Linkschleuder

Kunstaktion: Ein Denkmal für Snowden

Gestern ging die Nachricht über eine Snowden-Statue in einem New Yorker Park durch die Social-Media-Welt, über die Bucky Turco berichtet hatte: „There’s a massive, illicit Bust of Edward Snowden stuck to a war monument in Brooklyn“.

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Drei Künstler hatten ihre Idee fast ein Jahr lang vorbereitet und das Werk nach New York transportiert, um Ostermontagmorgen in aller Frühe die Statue aufzustellen und dann zu beobachten, ob Passanten die Änderung bemerken würden. Sie hatten auch im Blick, das Kriegsdenkmal, auf dem sie die Snowden-Büste befestigten, bei der Aktion nicht zu beschädigen.

Die Künstler verbinden mit ihrer Aktion eine politische Message über Snowden und die Art der Berichterstattung über die Geheimdienstskandale:

“There’s a media landscape that has painted him as a criminal,” said one of the two New York artists. “You need something theatrical and large to counterbalance the Fox News-iness of the texture of the conversation out there.”

Lange blieb die Statue allerdings nicht an ihrem Platz, erst wurde eine Plane drübergezogen:

Am selben Nachmittag wurde sie dann von New Yorker Parkwächtern und Polizisten entfernt.

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3 Kommentare
  1. Na, da sieht man doch live und in Farbe, wie es mit der Meinungsfreiheit in den USA real aussieht – also wenn sich die US-Administration dem Thema „Unterdrückung der Meinungsfreiheit“ im Eigenen Land widmet ..

    So gesehen werden plötzlich auch die Video-Schnipsel von John Oliver im Interview mit Edward Snowden viel klarer: Wenn sich der Staat darum kümmert, dass gewisse Personen aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannt werden, dann kann man den Amerikanern fast nicht vorwerfen, dass sie den Namen „Edward Snowden“ nicht kennen ..

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