Wer Facebook nutzt, sollte immer wieder seine Privatsphäreneinstellungen überprüfen. Beispielsweise kann man, wie Fusion.net berichtet, bereits synchronisierte Kontakte wieder löschen. Auch wenn man meint, diese Informationen nie preisgegeben zu haben, kann man sich nochmal vergewissern.
Auf dieser Seite können hochgeladene Adressbücher wieder gelöscht werden. Und hier kann man das gleiche mit Kontakten tun, die man über die Messenger-App hochgeladen hat. Man muss allerdings aufpassen, dass man die automatische Synchronisierung deaktiviert hat – sonst werden die gelöschten Informationen wieder hochgeladen. Facebook hat Anleitungen hier und hier, wie man die Funktionen auf Android und iOS abstellen kann.

Außerdem ist zu beachten, dass die Löschung und Deaktivierung der Synchronisation nur einen geringen Effekt haben kann, wenn der restliche Freundeskreis die fast identischen Informationen hochgeladen hat. Im Umkehrschluss: Je mehr Menschen die Maßnahmen ergreifen, desto besser für einen selbst.
Ob die Daten allerdings durch die Löschung endgültig von den Servern entfernt werden, lässt sich schwer überprüfen. Und da andere weit-verbreitete Apps wie Whatsapp und Instagram auch Daten mit dem Mutterkonzern Facebook austauschen und dabei keinen wirksamen Widespruch zulassen, sollte man daher trotz der hier beschriebenen Schritte keinen guten Datenschutz erwarten.
Welche Auswirkungen solche gesammelten Daten haben können, zeigt die Geschichte, dass Patienten derselben Psychiaterin, sich gegenseitig als Freunde vorgeschlagen wurden. Eine mögliche Erklärung hierfür ist, dass Facebook durch den Eintrag der Ärztin in den Kontaktbüchern eine Verbindung hergestellt hat. Schon zuvor gab es auch Hinweise, dass Facebook Freundesvorschläge auf Basis von Ortsdaten macht.
