Das geht dich nichts an – Max Schrems geht in die Datenschutzoffensive

Der Wiener Datenschutzaktivist Max Schrems. Alle Rechte vorbehalten europe-v-facebook.org

Der Datenschützer Max Schrems hat am Dienstag in Wien das Projekt „noyb – none of your business“ vorgestellt, zu Deutsch: Das geht dich nichts an. Ziel der Initiative ist es, die Lücke zwischen europäischen Datenschutzgesetzen und der unternehmerischen Praxis einiger Großkonzerne zu schließen.


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Als Grundlage dient die neue EU-Datenschutzgrundverordnung, die nächstes Jahr im Mai in Kraft tritt. Doch wo kein*e Kläger*in, da kein*e Richter*in – und genau da setzt das Projekt an. Neben Informationen für Firmen und Verbraucher*innen plant noyb bereits erste Muster- und Sammelklagen. Um das umsetzen zu können, bittet das Projekt um Spenden.

Der österreichische Jurist wurde mit seiner Klage gegen Facebook weltweit bekannt. Diese führte letztlich dazu, dass der Europäische Gerichtshof das Safe-Harbor-Abkommen zu Fall brachte. An diesen Erfolg soll noyb nun anschließen.

 

6 Kommentare
  1. Ich bin direkt eingestiegen!
    Zwischen 10€-100€ >im Jahr< hat kann jeder auslegen für die eigene Freiheit und die aller Europäer.

    100€ Goldmitglied, wer ist noch dabei von euch? :D

  2. Um sich von den Neigungen und Interessen der Politik zu emanzipieren, ist dies in einem Rechtsstaat der einzig gangbare Weg. Allerdings ist es auch bedauernswerter Weise ein beschwerlicher Weg, der Kraft, Ausdauer und auch die nötigen finanziellen Mittel voraussetzt. Und genau daran scheitern Nicht-Juristen, die damit nicht ausgestattet sind.

    Doch vor übertriebenen Erwartungen sei gewarnt, auch schnelle Erfolge sind eher unwahrscheinlich. Prozessrisiken sind erheblich. Das was Max Schrems sich zum Ziel gesetzt hat gehört zum Metier eines Dickbrettbohrers und es wird auch Rückschläge geben, denn er macht sich die mächtigen zum Gegner. Er und sein Team wird ein kluges Händchen brauchen, um sich nicht zu verzetteln, und wenn man seine Projektkonzeption gelesen hat, dann ist diese Gefahr gegeben, weil es so umfassend erscheint.

    Max Schrems macht einen mutigen Anfang, doch die digitale Gesellschaft wird er allein nicht retten können. Es wird noch viele vom Kaliber Max Schrems brauchen, bis aus wenigen Scharmützeln ein Sieg wird. Es gäbe in jedem Land dieser Welt Raum für mindestens zehn weitere solcher Projekte, und sie würden sich nichts nehmen, wenn sie kooperierten. Kluge Juristen, die eine digitale Ader haben und einen Sinn für Bürgerrechte, worauf wartet ihr noch? Max Schrems macht euch vor, wie man damit eine Existenz gründet. Niemand muss sich zum Knecht der digitalen Profiteure und Steuerbetrüger machen. Sieht eure Chance!

    Ich wünsche Max Schrems und seinem Team wirklich allen erdenklichen Erfolg, denn wir alle werden davon „profitieren“ und sei es dadurch, dass unsere Rechte nicht noch weiter beschnitten werden.

  3. Herr Schremm hat recht, aber kann hier mal bitte jemand diesen sprachverhunzenden Gendermüll abstellen? Sätze, in denen bald mehr Asteriske als Buchstaben sind, gehören in die Tonne. Beispiel aus dem Artikel oben: Doch wo kein*e Kläger*in, da kein*e Richter*in Und was ist mit Schwulen? Und Lesben? Und Nichtrauchern? Und anonymen Alkoholikern? Und Und Und… Also bitte, zurück zu lesbarer Schrift. Danke !

      1. Ahahaha bin voll drauf reingefallen. Ich bin durch den Filter so desensibilisiert, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass es sich hier gar nicht um Genderspaß, sondern einfach um ein gutes Wortspiel handelt.

        NEEEIN! Ich wurde von den SJWs Programmiert, sodass ich bei Sternchen in Worten direkt an WREEEEEE-Feministen denke. >_<

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