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Digitalpolitik mit Haltung: Branchenverband Eco will nicht mit der AfD reden

Der digitale Branchenverband Eco wird in absehbarer Zukunft nicht mit der AfD sprechen. Dies begründete der Eco-Vorstandsvorsitzende Oliver Süme gegenüber verschiedenen Zeitungen unter anderem mit der demokratiefeindlichen Stoßrichtung der Partei sowie mit fehlenden fundierten netzpolitischen Positionen. Eco suche deswegen weder proaktiv Kontakt zur AfD, noch stünde der Verband auf Anfrage der Partei für Gespräche zur…

  • Markus Reuter
Oliver Süme ist Vorstandsvorsitzender des Internetverbandes eco. – Alle Rechte vorbehalten: eco.de

Der digitale Branchenverband Eco wird in absehbarer Zukunft nicht mit der AfD sprechen. Dies begründete der Eco-Vorstandsvorsitzende Oliver Süme gegenüber verschiedenen Zeitungen unter anderem mit der demokratiefeindlichen Stoßrichtung der Partei sowie mit fehlenden fundierten netzpolitischen Positionen.

Eco suche deswegen weder proaktiv Kontakt zur AfD, noch stünde der Verband auf Anfrage der Partei für Gespräche zur Verfügung. Gegenüber der FAZ sagte Süme:

„Wir würden auch mit der AfD reden, wenn sie sich vom rechtsextremen Flügel distanziert und eine sachlich fundierte netzpolitische Position entwickelt hat“, sagt Süme. Allerdings habe er bislang keine signifikanten digitalpolitischen Äußerungen der AfD wahrgenommen. Er erwarte zudem, dass die Partei „die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft“ anerkenne und sich deutlich vom rechtsextremen Flügel um Björn Höcke und dem Vordenker Götz Kubitschek distanziere. Solange die Distanzierung ausbleibe, könne er nicht mit der AfD über das Internet sprechen – denn das sei „ein Grundinstrument einer freiheitlichen Ordnung“.

Diese Kritik wiederholte der Vorstand des Verbandes gegenüber dem Handelsblatt:

Ausgrenzung und Nationalismus sind mit einem freien Internet und Grundwerten unserer Verfassung nicht vereinbar, sie gefährden zudem das wirtschaftliche Wachstum einer Branche, die als Schlüsselbranche des Standorts Deutschland zu begreifen ist.

Über die Autor:innen

  • Markus Reuter

    Markus Reuter recherchiert und schreibt zu Digitalpolitik, Desinformation, Zensur und Moderation sowie Überwachungstechnologien. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Polizei, Grund- und Bürgerrechten sowie Protesten und sozialen Bewegungen. Für eine Recherchereihe zur Polizei auf Twitter erhielt er 2018 den Preis des Bayerischen Journalistenverbandes, für eine TikTok-Recherche 2020 den Journalismuspreis Informatik. Bei netzpolitik.org seit März 2016 als Redakteur dabei. Er ist erreichbar unter markus.reuter | ett | netzpolitik.org, sowie auf Mastodon und Bluesky.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP)


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4 Kommentare zu „Digitalpolitik mit Haltung: Branchenverband Eco will nicht mit der AfD reden“


  1. Würden sie auch nicht mit den linken reden, wenn diese sich nicht vom linksextremistischen flügen trennen?


    1. wesendlich

      ,

      @janus
      “ …linksextremistischen flügen trennen…“
      Was meinen Sie damit ?Flüge in die linke Hemisphäre der Erde mit Air Berlin für Linke?


  2. „Wir würden auch mit der AfD reden, wenn sie sich vom rechtsextremen Flügel distanziert und eine sachlich fundierte netzpolitische Position entwickelt hat“

    Die Politik der AfD besteht aus gezielten Tabubrüchen sowie Pflegen der Opferrolle. Sachlich fundierte und konstruktive Positionen werden die Neurechten niemals entwickeln, das wollen die auch gar nicht, Populismus funktioniert anders. Danke Eco!


  3. Wurst ist mein Obst!

    ,

    Mit Rechten reden bringt eh nix, die wollen sich nicht aendern. Genauso wenig braucht man mit Salafisten oder den Katholiban reden. Verschwendete Energie.

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