-Produktseiten versammelt hat, kam das Landgericht zum gleichen Ergebnis (Aktenzeichen 310 O 117/17 und 308 O 151/17).
In beiden Fällen war unstrittig, dass die Seitenbetreiber nicht wussten, dass die Inhalte auf Amazon rechtswidrig waren, als sie die Links setzten. Das Landgericht Hamburg entschied darüber hinaus, dass sie von den Rechtsverletzungen weder wissen konnten noch gewusst haben müssten. Sie hätten daher auch nicht in „fahrlässiger Unkenntnis“ gehandelt. Die Links verletzten somit keine Urheberrechte.
Nachdem das Landgericht Hamburg im Dezember erstmalig einen Website-Betreiber verurteilt hatte, weil er auf ein falsch CC-lizenziertes Bild verlinkte, ruderte das Gericht nach Ansicht Pachalis nun ein wenig zurück. Die Situation um die vom Europäischen Gerichtshof 2016 eingeschränkte Linkfreiheit wird dadurch jedoch erneut komplexer.
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: ePrivacy: Wichtiger Etappensieg für Nutzerrechte im EU-Parlament [Update: Reaktionen]
Starkes Votum für Nutzerrechte und Datenschutz: das EU-Parlament hat heute über seine Position zur ePrivacy-Verordnung abgestimmt. : ePrivacy: Wichtiger Etappensieg für Nutzerrechte im EU-Parlament [Update: Reaktionen] Erleichterung bei Daten- und Verbraucherschützern: Das EU-Parlament hat sich für besseren Schutz gegen Tracking und für verschlüsselte Kommunikation positioniert. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte soeben für eine starke ePrivacy-Verordnung.
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: Flugreisen in die USA: Mit Befragungen ist zu rechnen
: Flugreisen in die USA: Mit Befragungen ist zu rechnen Die umfänglichen Kontrollen für Reisende, die von US-Seite an Flughäfen vorgeschrieben sind, werden ab Donnerstag nochmals erweitert. Eingeführt werden verpflichtende Interviews vor Flugantritt in die Vereinigten Staaten. Man soll zwar weiterhin Computer und andere elektronische Geräte mit in die Kabine nehmen dürfen, muss aber mit mehr Kontrollen vorab rechnen.
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: Digitale Gesellschaft veröffentlicht Handlungsempfehlungen für Jamaika-Netzpolitik
: Digitale Gesellschaft veröffentlicht Handlungsempfehlungen für Jamaika-Netzpolitik Kurz vor Beginn der Sondierungsverhandlungen zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen zum Thema Digitalisierung hat die Digitale Gesellschaft Handlungsempfehlungen für zehn verschiedene Sachbereiche veröffentlicht. Die Empfehlungen richten sich an alle beteiligten Parteien und sollen einen Weg zu einer grundrechts- und verbraucherfreundlichen Netzpolitik gewährleisten.
Hier ist der Katalog:
1. Anlasslose Massenüberwachung beenden.
- Bestehende Gesetze zur anlasslosen Überwachung (Vorratsdatenspeicherung, Fluggastdatenspeicherung) aufheben.
- Freiwillige Speicherung von Verkehrs- und Standortdaten sowie Speicherung zu Abrechnungszwecken durch Provider auf absolut notwendiges Maß begrenzen.
- Keine neuen Maßnahmen und Gesetze zur anlasslosen Speicherung personenbezogener Daten einführen.
2. Schutz der Identität online und offline gewährleisten.
- Intelligente Videoüberwachung weder punktuell noch flächendeckend einführen.
- Möglichkeit der pseudonymen Nutzung von Online-Diensten erhalten.
3. Datenschutz wahren und fördern.
- Verbraucherunfreundliche Abweichungen von der Datenschutzgrundverordnung aus dem deutschen Datenschutzanpassungs- und Umsetzungsgesetz streichen.
- Im Rahmen der ePrivacy-Reform Privacy-by-Design und Privacy-by-Default festschreiben, Verarbeitung von Verkehrs- und Inhaltsdaten wirksam begrenzen.
- Datenschutzprinzipien, vor allem Datenminimierung und Zweckbindung, beibehalten und stärken, etwa durch Unterstützung wirksamer Datenschutzfolgeabschätzungen und Konkretisierung der Regelungen zu Privacy-by-Design und Zertifizierung.
- Datenschutz als Standortvorteil begreifen: Förderung von StartUps und innovativen Datenschutzprojekten, durch die Privacy-by-Design und Privacy-by-Default gestärkt werden. Innovationen beim Datenschutz als Kriterium bei der Vergabe öffentlicher Fördermittel berücksichtigen.
- Forschung zu automatisierten Entscheidungsverfahren und den Möglichkeiten ihrer Regulierung fördern.
4. Meinungs- und Informationsfreiheit online stärken.
- Das bewährte Haftungsregime Notice-and-Action beibehalten.
- Wissenschaftliche Untersuchung der Phänomene Hate Speech und Fake News anstoßen und fördern.
- Keine Upload-Filter für Host-Provider vorschreiben, Rechtsdurchsetzung nicht privatisieren.
- Netzwerkdurchsetzungsgesetz aufheben.
5. Verschlüsselung und IT-Sicherheit gewährleisten.
- Hersteller und Entwickler von Verschlüsselungstechnologie verpflichten, bekannte Lücken unverzüglich zu schließen.
- Produkthaftungsanspruch und Möglichkeit der Verhängung von Bußgeldern gegen Hersteller bei Verstößen gegen diese Pflicht schaffen.
- Hersteller und Entwickler nicht zur Einrichtung von Backdoors, zur Hinterlegung von Schlüsseln oder zum Einsatz von Generalschlüsseln zwingen.
- Staatlicherseits bekannt gewordene Sicherheitslücken unverzüglich veröffentlichen.
- Staatliche Stellen dürfen keine Zero-Day-Exploits oder andere Sicherheitslücken ankaufen.
6. Flächendeckenden, nachhaltigen Breitbandausbau vorantreiben.
- Einsatz zukunftsfester Leitungstechnologien (Glasfaser) fördern.
- Alternative Finanzierungskonzepte fördern, beispielsweise Bürgerfond Breitband
oder kleinteilige genossenschaftliche Finanzierungsmodelle. - Neue, für Breitbandausbau zweckgebundene Fördermittel durch Verkauf der Bundesanteile an der Telekom bereitstellen.
7. Netzneutralität sichern.
- Zero-Rating ausdrücklich verbieten.
- Unklarheiten und Unschärfen in europäischer Verordnung zur Netzneutralität beseitigen.
- Neutrale Messverfahren in der Transparenzverordnung festschreiben.
8. Urheberrecht zeitgemäß liberalisieren.
- Recht auf Remix und Fair-Use-Klausel schaffen.
- Urheberrechtliche Schranke für Text- und Data-Mining einführen.
- Offene Lizenzen bei Vergaben und Mittelbeschaffung durch staatliche Stellen bevorzugen.
- Keine (Re-)Upload-Filter zur Durchsetzung von StayDown-Verpflichtungen vorschreiben.
9. Digitale Grundbildung ausbauen und fördern.
- Zur Verbesserung der Medienkompetenz umfassende Fördermittel für außerschulische digitale Bildungsangebote bereitstellen (Erwachsenenbildung).
- Die bereits in der vergangenen Legislaturperiode versprochenen 5 Milliarden Euro für digitale Ausstattung der Schulen bereitstellen.
- Den Einsatz von Open Educational Resources und freier Software im Bildungswesen fördern.
10. eGovernment und Open Data ausweiten und verbessern.
- Behördliche Daten öffentlich elektronisch abrufbar machen.
- Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben.
- Elektronisches „Bürgerkonto“ und „Bürgerportal“ insbesondere für Kontakte mit der Kommunalverwaltung einrichten.
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: EU führt Vorratsdatenspeicherung für Fingerabdrücke und Gesichter von Reisenden aus Drittstaaten ein
: EU führt Vorratsdatenspeicherung für Fingerabdrücke und Gesichter von Reisenden aus Drittstaaten ein Alle Nicht-EU-Bürger, die in die Europäische Union reisen, müssen ab sofort bei Ein- und Ausreise ihre Passdaten, Fingerabdrücke und einen Gesichtscan abgeben. Die Daten werden für mindestens drei Jahre gespeichert.
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: EU-Parlament setzt sich für europaweiten Whistleblower-Schutz ein
Whistleblower dienen dem öffentlichen Interesse und brauchen deshalb Schutz. : EU-Parlament setzt sich für europaweiten Whistleblower-Schutz ein Whistleblower könnten auf EU-Ebene bald besseren Schutz erhalten. Das Europäische Parlament hat gestern mit großer Mehrheit für eine Entschließung gestimmt, mit der sie der EU-Kommission Vorschläge zum Schutz von Hinweisgebern macht. Die Kommission hat bereits angekündigt, zu Beginn 2018 weitere Maßnahmen einzuleiten.
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: ePrivacy: Morgen entscheidende Abstimmung über Vertraulichkeit der digitalen Kommunikation
Letzte Runde für die ePrivacy-Positionierung? Morgen stimmt das EU-Parlament ab. : ePrivacy: Morgen entscheidende Abstimmung über Vertraulichkeit der digitalen Kommunikation Für eine Stärkung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung und vertrauliche Kommunikation in der EU wird es eng: Nachdem der Innenausschuss des EU-Parlaments vor einigen Tagen für eine datenschutzfreundliche Version der ePrivacy-Verordnung gestimmt hatte, könnte das Vorhaben morgen scheitern. Noch können Nutzerinnen und Nutzer aktiv werden.
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: Sechs Gründe, warum die todlangweilig klingende ePrivacy-Verordnung für dich wichtig ist
Die ePrivacy-Verordnung bringt deutliche Verbesserungen zum Beispiel gegen Tracking - wenn sie denn durchkommt. : Sechs Gründe, warum die todlangweilig klingende ePrivacy-Verordnung für dich wichtig ist Von klassischen Medien vollkommen unbeachtet wird im EU-Parlament gerade eine der wichtigsten Schlachten um den Datenschutz in Europa geschlagen. Am Donnerstag steht die entscheidende Abstimmung an. Wir erklären kurz und bündig, um was geht, warum die Sache für alle wichtig ist und wie man jetzt aktiv werden kann.
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: Interview mit Michael Kreil: Datenjournalismus kann neue Geschichten erzählen
Michael Kreil im Interview bei der „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz : Interview mit Michael Kreil: Datenjournalismus kann neue Geschichten erzählen Daten sind nicht nur für Geheimdienste, Facebook oder Google relevant, sondern auch für Journalisten. Michael Kreil erklärt, wie man durch Datenanalyse spannende Zusammenhänge findet und Geschichten zu abstrakten Themen erzählt.
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: Neues Projekt zeigt, was in der Schweiz zensiert wird
DNS-Sperren sind wie ein Stop-Schild. Sie können umgangen werden. Effektiver bei illegalen Inhalten ist Löschen statt Sperren. : Neues Projekt zeigt, was in der Schweiz zensiert wird Ein neues Projekt wertet aus, welche Seiten in der Schweiz zensiert werden. Es macht damit transparent, aus welchen Gründen die Seiten gesperrt werden. Schon vor dem Start des Geldspielgesetzes sind hunderte Seiten in den Zensurlisten.
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: Interview mit Ellen Euler: Freier Zugang zum digitalen Gedächtnis!?
Ellen Euler im Interview bei der „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz : Interview mit Ellen Euler: Freier Zugang zum digitalen Gedächtnis!? Ellen Euler spricht mit uns im Interview über das digitale Gedächtnis und die Herausforderungen bei der Digitalisierung von kulturellem Wissen.
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: Dienstag in Berlin: Diskussion zum Film „Pre-Crime“
Ausschnitt aus dem Film <a href="http://precrime-film.de/">„Pre-Crime“</a>. : Dienstag in Berlin: Diskussion zum Film „Pre-Crime“ Am morgigen Dienstagabend wird der Film „Pre-Crime“ im ACUD-Kino in Berlin gezeigt und anschließend in einer Diskussionsrunde über das Thema „Predictive Policing“ besprochen. Die Vorführung beginnt um 20 Uhr, das ACUD-Kino ist in der Veteranenstraße 21 in Berlin-Mitte.
Mit dabei in der Diskussion (Facebook-Veranstaltung): Unsere Kollegin Constanze Kurz und Daniela Hunold, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Deutschen Hochschule der Polizei im Fachgebiet Kriminologie und interdisziplinäre Kriminalprävention sowie ehrenamtlich bei Amnesty International engagiert. Volker Tripp vom Verein Digitale Gesellschaft wird das Gespräch moderieren.
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: Studie zu Fake-News: AfD-Wähler glauben rechten Unsinn
Stimmt die Meldung mit dem eigenen Weltbild überein, glauben viele Anhänger der AfD auch absurde Falschmeldungen. (Symbolbild) : Studie zu Fake-News: AfD-Wähler glauben rechten Unsinn Für die Glaubwürdigkeit einer Meldung ist von enormer Bedeutung, ob sie ins Weltbild passt. Eine Studie der Stiftung Neue Verantwortung zeigt, dass die rechten Wähler besonders gern die rechten Falschmeldungen glauben.
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: Datenschutzbaustellen: Behörden legen To-Do-Liste für den neuen Gesetzgeber vor
Datenschutz - Es gibt etwas zu tun für die künftige Regierung. : Datenschutzbaustellen: Behörden legen To-Do-Liste für den neuen Gesetzgeber vor Datenschutz sei kein Hindernis für die Digitalisierung, sagt die Konferenz der Datenschutzbehörden und fordert die künftige Regierung dazu auf, innovative Ansätze zu fördern. Außerdem brauche es neue Regeln für Algorithmen, Beschäftigtenschutz und Big Data im Gesundheitswesen. Das neue Bundesdatenschutzgesetz müsse vor Inkrafttreten nachgebessert werden.
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: Wired über Chinas Social Credit System: Big Data meets Big Brother
Die bisherigen chinesischen Scoring-Systeme bewerten auch soziale Beziehungen, so dass sich schlechte Werte von Freunden auf einen selber auswirken. (Symbolbild) : Wired über Chinas Social Credit System: Big Data meets Big Brother China will bis zum Jahr 2020 ein verpflichtendes „Social Credit System“ für alle natürlichen und juristischen Personen einführen. Das System soll Daten wie Internetnutzungsverhalten, Kreditwürdigkeit und Zuverlässigkeit gegenüber dem Regime in einem Wert erfassen.
Die britische Ausgabe von Wired hat in einem Longread „Big data meets Big Brother as China moves to rate its citizens“ die Grundstrukturen des Systems zusammengefasst. Die chinesische Regierung entwickelt dieses zusammen mit Unternehmen. Eines davon ist China Rapid Finance, Partner des sozialen Netzwerks Tencent und Entwickler des Messaging-Dienstes WeChat. Die andere Firma ist Sesame Credit, eine Tochterfirma von AliBaba.
Schon heute wirken sich die „Sesame-Scores“ auf das Leben aus, heißt es im Artikel:
Hohe Werte sind schon ein Status-Symbol geworden. Fast 100.000 Menschen haben sie in den ersten Monaten nach Einführung bei Chinas Twitter-Alternative Weibo gepostet. Der Bürger-Score erhöht sogar die Chancen auf ein Date oder einen Ehepartner, denn wer einen höheren Wert hat, wird auf der größten Datingplattform Baihe prominenter platziert.
Mit der Einführung des Social Credit Systems könnte auch der Zugang zu Schulen, Ausbildung, Jobs und vielen weiteren Lebensrealitäten von der Big-Data-Bewertung abhängen. Das System ist damit die ultimative digitale Dystopie, ein Kontroll- und Überwachungsinstrument über mehr als eine Milliarde Menschen.
Über die Einführung des Systems und dessen Hintergründe haben wir schon zu Beginn der Planungen berichtet.
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: Gerhart Baum zu Bürgerrechten in der Jamaika-Koalition: „Es wird in jedem Fall besser.“
Gerhart Baum. : Gerhart Baum zu Bürgerrechten in der Jamaika-Koalition: „Es wird in jedem Fall besser.“ In einem Gespräch mit dem Liberalen Gerhart Baum zieht der ehemalige Innenminister eine Bilanz der Großen Koalition in Sachen Freiheitsrechte und Überwachung. Wir sprechen aber auch über die Zukunft, denn er ist überzeugt: Die Freiheit wird in einer Jamaika-Koalition wieder eine Stimme in der Regierung haben. Das Gespräch ist auch als Podcast verfügbar.