Linkschleuder

BND bekommt eigene Spionagesatelliten

Fassade der neuen BND-Zentrale in Berlin. Foto: CC-BY-NC-SA 2.0 Andreas Levers
Fassade der neuen BND-Zentrale in Berlin. Foto: CC-BY-NC-SA 2.0 Andreas Levers

Das Kanzleramt hat dem Bundesnachrichtendienst (BND) eigene Spionagesatelliten genehmigt. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung:

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Der BND will das Satellitensystem mithilfe der Bundeswehr und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickeln. Die Kosten werden auf mindestens 400 Millionen Euro geschätzt, spätestens 2022 sollen die Kameras des Satelliten erste hochauflösende Bilder liefern.

Der BND argumentiert, dass er Satelliten zur Überwachung von Konfliktregionen und Massenvernichtungswaffen benötige. In der Süddeutschen heißt es, dass am Prozess Beteiligte bereits vor Wochen von einem völlig veränderten Klima berichteten: man „könne nun anmelden, was man wolle“.

Das Budget des BND war erst kürzlich deutlich erhöht worden, seine Befugnisse werden durch im Oktober beschlossene BND-Gesetz massiv erweitert.

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10 Kommentare
  1. „Der BND argumentiert, dass er Satelliten zur Überwachung von Konfliktregionen und Massenvernichtungswaffen benötige“

    Wurden die Massenvernichtungswaffen auch genehmigt oder steht das noch aus?

    1. Die sind schlau die BND ler, denn kriminelle Wasserhahndiebe gibt es nicht im All,deshalb schicken Sie einen Satelliten los,so quasi als Aussenlager für Wasserhähne und sonstige Armaturen,dann sparen Sie auf Erden die Securitykosten für die Sanitärbedarfsüberwachung.
      Na endlich mal was Sinnvolles seitens des BND,wer sagt` s denn,geht doch.
      Da reifen so langsam smarte James Bond Typen mit überragender Intelligenz beim BND heran,worauf Deutschland stolz sein kann.
      „BND makes Germany great again“

  2. Wenn in Berlin eine Demo statt findet, ist Berlin dann eine Konfliktzone?
    Was kostet so ein Satelit eigentlich im Unterhalt?
    Für wie viele Jahre bleibt der oben?
    Werden die Daten von deutschen heraus gefiltert, wenn ja wie?
    Welche Daten werden überhaupt erfasst?
    Wie gut sind die Bilder die der Satelit erstellt?
    Sind die gut genug für Gesichtserkennung, oder gar um Dokumente zu lesen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Nerd im Netz

    1. @Nerd im Netz
      Die Fragen sollten Sie an den BND richten,da deren Statement
      „Wir sind die Guten“ lautet,bekommen Sie sicherlich „ehrliche“ Antworten.

  3. Es gibt es wohl einen Nachholbedarf bei Drohnen und Überwachungsasteliten für die weltweiten Friedenseinsätze unserer Verteidigungsarme.
    Was heute mit dem Argument der Landesverteidigung gerechtfertigt wird, wäre vor ein paar Jahren noch als Planung eines Angriffskrieges verurteilt worden.
    Mir gruselt es immer mehr.

  4. “ In der Süddeutschen heißt es, dass am Prozess Beteiligte bereits vor Wochen von einem völlig veränderten Klima berichteten: man „könne nun anmelden, was man wolle“.

    Schöne Umschreibung für dem Parlamentarierer seine Sünden vorhalten,ihm Daumenschrauben anlegen und gefügig machen.

  5. Gibt es eigentlich Auswertungen ob und in welchem Umfang sich derartige Investitionen gelohnt haben? In Erenntnisgewinnen, Verbrechensverhinderungen, etc? Irgendeine Art Business Case wird es für die Anschaffung derartigen Geräts ja sicherlich geben, oder?

    1. @Travis
      Seit wann ist das Gehirn Kaufberater bei staatlichen Käufen?
      Es prangt ein Spruch auf sogenannten Fun Shirts
      „Es glitzert. Es kostet viel Geld. Es ist sinnlos. ICH WILL ES !“
      In solch eine Kategorie ist der Satellitenkauf des BND anzusiedeln

  6. Ich bin der Meinung, dass der BND schon lange eigene Überwachungssatelliten im Programm hat! Man hat es uns nur nicht gesagt!
    Und jetzt ist halt eine neue Generation fällig – die kann man heutzutage bloss nicht mehr so ganz geheim installieren.

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