Auf der Webseite der Süddeutschen Zeitung (SZ) kommt seit dieser Woche eine Anti-Adblock-Maßnahme zum Einsatz. Auf der Seite werden drei Möglichkeiten angeboten, um Artikel lesen zu können. Man kann entweder seinen Adblocker ausschalten, einen kostenlosen Account anlegen oder ein Abonnement abschließen. Mit der kostenlosen Registrierung lässt sich die Seite mit eingeschaltetem Adblocker benutzen.
Neben „Bild.de“ und diversen Angeboten des Verlags Gruner + Jahr ist die SZ eines der ersten großen Medienhäuser in Deutschland, das ein Adblock-Verbot eingeführt hat.
Fast ein Viertel der Nutzer fällt weg
Die amerikanische „Financial Times“ führte im Juli ein Experiment durch. 30 Tage lang wurden Adblock-Nutzern verschiedene Versionen der Webseite angezeigt. Bei einer Gruppe fehlten Wörter im Artikel, mit dem Hinweis, dass Adblocker die Einnahmen verringern. Anderen wiederum wurde der Zugriff auf die Artikel versperrt.
Das Ergebnis war, dass 69 Prozent der Nutzer, die keinen Zugriff auf die Inhalte hatten, ihren Adblocker deaktivierten. Allerdings variiert die Bereitschaft der Nutzer, Adblocker auszuschalten, je nach Medium. Die Ergebnisse von Financial Times sind daher nicht repräsentativ.
In einer früheren Version wurde behauptet, dass man der Nutzung der E‑Mail zu Werbezwecke zustimmen muss. Die Einwilligung ist allerdings freiwillig.
