John Oliver zu Sexismus im Netz

Der exilierte US-Entertainer John Oliver erklärt mal wieder gut das Internet. In der neuen Folge „Last Week Tonight“ geht es um Sexismus und Frauenfeindlichkeit: Das Internet ist kein wirklich furchterregender Ort, wenn man einen weißen Penis besitzt


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(entschuldigt bitte für den Rickroll)

14 Kommentare
    1. Das kann ich so nicht finden. Klar, Wu und Sarkeesian als Beispiele zu bringen, die sich in der Opferrolle sichtlich wohl fühlen und sie auch zu vermarkten wissen war nicht gerade der beste Start in den Beitrag. Auch Zahlen aus dem Kontext zu reißen, was ihm zumindest unter dem Video bei Youtube vorgeworfen wird hilft da nicht. Und leider geht es in dem Video auch nur nebensächlich um Sexismus sondern eher um Bedrohungen und Beleidigungen der übelsten Art. Und genau darum finde ich die Sendung dann doch wieder gut und einleuchtend. Na klar, sie bestärkt den Eindruck dass es NUR Frauen sind die davon betroffen sind, was einem Mann der davon betroffen ist natürlich Steine in den Weg legt. Trotzdem finde ich, dass es ein Thema ist über das man reden Muss. Und dass es dafür Gesetze geben muss ist ja irgendwie klar.

      1. Wieso ist es klar, dass es dafür irgendwie Gesetze geben muss? Das ist etwas, was ich auch in dem Video nicht verstanden habe. Dass er ständig darauf hinweist, dass so und so viele Staaten noch kein Gesetz gegen Rachepornos haben. In meinen Augen ist das kein Argument sondern einfach nur eine Dumm Aussage die aber genau auf das Zielpublikum abzielt. Leute die nicht mehr selber denken wollen sondern einfach nur unterhalten werden wollen. Würde es um ein anderes Thema geben und so eine Aussage von Politikern kommen, wäre diese Sendung eine der ersten, die Witze bringen würde in die Richtung:
        Es gibt kein Gesetz dagegen, als Clown verkleidet in einem gestohlen Polizeifahrzeug eine Amokfahrt durch die Einkaufspassage zu machen und dabei die amerikanische Hymne zu singen. Denn das ist besonders schlimm, weil kleine Kinder nie wieder über Clowns lachen können, die Leute verlieren das vertrauen in die Polizei und beim Spielen der Nationalhymne muss demnächst dann immer eine Triggerwarnung gegeben werden.
        Die Leute würden drüber Lachen und verstehen, dass „Es gibt kein Gesetz dagegen“ eine dämliche Aussage ist und an der eigentlich Notwendigen Diskussion vorbei geht.

      2. @Martin:
        Dein Beispiel greift nicht wirklich. Die Clown-Amokfahrt beinhaltet ja schon diverse Straftaten. Körperverletzung, Sachbeschädigung, Diebstahl, … Bei Rachepornos scheint das zumindest in den USA nicht ganz so klar zu sein. Sich als Ausweg auf das Copyright berufen zu müssen, ist jedenfalls absurd (schon alleine weil die Geschädigte nicht immer Urheberin des Bildmaterials sein muss). In Deutschland ist das wohl anders (siehe Kommentar von justme2h); hier ist die Balance zwischen dem Schutz der Persönlichkeitsrechte und dem Schutz der Freien Meinungsäußerung anders gelagert. Daher halte ich es für durchaus berechtigt (in den USA) für diesen Fall ein Spezialgesetz zu fordern.

  1. ja sehr gut, danke John Oliver, aber trotzdem hat er leider diesmal mehr an der Oberfläche gekratzt als sonst.
    Ich nehm mal an, dass Oliver ab jetzt nicht mehr von Fefe verlinkt wird.

  2. Gesetze schön und gut, aber welches Recht greift denn für Anonyme Leute hinter 7 Proxies? Was bringt es wenn eine Frau in den USA zur Polizei rennt wenn sich ein russischer Hacker an ihrer Webcam vergreift?
    Damit man die Vorstellungen von Ideolog*innen und Selbstdarsteller*innen wie Sarkesian, von einem Hellokittyonline-Internet umsetzen kann, muss man zwangsläufig die Möglichkeit der anonymität im Netz beschneiden, also mehr Überwachung, Kontrolle und Zensur.
    Wollt ihr das wirklich?

    1. Da brauchste doch nicht mehr Überwachung! Hier gehts nicht um den „Superhacker“, der deine Webcam anzapft und danach anonym die Bilder hochläd oder dir Drohnachrichten schickt, die er geschickt hinter 7 Proxies tarnt. Mit dem Szenario müssen sich Promis rumschlagen (bestes Beispiel „Fappening“), für alle anderen ist das Szenario schon sehr speziell.

      Hier gehts einmal um Rachepornos, bei denen der Kreis der Verdächtigen meist klein ist (der Ex-Partner o.ä.), da helfen auch keine 7 Proxies. Eine bessere gesetzliche Regelung würde auf jeden Fall helfen. Zum anderen gehts um Drohungen, für die meist Twitter und co genutzt werden, also Plattformen, die so oder so unter der Kontrolle einer Firma stehen und bei denen du eh keine große Anonymität erwarten solltest. Auch hier hilft „einfach“ nur ein besseres Bewusstsein der entsprechenden Firmen und/oder eine bessere gesetzliche Regelung.

  3. Brianna Wu und Anita Sarkeesian sind für meine Begriffe ideale Beispiele. „Uhhh ernsthaft John Oliver? Brianna Wu und Anita Sarkeesian?“ Soll heissen, bei den beiden darf man sexistisch sein? So klingt es in meinen Ohren … und ich unterstelle, genau so hast du es auch gemeint.

    1. Nö, das heißt im Falle von Sarkeesian hat das FBI keine ernst zunehmende Gefährung festgestellt (hunde die bellen und so) und in Brianna Hu’s fall konnte man nachweisen das einige Attacken wohl von ihren one-off Sockenpuppen-Accounts kamen.

    1. Finde man kann hier schon vergleichen zum mal er hier zu mehr hetze und Belästigung aufruft „you don’t need less abuse, you need more.“ Ich möchte hier nicht John Oliver die schuld geben, ich glaube nicht dass er sich da für interessiert, er sagt halt auch nur das was ihm die 20 schreiber vorhalten

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