Linkschleuder

Studio Friedman: Datenschutz – wie sicher sind unsere Daten?

Ich war heute bei Studio Friedman zu Gast, um mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Marian Wendt über die Vorratsdatenspeicherung und Datenschutzgesetzgebung zu diskutieren. Das hat Spaß gemacht als 1:1 Format. Die rund 40 Minuten lange Debatte netzpolitik.org vs. CDU gibt es in der n24-Mediathek zu sehen.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Wenn der Bundestag vor Hacker-Angriffen nicht mehr sicher ist, so ist die Datenschutzfrage aktueller denn je. Die Bundesregierung versucht mit dem IT-Sicherheitsgesetz einen besseren Schutz für Daten zu gewährleisten.

Wenn das Video nicht läuft, liegt es vielleicht an einem Adblocker. Oder an einer Minute Leerlauf am Anfang nach der Werbung.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
19 Kommentare
  1. Bitte so schnell wie möglich Download Link posten zum Video sonst ist es weg.

    Und was Datenschutz angeht. Benutzt VPN um dauerhaft anonym im Internet zu sein. Ansonsten so oft und viel es geht falsche Daten eingeben überall und echte Daten wiederum so wenig wie möglich verteilen. Auch bei Online Bestellungen immer anderen Vornamen, Geschlecht und B-Day Datum nehmen. Nutzt außerdem Wegwerf Mails oder e-mail Dienste außerhalb USA und EU. Für weitere Tipps schreibt mir unter: ndrangheta@italymail.com

  2. Gut geschlagen Markus.

    Der CDU-Typ hat von nichts Ahnung. Aber die Wörter „Verkehrsdatenspeicherung“, „Kinderpornographie“ & „Terror“ hat er gut auswendig gelernt. Zu mehr reichts eh nicht.

    Der Hr. Friedman war aber auch gut drauf (;.

  3. Schön zu sehen wie sich die Politik-Nutte windet und eigentlich keine Ahnung von der Materie hat, hier wird die Inkompetenz vollkommen offenbart.
    Aber auch der Friedmann den ich immer mal wieder sehr amüsant finde mit der Art und Weise wie er seine Studiogäste unter druck setzt, hätte sich noch mal einen Tick besser vorbereiten können.
    Denn es liegt auch an Leuten wie Ihm das die Leute so gut wie nichts über Alternativen wissen, bei denen ihre Privatssphäre geschützt wird. Ich erspare mir hier mal das aufzählen dieser da die meisten leser dieses Blog diese kennen. :-)

    Und ja ich finde Markus hat vollkommen recht mit dem Vorwurf des Totalversagens der Politik in Bezug auf unseren Datenschutz, der sich für mich nur so erklärt das alle also auch die Bundesk. schlicht und einfach ihre Hand aufhalten, ob das in form von Parteispenden oder ähnliches abläuft spielt dabei keine rolle.

    Das einzige wozu die VDS wirklich gut geeignet ist das man damit wundervolle Daten zu Erpressung anderer anhäufen kann um sie gegen andere zu verwenden zum Beispiel unliebsame Politische oder Wirtschaftliche gegner Mundtot zu machen.
    Und das alles als Simulation von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, das ist wohl das beste das man für Geld kaufen kann. Es wird zum Glück aber auch gespeichert wer für diese Verat an der eigenen Bevölkerung, das für mich ein verbrechen darstellt, verantwortlich ist und eines Tages dafür zur Verantwortung gezogen wird.

  4. Ein weiterer Aspekt, der in der gängigen Darstellung auch häufig zu kurz kommt, ist die Tatsache, dass Ermittlungsbehörden bereits heute auf Maßnahmen in (wohl begründeten Verdachts-)Fällen bis hin zur aktiven Wohnraumüberwachung zurückgreifen können.

    Ferner sind Begriffe wie „schwere Straftaten“ sehr problematisch, da sie m. W. nicht (strafrechtlich) definiert sind. Aber wohl genau deswegen ist er so beliebt bei den Befürwortern der VDS; hört sich für weniger Interessierte vernünftig an und ist so schön schwammig, dass es dann wie z. B. bei dem Vorfall am Flughafen München, wo der „Bundestrojaner“ auf den Laptop eines Fluggastes aufgespielt wurde, in dem es sich um Annabolika, Steroide oder so was handelte. Also mitnichten „Sicherheit für die Gesellschaft gewährleisten“ i. S. v. z. B. „Abwehr von (terroristischer) Gewalt“.

  5. Zitiert von Fefes Blog:
    „Lange Durchsage unserer Kanzlerin. (https://www.youtube.com/watch?v=yRTBXKj3qTM) Der spannende Teil geht bei 12:50 los.
    Im Wesentlichen kann man das so zusammenfassen: Ihr müsst endlich eure Datenschutz-Bedenken der Industrie unterordnen, so geht das nicht weiter hier!1!!
    Wir werden […] darüber sprechen müssen, dass Big Data nicht eine Bedrohung ist, sondern Wertschöpfungsmöglichkeit der Zukunft ist. Und es werden viele Arbeitsplätze im industriellen Bereich verloren gehen, weil Arbeit auch ersetzt werden kann, durch Maschinen. Und es können, und davon bin ich zutiefst überzeugt, sehr viel mehr Arbeitsplätze geschaffen werden mit der Wertschöpfung aus der Kenntnis der Daten. Wenn wir uns diesen Teil der Wertschöpfung aber abkoppeln und in Europa nicht stattfinden lassen, dann werden wir ein großes Problem haben, die Wertschöpfung, so wie wir sie heute haben, zu erhalten.

    1. PS: Da sieht man, wie das ganze praktisch aussieht:
      Drei der Geschädigten werden portraitiert: Der britische IT-Spezialist David Mery (~ ab Min. 11:40), die isländische Parlamentarierin Birgitta Jónsdóttir (~ ab Min. 20:15) und der deutsche Sozialwissenschaftler Andrej Holm (~ ab Min. 25:50).

  6. 1:1-Format trifft’s ja in diesem speziellen Fall nicht ganz ;o)
    Der Friedmann [und allgemein N24] nervt mich normalerweise ja, weswegen u. A. auch N24 von meiner Fernbedienung verschwunden ist.
    In diesem Fall nervt er aber für die gute und richtige Sache!

  7. Oh ja, der Begriff mit der Politik-Nutte trifft es gut: Wenn man das Video ansieht, hat man ständig dieses Peinlichkeitsgefühl, dass man mit Fremdschämen gut ausdrücken kann und welches einem in diesen unzählig schlechten Pornos ebenfalls erdrückt. Der heutige Wähler muss sich also durch all diese unzähligen schlechten Pornos durchsehen, um dann die wenigen herauszufinden, wo er sagt, „Dieser Darsteller ist kein Darsteller! Dieser ist wahrhaft authentisch. Den wähle ich zur nächsten Wahl.“ Kein Wunder, wenn ein ernstzunehmender Wähler dabei irgendwann auf der Strecke bleibt und beim nächsten mal die geile brünette (braune) Schnecke wählt. Leider vermittelt aber eben so ein Format, dass Politik geil sein muss. Nein! Gute Politik ist langweilig und unauffällig, wenn sie gut ist. Da man damit aber keine Wahlen gewinnt, gilt es Geilheit im Volk zu erzeugen. Und damit schließt sich der Kreis: Das will der Porno auch, um gekauft zu werden. Und dann beginnt das kollektive Fremdschämen.

  8. @Markus Beckedahl
    Ich finde es gut, dass Sie zu solchen Sendungen eingeladen werden. Ich habe eine kleine Hoffnung, dass die TV-Medien so langsam aufwachen. Die Printmedien haben für mich komplett versagt.
    Ich bearbeite das ZDF (ARD ist verloren und durch die Politk gesteuert) und hoffe, dass noch mehr über die VDS (Fronatl21) und den ganzen Datenberg berichtet wird. Den meisten ist gar nicht bewußt, was eigentlich gerade passiert. Hier hilft nur Aufklärung und Information. Dies kann nur über das Fernsehen für die ältere Generation und für die Jüngeren über Youtube passieren.

  9. Ich musste leider nach 3 Minuten Sendung abbrechen, da ich den selbstverliebten Arroganzling Friedmann einfach nicht ertragen konnte. Zu einem solchen Selbstdarsteller eingeladen zu werden, kann ich nicht als Gewinn für irgend jemanden betrachten. Nachdem das erste Mal der Begriff „Terrorismus“ gefallen ist, war es dann endgültig vorbei. Sorry, aber „Studio Friedmann“ halte ich für unterste Schublade!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.