Im Süd- und Nordwesten Kameruns gibt es seit Wochen keinen Internetzugang mehr. Betroffen sind davon etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung, berichtet BBC. Zudem spielt sich ein großer Teil der digitalen Ökonomie Kameruns in der Umgebung der südwestlich liegenden, regionalen Hauptstadt Buea ab, dem sogenannten „Silicon Mountain“.
Einen Tag, bevor der Zugang blockiert wurde, drohte das Ministerium für Post- und Telekommunikation Nutzern jahrelange Gefängnisstrafen an, sollten sie Falschmeldungen über soziale Medien verbreiten. Wie BBC schreibt, handelt es sich bei den abgeklemmten Regionen überwiegend um englischsprachige Teile des Landes. Dort war es in den vergangenen Monaten wiederholt zu Protesten gegen die Regierung sowie die französisch sprechende Bevölkerungsmehrheit gekommen.
In den letzten zwölf Monaten waren einige afrikanische Länder von vollständigen beziehungsweise teilweisen Internetsperren betroffen, beispielsweise Äthiopien, Gambia und Uganda.
